Nachschwarm mit Weiselzelle umweiseln

  • Hallo
    trotz Suche nix gefunden, daher meine Frage.
    Wäre es möglich einem Nachschwarm mit unbegatteter Madame mittels einer Weiselzelle umzuweiseln??
    Wenn ja wie am besten?


    Vielen Dank für alle netten Antworten und



    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Und solch eine Frage von einem "Zuchtverbands"-Vorsitzenden ..... na herzlichen Glückwunsch.


    Natürlich ist es möglich, aber wenig sinnvoll. Wenn schon, dann würde ich versuchen, den Nachschwarm mit einer Brutwabe mit offener Brut zu "halten", und ihm gleichzeitig eine Weiselzelle anbieten. Die Annahme dürfte recht hoch sein.


    Dennoch: dies wäre weder professionell noch sinnvoll. Wenn einem die NS-Königin nicht gefällt, gehört sie abgedrückt und der Nachschwarm aufgelöst. Alles andere ist anfängerisches Tu-Werk.


    Gruß
    KME

  • Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.


    Sokrates


    Grüße
    Simon


    Der sich immer wieder wundert das es Mitmenschen gibt, die anscheinend immer genau wissen worum es geht und wo die Gründe für das jeweilige Handeln liegen.

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Dumoint ()

  • Hallo,


    den Einwand kann ich nicht nachvollziehen. Warum ein Auflösen da angebracht sein soll.
    Ein Schwarm ist bekanntlich ein kleines Kraftpaket und der beste Start, auch als Nachschwarm.
    Gerade die haben aber doch das Risiko des Begattungsfluges. Prinzessin kann also auch jederzeit ins Nirwana gehen.


    Aus welchem Grund auch immer. Eine schlupfreife Zelle wirft sie da nur ein wenig zeitlich zurück und erhält den Volkskeimling.


    Den Schwarm auflösen empfinde ich persönlich als Vergeudung.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich stimme für Auflösen. Probleme hat man so schon mehr als genug und ein Problem zieht ein weiteres und noch ein weiteres hinter sich her. So kann man sich auch beschäftigen und Material binden = Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Die Bienen kommen ja nicht um, sondern in die anderen Völker.


    Getreu dem Motto: ist es ein Volk mit Königin, wird es mit einem Honigraum erweitert. Ist in der Beute kein Volk, wird es zum Honigraum.

  • Ich seh im Großbetrieb die Argumentation.
    Da wären aber wieder zwei unterschiedliche Situationen: der "kleine Hobbyimker" mit ganz anderen Zielen, Wünschen und Blickwinkeln sowie Zeitresourcen und ohne Anspruch auf wirtschaftlichen Strich unter der Sache...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Unabhängig vom vermeintlichen Sinn oder Unsinn des gewünschten Vorhaben. Wie wäre das beste Vorgehen?


    Grüße
    Simon

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    Georg Bernhard Shaw

  • simon : Auflösen.


    Marion : Schwächlinge und Problemfälle am Stand sind potentielle Krankheitsherde. Schon der Heideimker Lehzen schrieb: nur starke Völker halten. Und dazu das passende afrikanische Sprichwort: Steckst Du eine kranke Kuh in einer Herde gesunder Kühe, dann wird nicht die kranke Kuh gesund sondern die gesamte Herde krank. Bei Bienen gilt das umso mehr, da sie gnadenlos alles Schwächere plattmachen und ausrauben.

  • Unabhängig vom vermeintlichen Sinn oder Unsinn des gewünschten Vorhaben. Wie wäre das beste Vorgehen?


    Grüße
    Simon


    Das schlimmste ist doch, das man einem Tierarzt der seit 2009 Bienen hält die Vorgehensweise erklären soll.
     
    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Mensch seid ihr stur. Wieso muss ich mich den hier unbedingt erklären??


    @Josef : Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. Sokrates


    Und wie kommst du auf die Idee ich Imkere seit 2009 ??


    Es war eine einfache Frage, die mehrere mögliche Lösungsvarianten beinhaltete. Ist es da nicht legitim nach praktische Erfahrungen zu fragen, wenn einem das
    a: mal einfach so interresiert ( weil so konstruiert ist die Situation sicher nicht als das es nicht schon mal jemanden ähnlich erging) und
    b: gewisse Umstände einen dazu zwingen


    Bernd es ist noch nie die Rede vom Schwächling gewesen.


    Komisch was passiert wenn man einfach mal um Rat fragt.


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Es war eine einfache Frage, die mehrere mögliche Lösungsvarianten beinhaltete....


    Komisch was passiert wenn man einfach mal um Rat fragt.


    Naja, die Frage war etwas lieblos gestellt. Es fehlen ja alle Angaben zur Situation selbst. Wie soll man da einen gescheiten Rat geben?


    Wie ist es dazu gekommen? Warum überhaupt einen Nachschwarm umweiseln? Und so weiter.


    Wenn Du an einem kleinen Nachschwarm rumdokterst und den über einen undefinierten Zeitraum weisellos läßt, wird der in jedem Fall schwach enden. Weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich habe auch einen Haufen solcher Schwärme hochgepäppelt.


    Es geht Dir ja ums Umweiseln. Da stellt sich die allererste Frage: Warum überhaupt? Die jetzige Königin ist ja überhaupt nicht begattet, geschweige denn geprüft und kann sich als die Königin deines Lebens emtwickeln.


    Die zweite Frage, warum überhaupt jetzt? Nach dem Einfangen? Oder sitzt der schon länger in der Beute?


    Ich würde die einfach hochpäppeln und wenn die groß und stark sind, kannst Du die Waben in mehrere Ableger aufteilen und dann mit Zellen beweiseln.


    Wenn es unbedingt jetzt und nach dem Einfangen sein soll, dann läßt Du die Königin aus der Zelle erstmal schlüpfen, fängst die Nachschwarmkönigin raus, läßt den Nachschwarm ein drei Stunden weisellos und schmeißt die gerade geschlüpfte Königin dazu. Ansonsten kannst Du die Zelle auch mit einem Zellschützer versehen oder mit Alufolie umwickeln (Spitze frei) und dann zusammen mit dem Nachschwarm nach drei Stunden Weisellosigkeit in eine Beute oder Begattungskasten geben und bis zwei Tage nach dem errechneten Schlupf in den Keller stellen. Füttern, für Wasser sorgen, etc.


    Jedenfalls haben solche Aktionen die hohe Wahrscheinlichkeit einen Schwächling zu produzieren. Besser ist es, definierte Zustände herzustellen und zu halten.

  • Naja, die Frage war etwas lieblos gestellt. Es fehlen ja alle Angaben zur Situation selbst. Wie soll man da einen gescheiten Rat geben?


    Wie ist es dazu gekommen? Warum überhaupt einen Nachschwarm umweiseln? Und so weiter.
    .....


    Da gebe ich dir recht! Und das tut mir auch Leid, da der Sachverhalt aber durchaus komplex ist werde und will ich da jetzt nicht drauf eingehen.
    Aber ich denke er macht Sinn oder ich bin Betriebsblind. Wie auch immer. Ich will das bald auch gerne auflösen aber zur Zeit noch nicht da selbig knapp.


    Danke dir tausend mal für die praktischen Tipps.


    Werde sie einbauen ;-)


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw


  • Hallo Simon. Als kleine Entschuldigung für meinen Fred 9 mache ich dir hier einen Lösungsvorschlag. Königin aussieben und schlupfreife Weiselzelle dem Schwarm zugeben. Noch besser ist eine schon begattete KÖ zuzusetzen, denn dann entfällt das Risiko des Begattungsfluges.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.