Wohin mit dem "Auf und Ab" in der Rührpause?

  • Hallo und einen schönen Himmelfahrtstag,


    in diesem Jahr ernte ich meinen ersten Frühtrachthonig (darf ich den Ende Mai noch so nennen?)


    Letztes Jahr gab es bei mir nur späten Sommerhonig, welchen ich nicht gerührt habe
    1. Vergessen :oops:
    2. Zum Glück kristallisiert er erst seit kurzem aus und ist seit letzter Woche aufgegessen.


    Nun steht also das Rühren an und nun stellt sich die Frage:


    Was mache ich mit dem "Auf und Ab" wenn ich nicht rühre. Abwaschen wäre Sünde. Steht er herum, dann zieht er Wasser und das ist dann mit im Eimer zusammen mit Staub und Gerüchen (ganz vermeiden kann man das ja nie).
    Im Honigkurs kam das nicht vor, da wurde geschleudert und die Zeit war um. Jeder hat ein Gläschen abgefüllt und das war natürlich ratz-fatz alle.


    Wie nun also lagern?


    Und seid sicher, ich habe nicht nur hier gesucht sondern auch diverse Suchmaschienen qualmen lassen.


    Freue mich auf Antworten,


    Haithabu


    P.S. Kommer wohl erst heute Abend wieder an den PC

    Die besten 10 Jahre einer Frau sind zwischen 39 und 59.

  • Hallo!


    Ich lasse ihn erst schräg am Eimerrand ablaufen, dann stelle ich ihn in einen Eimer. Den wenigen dann noch abgelaufenden Honig kann man dann für andere Köstlichkeiten verwenden. Ich mache daraus dann Bärenfang.


    Viele Grüße,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.


  • Ich lasse ihn erst schräg am Eimerrand ablaufen, dann stelle ich ihn in einen Eimer.


    So mache ich das auch. Den abgelaufenen Honig verdünne ich ein bischen und verfüttere ihn an die Ableger.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Jau,
    kleiner Eimer in der Schleuerküche + Teigschaber. Nach dem Rühren Honig abstreifen, dann leicht schräg in den Kleineimer => Futterhonig für wen auch immer :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Was mache ich mit dem "Auf und Ab" wenn ich nicht rühre. Abwaschen wäre Sünde. Steht er herum, dann zieht er Wasser und das ist dann mit im Eimer zusammen mit Staub und Gerüchen (ganz vermeiden kann man das ja nie).


    ... vielleicht wäre es auch Hygiene! :-) Es soll auch diese Sparfüchse geben, die Nicht-Sünder, jeden-Tropfen-Honig-Respektierer, die sich einen Honigeimer samt Deckel nehmen, den Deckel vom Rand anschneiden, etwa in der Mitte ein Loch bohren, das 0,548 mm Mehr-Durchmesser als der Auf-und-Ab-Stab haben und den dort parken. Das würde aber Kosten verursachen für einen nun unbrauchbaren Deckel ... ach, warum nicht, mir etwas Gewebeband ... :-) ... bitte vorher aber nochmal kurz gegenrechnen, ob der eingesparte Honig tatsächlich den Deckelpreis übersteigt.

  • Danke Clemens denn du sprichst dass an was ich mir die ganze Zeit denke.
    Mein Rührstab kratze ich mit teigkarten so gut wie möglich ab, danach entferne ich die Reste mit dem Finger und am Ende wird er anständig gespült.


    Wie verhindert ihr denn dass Verunreinigungen in den Eimer kommen?
    Wenn dann müsste man wirklich ein Loch in den Deckel bohren.
    Das wiederum finde ich ganz Sympatisch, nicht deswegen weil man Honig spart, sonder Zeit beim rühren.
    Ich bin da ein wenig pedantisch, denn wenn ich ein Lebensmittel vertreibe und dafür Geld verlange, gibt es in meinen Augen nur 100%.
    Bei mir wird nach dem Schleudern, rühren oder Abfüllen alles komplett gereinigt, was mit Honig in Verbindung kam und nicht im Lager Gebinde verbleibt.

  • Hallo liebe Vatertags-Zu-Hause-Bleiber,


    Danke für die Antworten. Ich denke, ein Eimer tut gute Dienste, den Reste bekomme ich, oder die Bienen.
    Und dann können dort die Reste abtropfen bevor ich vor dem Neurühren nochmal abwasche.


    LG,


    Haithabu

    Die besten 10 Jahre einer Frau sind zwischen 39 und 59.

  • Hallo,


    ich wollte es mal genau wissen. Ich habe zwar den Auf-und-Ab, benutze aber lieber die Rührspirale (mit Seele) in einer Bohrmaschine. Also habe ich diese (trocken und sauber) gewogen, den Honig gerührt und die Rührspirale so 2 Stunden über den Honigdeckelwachstopf gehängt und dann wieder gewogen: da waren noch 4g ="vier Gramm" Honig dran. Die kann ich mit gutem Gewissen mit warmen Wasser abspülen, das Teil trocknen und am nächsten Tag wieder in den Honig tauchen.


    Brummerchen

  • Das Problem hat mich auch sehr umgetrieben und ich war sehr verwundert, dass da der Handel noch nichts bietet...schließlich ist es schon ein Problem wenn der Auf-und-Ab gewaschen wird, denn der ist so schnell nicht wieder trocken...und einen 2. wollte ich auch nicht kaufen.


    Ich habe nach Autoklavierbüchsen gesucht und mir vom Edelstahlschweisser eine Lösung anbieten lassen. Das war aber alles wirklich zu teuer für dieses Problemchen. Also selbst gebaut:



    1 kg-Joghurtbecher mit 1m-Abluftrohr aus dem Baumarkt. Unten der Becher und das Rohr aufgesetzt, oben das Rohr eingeschlitzt damit die Griffe aufliegen und den Joghurtbecherdeckel oben drauf. Da hängt das Teil staubsicher und der Abtropfhonig landet im Becher. Am Ende kann das alles gut ausgewaschen werden - hat sich bewährt, die Lösung...


    Melanie

  • Den AUF und AB mit heissem Wasser reinigen-geht gut mit der Brause über Badewanne- und mit einem sauberen Ledertuch abwischen, veddisch.

  • Äh, nur noch mal sicherheitshalber:
    meinen Auf-und-Ab wasche ich übrigens auch ab!:-D
    Nur lasse ich den Honig vorher wie oben beschrieben abtropfen.
    Das "Abwaschen wäre eine Sünde" hatte ich auf die weggespülten Honigreste bezogen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo beetic,
    ich habe mich ebenfalls auf die Honigreste bezogen. Ich finde es schade, wenn die Bienen sich abarbeiten und aus Faulheit landetn die Reste im Abfluss. Ich esse den abgeschäumten Honig selber. Mit Kaugummi :) Und meine Kinder klauen sich das Deckelwas zurm drauf rumlutschen.


    Haithabu

    Die besten 10 Jahre einer Frau sind zwischen 39 und 59.