Mittelwände gießen ... Wachs erwärmen

  • Hi,
    ich habe jetzt seit ein paar Jahren eine wassergekühlte MW-Gussform rum stehen und nun wollte ich mal loslegen.
    Soweit so gut - jetzt wollte ich aber den Wachs schmelzen und das ist ziemlich aufwendigt. Ich habe das gestern erst mal
    auf einer normalen Herdplatte gemacht (die ist mir heute verschieden) und heute im Wasserbad auf der Gasflamme.
    Das ist aber beides ziemlich unpraktikabel. Wie macht ihr das? Welche Tools zum Wachs einschmelzen nehmt ihr?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Moin


    Ich mache es nach männerart: GEFÄHRLICH - direkt auf einem Gasherd.
    Danach trage ich den Topf in die Werkstatt, auf einen Camping-Gaskocher zum warm halten.
    Der Campingkocher wird nur ab und zu angemacht damit das Wachs nicht zu kalt wird.
    Temperatur Gedöns mache ich nicht. Alles nach Gefühl


    Gruss Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Olli,
    Ich nutz zum Wachs schmelzen und warmhalten eine elekt. Herdplatte mit einem Feld.
    http://www.yatego.com/megaprom…gkocher-herdplatte-kocher


    Die ist fein genug zu dosieren um die richtige Temperatur zu halten. Ich werfe immer wieder feste Wachsbrocken in den Topf zum schmelzen, so hat das Flüssige Wachs immer die richtige Temperatur.


    Grüße
    THomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.


  • Welche Tools zum Wachs einschmelzen nehmt ihr?
    Olli


    … mein Tipp:
    besorge Dir eine gebrauchte Fritteuse auf dem Wertstoffhof oder kaufe Dir 'ne neue > ab 28 Euro aufwärts. Sollte mind. 2.5 l fassen können.
    Wir arbeiten seit 10 Jahren damit und die Dinger laufen immer noch. Billiger und einfacher wird es nicht gehen.
    Dem 'Umweg' über das Wasserbad halte ich für einen echten Umweg.


    Siehe Bilder auf www.bienenhilfe.de


    jonas

  • Schon mal was von Siedeverzug gehört?
    Remstalimker


    ...ja, dieser Fachbegriff ist mir bekannt.
    Doch Deine Bemerkung klingt wie, als wenn das Erwärmen von Wachs in einer Fritteuse hochgefährlich wäre.
    Ich habe nicht geschrieben, dass man die Fritteuse VOLL aufdrehen soll. Bei einer überprüften (!) Temperatureinstellung - die jeder selbst mittels eines Backthermometer einstellen kann - tritt dieser Effekt NICHT ein.
    Oder ganz praktisch ausgedrückt, wir haben diesen Effekt - mit unserer Temperatureinstellung - in den letzten 10 Jahren noch nicht feststellen können. Die Auftau- und Aufwärmphase sollte langsam sein.


    Jonas

  • Hallo,


    seit 2 Winter benutze ich eine Friteuse zum schmelzen von dem Wachs mit dem ich meine Mittelwände gieße. Ich habe sie neu gekauft bei einem Diskounter. Die Temperatur lässt ganz prima einstellen. Der Drehregler hat viele Punkte und ab 130°C bis 180°C sind mehrere Temperaturen markiert. ABER es lässt sich ganz einfach der Punkt für 80°C finden und das ist die Temperatur die ich anstrebe um das Wachs in die Form zu gießen. Die Friteuse hält die eingestellte Temperatur recht gut.
    Noch habe ich so viel Wasser dabei, dass die Heizspiralen damit dedeckt sind und nur darüber das Wachs steht; unter die Heizung komme ich eh nicht mit dem Suppenlöffel. Ich glaube ich bleibe dabei mit Wasser zu arbeiten. Zumal mein Wachs aus der Gießform in eine Wanne mit Wasser läuft von wo ich es wieder in die Friteuse gebe. Wenn ich fertig bin mit dem Gießen, kippe ich das Wachs mit dem Wasser aus der Friteuse einfach in eine Silikon-Backform wo das Wachs über der Wasserschicht erkalten kann.
    Ich fühle mich damit so sicher, dass ich es auch hier weiter geben kann.


    Brummerchen

  • Hallo,
    ich hab für 30 euronen eine Induktionsplatte beim EDEKANER meines Vertrauens günstig erworben.
    Großen Topf mit (wichtig) magnetisierbarem Boden drauf und los gehts.
    Das Gerät besitzt eine Temperaturerkennung im Kochbereich und für meine Zwecke ideal.
    Vorher ist mir bei zu grob arbeitenden Thermostaten regelmäßig das heiße Wachs um die Ohren geflogen.
    Ganz wichtig:
    Deckel nicht schließen
    Das war nicht wirklich lustig.
    Vor allem läßt sich die flüssige Mittelwand so schlecht vom Strukturputz lösen.
    Meine Mittelwandform ist wassergekühlt und das Wachs fülle ich mit ca 70°C ein.
    Nach einhelliger Meinung meiner Völker beim letzten Stuhlkreis top gegossen
    mit idealem Zellenmaß


    Gruß
    aus OWL
    Claus

  • Danke für eure Erfahrungen ... da ist sicher was für mich dabei :)

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo Leute!

    Ich hänge mich hier mal ran, da ich mir gerade genau diese Frage stelle:

    Wie erwärme ich das Wachs, bevor ich meine MW gieße?

