Junges Volk

  • Hallo,
    Ich habe am Sonntag von einem Imker ein junges Volk gekauft, das aus 4 oder 5 Waben + Mittelwänden besteht.
    Die Königin haben wir gesehen und frische Eier gab es auch.
    Ich habe sie zu meinem Stand (siehe auch mein thread Imker vs Jäger) transportiert, habe gestern nachgeschaut und festgestellt dass sehr wenig Bienen sich draussen zeigen und habe mich gefragt ob das normal ist in dieser Situation oder nicht.
    Müsste ich ihnen nicht etwas Futter geben (2 Teile Zucker zu 1 Teil Wasser?), da sie ja selbst kein Futter bringen wenn sie nicht ausfliegen.
    Wann soll ich sie gegen die Varroa behandeln?
    Ich würde mich über Ratschläge freuen.
    Einen schönen Tag
    Aloha

  • Wie sah denn dein ursprünglicher Plan aus?


    Oder bist Du einfach losgezogen und hast Bienen gekauft?

  • Hallo Bernhard,
    da warum deiner Frage erfasse ich nicht so richtig!
    Es war geplant seit Februar. Ich wollte mit 3 Beuten beginnen, habe fleißig (bin Hobbyschreiner und habe einige größere Maschinen) 8 Magazine gebastelt und auch Rähmchen und habe dem Imker, der in der hiesigen Bienenzeitung inseriert hatte, 3 Magazine samt Boden und Deckel und Rähmchen mit Mittelwänden) gebracht.
    Da die erste Beute "fertig" war, habe ich sie am Montag abgeholt; die anderen 2 soll ich am kommenden Sonntag abholen.
    Allerdings wollte ich ursprünglich "fertige" Völker kaufen und dieses Jahr schon einen Ertrag haben, aber das habe ich nicht gefunden.
    Das ist die Antwort auf die Frage.
    MfG
    Aloha

  • Bernhard meinte sicherlich, ob Du überhaupt Ahnung von Bienenhaltung hast?


    Das wenig oder keine Bienen fliegen, führe ich darauf zurück, dass der Ableger relativ klein und am Stand des Imkers hergestellt und belassen wurde, bis Du ihn gekauft hast.


    Kontrolliere, ob die Bienen eine Futterwabe haben.
    Ich füttere zudem immer flüssig 1:1 bei
    Der Verkäufer der Bienen sollte Dich eigentlich informiert haben, ob er die Bienen ( so wie üblich) mit Milchsäure behandelt hat.
    Ist dies nicht geschehen, hängt es nun vom Staduim der Brut ab: ist schon verdeckelte dabei? Dann nutzt MS nix mehr darin.
    Ist keine verdeckelte Brut vorhanden, dann besprühe die Waben mit MS 15%
    Lass Dir von einem Imker ( dem Verkäufer??) helfen!!!
    Melde Dich im Imkerverein an
    Suche Dir einen Imkerpaten
    Und: frage weiter hier ( hier werden Sie geholfen)


    Liebe Grüße: Anni


    Nachtrag: ich lese gerade, dass Du schon mal Bienen hattest, dann verwundern deine fragen allerdings etwas.
    Berichte etwas mehr von deinen Erfahrungen!

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Bernhard,
    da warum deiner Frage erfasse ich nicht so richtig!


    Hallo,
    mir erschließt sich die Frage nach dem Warum, denn die Bienenhaltung setzt zunächst theoretisch erworbenes Wissen voraus und darauf zielte die Frage ab.
    Ich frag jetzt mal andersrum… warum meinst Du wurde die Zarge bei der geringen Bienenmasse komplett mit Mittelwänden ausgefüllt? Ausgereicht hätten vermutlich zunächst 4 oder 5 Rähmchen. Erweitern muss der Neuimker dann selbst, denn sonst wird’s vermutlich nichts mit einem Volk mit ausreichender Einwinterungsstärke.
    Ich rate jetzt einfach, die äußere Wabe ist eine Futterwabe und ich tendiere zu der Annahme das die Bienen ungern die Mittelwände hinter der Futterwabe ausbauen werden… selbst bei ausreichender Fütterung nicht.
    Die Frage warum recht wenig geflogen wird… das kleine Völkchen hat mit der Brutpflege und dem Halten der dazu notwendigen Temperatur vermutlich genug zu tun und ans Honigsammeln für den Imker denkt es daher weniger…

    LG
    Andreas

  • Ich verstehe deine Fragen auch überhaupt nicht. Seit wann wußtest Du denn, daß Du einen Ableger anstatt des ursprünglich geplanten Vollvolkes bekommst?


    => In der Zeit hätte man sich in Ruhe informieren können, wie ein Ableger hochgepäppelt wird. Jetzt steht er da und alles wird mal wieder mit der heißen Nadel gestrickt.


