Mittelwände gießen ... Wachs erwärmen

  • Ich habe mir auch so eine Friteuse wie Jonas besorgt.

    Bei mir gab es leider nur die doppelte Variante. Ist aber nicht schlecht, da habe ich eine Reserve.

    Das Restwachs ist innerhalb von ca. 5-10 Minuten auf Temperatur und dann kann es losgehen.

    Alles ohne Wasser. Die Heizstäbe kann man einfach entnehmen und dann bleibt ein GN Behälter übrig.

    Den kann man auch einfach entnehmen.

    Mein gereinigtes Wachs gieße ich immer in kleine Muffinsilikonformen (110g).

    Diese kann ich dann beim Gießen problemlos und schnell mit einschmelzen.

  • Bei offenen Heizstäben erst langsam den Block erwärmen bis diese mit Wachs bedeckt sind. Dann auf ca. 85 Grad den Block ganz einschmelzen. Wenn fertig, den Rest einfach in der Fritteuse und aushärten lassen.

    Ich bevorzuge es, das Wachs in einem separaten Topf zu erwärmen und dann flüssig in die Fritteuse zu geben.
    Restliches Wachs wird immer ausgegossen und darf im Eimer aushärten.

    Das Erwärmen von festgewordenem Wachs in Topf oder Fritteuse birgt immer die Gefahr des Siedeverzugs!
    Ich schmelze beim Gießen auch immer parallel Wachs in einem Topf und fülle dann ab und zu die Fritteuse wieder auf. So bleibt dort die Temperatur konstant und man kann kontinuierlich MW gießen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Da habe ich keine Bedenken, wenn nur noch wenig Wachs drin ist.

    Ich schalte die Heizung mit dem Drehregler immer für 2-3 Sekunden an und wieder aus. Da kommt relativ schnell das flüssige Wachs am Rand gelaufen.

    Der Wachsblock ist ja beim Erstarren geschrumpft und es gibt rund um den Wachsblock eine Lücke.

    Wenn es dann erstmal flüssig ist besteht keine Gefahr mehr. Wir reden ja hier von 80 - 90 °C und der Fühler sitzt direkt neben der Heizspirale.

    Unbeaufsichtigt würde ich das Ding sowiso nie betreiben!

    Wenn ich mal Pause mache, wird das Ding ausgeschaltet. Das bleibt solange flüssig und beim Einschalten ist die Solltemperatur ruckzuck wieder erreicht.

  • Moin!

    Ich tue mich echt noch schwer, mir das richtige Gerät rauszusuchen.

    Die derzeit farvorisierte Variante ist eine Induktionsplatte, auf der wir einen großen Topf mit Wasser auf 80°C erwärmen wollen, in dem ein Topf mit dem Wachs steht.

    Wäre nicht meine erste Variante, aber das segnet meine bessere Hälfte wenigstens ab;-)

    Reichen 80°C aus, um das Wachs gut flüssig zu halten? Es wird ja immer von 85°C geredet. Wenn ich richtig gelesen habe, sind die günstigen Induktionsplatten meist auf gerade 10er oder 20iger Schritte bzw. auf Watt ausgelegt. 80°C taucht da aber meist auf.

    Habt ihr ansonsten mal ein paar Typen aus dem Netz, egal ob Fritteuse (meine erste Wahl) oder Weck-Topf? Ich finde da nichts, was mir auf anhieb zusagt, und bräuchte mal Unterstützung für die Entscheidung...

    Habe gerade schönes Wachs 2x durch den Trichter geschmolzen. Beim zweiten Mal in einen Eimer mit heißem Wasser und Geschirrhandtuch über dem Eimer. Herrlich 3,5-4kg Wachs rausbekommen!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich benutze eine simple Kochplatte und einen großen Topf, der auf dem Induktionsherd nicht mehr wollte. Da kippe ich das geklärt Wachs rein und warte bis es geschmolzen ist. Dauert länger, wenn die Herdplatte nicht an ist :-). Der Topf sieht irgendwann aus wie nach einem Wachskrieg, aber den koche ich am Ende der Gießerei mit Wasser auf und sammle die Wachsschicht wieder ab. Nervig wird es nur, wenn nach einem Gießabend immer mehr Wasser zu dem Wachs kommt ... da spritzt es mitunter unangenehm.

  • Ich benutzte dieses Jahr erstmal eine günstige Induktionskochplatte und einen Edelstahltopf. Das Wachs gebe ich ohne Wasser direkt in den Topf. Dadurch, daß die Kochplatte eine Temperatureinstellung hat, wird das Wachs immer um die 80 Grad gehalten.


    Ich bin davon begeistert! Im Raum (bei mir meist der Keller) wird kaum Feuchtigkeit freigesetzt (wie beim erhitzen im Wasserbad) und bleibt daher deutlich trockener. Außerdem geht das Ganze wesentlich schneller, da das Wachs direkt erwärmt wird.


    Allerdings muß man schon ständig aufpassen, schließlich könnte ja auch die Elektronik ausfallen und damit auch der Temperatursensor. Wenn's dann mal anfängt zu kochen....

  • Moin!

    Danke für eure ganzen Kommentare und Denkanstöße.

    Ich hab mir jetzt erst einmal ein günstige Indiktionskochplatte zugelegt, zum einen wegen dem Preis, zum anderen erhofft sich meine bessere Hälfte, diese auch mal nutzen zu können (z.B. Glühwein warmhalten, etc.)

    Ob das jemals so zum Einsatz kommt, steht woanders;-)

    Aber zumindest konnte ich am Wochenende mal die Platte und die Form soweit testen und muss sagen, dass ich ganz begeistert bin.

    Ich hab jetzt erst einmal ca. 1,5-2l Wasser unten mit reingemacht und darauf mein Wachs.

    War sehr erstaunt, wie viel Schlonz in dem Wachs immer noch drin ist, obwohl ich das Wachs beim zweiten Mal einschmelzen (Trichter und Dampferzeuger) durch ein Geschirrtuch hab laufen lassen.

    Ein paar wenige Einstellungen (Dicke MW, Temperatur Wachs ca. 80°C, Schlonz weglassen, Giessmenge, Abkühlzeit, Ort -> kühler Keller etc.) und schon waren die ersten Wachsplatten gegossen. Nicht perfekt, aber ein Anfang.

    Das erkaltete Wachs hab ich übrigens am nächsten Tag aus dem Topf herausgenommen und konnte noch einiges an Dreck unten Abkratzen.

    Als nächsten folgt das Feintuning.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Das erkaltete Wachs hab ich übrigens am nächsten Tag aus dem Topf herausgenommen und konnte noch einiges an Dreck unten Abkratzen.

    Wer hat, nehme dafür einen Kärcher. Habe gerade mein Entdecklungswachsblock damit blitzblank gemacht!

    Beste Grüsse

    Horst

    Jedes Ding hat drei Seiten: Eine die ich sehe, eine die du siehst, und eine die wir beide nicht sehen.....