    Wenn ich das hier im Forum alles mal zusammen nehme, gibt es 3 Möglichkeiten:

    - Fritteuse

    - Wecktopf mit eingehängtem Topf

    - Kochplatte z.B. eine einzelne Induktionsplatte und Kochtopf

    Wichtig schein hierbei die einstellbare Temperatur von ca. 80°C zu sein, damit das Wachs stets flüssig ist, aber nicht kocht, mit den genannten Möglichkeiten üblicherweise machbar.


    Am einfachsten und ggf. günstigsten erscheint mir die Induktionsplatte, die man für 30-40€ schon beziehen kann. Wachs direkt in den Topf mit einer guten Schicht Wasser drunter erscheint ebenfalls einfach und gut praktikabel


    Der Wecktopf ist preislich schon eine andere Hausnummer, Kostenpunkt ca. 100€.

    Hier müßte ich mich entscheiden, ob ich den versauen will und ihn ebenfalls direkt mit Wasser und Wachs befülle oder das Wachs in einem eingehängten Topf erwärme, was wahrscheinlich deutlich länger dauert (es sei denn ich erwärme das Wachs vorher auf einer Kochplatte und halte das Wachs mit dem Wecktopf nur noch warm).


    Die Fritteuse kann ich noch nicht so richtig einordnen. Kostentechnisch scheint sie mir von bis zu gehen (35-100€?). Taugt eine Fritteuse in 3l für 35€ überhaupt was? Oder sollte man dann besser gleich eine größere nehmen, 5l oder 10l? Ich habe eher kleinere Mengen, so 5-10kg pro Jahr an Wachs, allerdings ja stetig steigend;-)

    Wie muss ich mir das Arbeiten damit vorstellen? Wasser bis über die Heizstäbe und dann das Wachs da rein? Ist die Fritteuse nicht auch schnell versaut (nicht dass ich hinterher damit noch Pommes machen möchte;-)


    Danke schon mal für eure Antworten und Anregungen!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo,


    Ich gebe meinen "Wachskuchen" aus dem ich Mittelwände gießen will in den Dampfwachsschmelzer und heize mit 13 kw ein. Mein Wachs wird verflüssigt und bei Bedarf auch nochmal gereinigt (Strumpfhose, Filterflies etc.) Das flüssige Wachs läuft in einen Wachseimer. Diesen stelle ich in einen temperaturgeregelten Einkochtopf und gieße Mittelwände.


    Viele Grüße

    14301

  • Egal was du nimmst, versaut ist eh alles.

    Ich nehme einen Wecktopf mit Edelstahleimer im Wasserbad.

    Den Eimer bekomme ich besser gereinigt als den Wecktopf, was natürlich fürs klären wichtig ist. Im dreckigen Topf wird das Wachs nicht sauber.

    Eine kleine Friteuse mit 3-5l Fassungsvermögen wäre mir zu klein, besonders wenn du auch noch Wasser drin hast. Da sollten es fürs Umschmelzen schon eher 10l sein. Du hast ja schön gemerkt, dass es tendenziell eher mehr Wachs wird.


    Fürs MW gießen wäre mir wichtig, möglichst kein/wenig Wasser im Wachs zu haben. Das Wasser braucht doch einen Moment um sich abzusetzen. Ansonsten gibt es netzartige Mittelwände. Ist nicht tragisch, aber da muss man filigran mit arbeiten beim einläuten.


    Insgesamt finde ich daher den Einkochautomaten universeller einsetzbar. Einschmelzen, klären und verflüssigen zum schmelzen...klappt alles. Nur kein Glühwein mehr...gibt's auch für ca. 70€.

    Da passt auch mal ein 40kg Hobbock mit Entedeckelungswachs reun.

    Ich bevorzugte mittlerweile einen ohne Auslasshahn - der wurde bei mir mit der Zeit undicht.

  • - Fritteuse

    ...genau, ...empfehle ich schon seit über 15 Jahren.


    Die Fritteuse kann ich noch nicht so richtig einordnen. Kostentechnisch scheint sie mir von bis zu gehen (35-100€?). Taugt eine Fritteuse in 3l für 35€ überhaupt was? Oder sollte man dann besser gleich eine größere nehmen, 5l oder 10l? Ich habe eher kleinere Mengen, so 5-10kg pro Jahr an Wachs, allerdings ja stetig steigend;-)

    Wie muss ich mir das Arbeiten damit vorstellen? Wasser bis über die Heizstäbe und dann das Wachs da rein? Ist die Fritteuse nicht auch schnell versaut

    ...eine 10 liter Fritteuse kostet etwa (in Netz) ab 45 Euro = kaufen, da machst Du keinen Fehler.

    Kleinere empfehle ich nicht.


    Bei offenen Heizstäben erst langsam den Block erwärmen bis diese mit Wachs bedeckt sind. Dann auf ca. 85 Grad den Block ganz einschmelzen. Wenn fertig, den Rest einfach in der Fritteuse und aushärten lassen.

    Von Wasserzusatz würde ich abraten. Selbstverständlich ist die Fritteuse dann 'versaut'. Bild anbei von einer 'versauten' Fritteuse.


    Der Vorteil einer 10L Fritteuse liegt darin, dass Du auch ungereinigtes Altwachs mit Wasser aufkochen kannst und dann die Brühe in einen Eimer erkalten läßt. Zuvor wird das Ganze durch einen Damenstrumpf gegossen = sehr sauberes Wachs.


    Alternativ dazu - wenn Du von Elektrik eine Ahnung hast - hol' Dir eine aus dem Wertstoffhof und baue sie Dir um.


    Jonas