    Es scheint nur noch Extreme zu geben. Die Einen bereiten sich fünf Jahre auf Bienen vor und wollen alles perfekt bis ins kleinste Detail machen und fangen nie richtig an. Die Anderen klatschen sich ein Bienenvolk hin und stehen dann hilflos vor dem Kasten und wissen nicht, was als Nächstes zu tun ist. Siehe daher die Hinweise von Anni zur weiteren Vorgehensweise.

  • Du solltest drauf achten, dass der Ableger genug Futter hat und ggf. zufüttern sowie Wasser bereitstellen, da er scheinbar noch keine große Zahl Flugbienen hat.
    Eine Mittelwand oder Leerwabe täglich mit Wasser besprühen oder in Wasser tauchen, damit Sie trinken können.


    Zudem solltest du, mal prüfen, wie viele Bienen denn auf den "4 oder 5 Waben" sitzen. Wenn alle Flugbienen zurück zum Spendervolk sind und nicht all zu viele Jungbienen mit reingegeben wurden, könnte das Volk schwach sein.


    Halt auf jeden Fall das Flugloch sehr Klein sonst gibts vielleicht Räuber.


    Hatte auch gerade trotz Tracht und großen (diesmal 5 Waben Ableger) mit Mini-Flugloch (1x1 biene) wieder Probleme.

  • Hallo Anni,
    Danke für deine Antwort.
    Der Imker hat nicht behandelt und es gibt noch keine gedeckelte Brut. Die Larven sind ganz frisch und klein.


    Ja, ich hatte Bienen, ich meine bis 2006, und würde mich auch nicht rühmen die Sache wirklich im Griff gehabt zu haben; ich habe mich recht und schlecht durchgeschlagen bis zu dem Frühling als das letzte Volk das mir geblieben war den Winter nicht überlebt hatte.


    Die Situation ist jetzt neu für mich: ich hatte seinerzeits "fertige" Völker gekauft und habe jetzt mit einem "vom Imker produzierten" Jungvolk zu tun und wusste eigentlich nicht so recht was ich genau bekommen würde.
    Du schreibst, ich solle weiter hier fragen. Ich muss gestehen, dass ich mich das schon fast nicht mehr traue da ich sichtlich damit nerve. Bestimmt sind die Leute zu Recht genervt, aber leider hilft das mir nicht weiter.


    Deine Antwort hat mich ein Stück weiter gebracht.
    Ich wollte ein Bild anhängen, aber das scheint hier nicht vorgesehen zu sein.


    MfG
    Aloha

  • Hallo Patrick,
    besten Dank für deinen Beitrag der mich weiter bringt.
    Um eine Leerwabe jeden Tag mit Wasser zu besprühen muss ich die Beute dann ja aber jeden Tag öffnen. Ich hatte vor eine Bienentränke zu basteln, da die nächste Wasserquelle ziemlich weit entfernt ist.
    Deine anderen ratschläge werde ich auch beherzigen.
    Mit freundlichen Grüssen
    Aloha

  • … warum meinst Du wurde die Zarge bei der geringen Bienenmasse komplett mit Mittelwänden ausgefüllt? Ausgereicht hätten vermutlich zunächst 4 oder 5 Rähmchen.


    Komplett mit Mittelwänden ausfüllen schadet nicht. Es nützt aber beim Transport, da sonst die Rähmchen abrutschen könnten.


    Gruß Ralph

  • Aloha, frag weiter.
    Es nervt nicht jeden und es wird sich immer eine gute und hilfreiche Antwort finden
    Bilder kannst Du direkt hochladen, wenn Du Spenderbiene wirst
    Ansonsten geht es über Verlinkung.


    Eine Bienentränke können nur die Flugbienen nutzen, insofern sie nicht direkt im Ableger steht.
    Als Erstes also:
    Futter kontrollieren und MS-behandeln.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • ...Eine Mittelwand oder Leerwabe täglich mit Wasser besprühen oder in Wasser tauchen, damit Sie trinken können...


    Das würde ich nicht machen, sondern das Völkchen in Ruhe lassen. Es regnet z.Zt. und die Bienen finden Wasser in ihrer unmittelbaren Umgebung.


    Gruß Ralph

  • Es nützt aber beim Transport, da sonst die Rähmchen abrutschen könnten.


    Gruß Ralph


    Ralph,
    Du sollst nicht vorsagen :p. Zusätzlich vielleicht praktisch beim erweitern des Brutnestes (man muss nicht extra ein Rähmchen mit zum Kasten nehmen). Könnte aber auch leicht zu der Annahme führen der Kasten ist voll, man muss nix tun oder?


    LG
    Andreas