Bienen aus Russland

  • Hallo


    Weis nicht so recht wie ich es ausdrücken soll.
    Also ich kenne einen Russischen Imker, vom europäischen Teil Russlands,es ist der Opa meiner Frau.
    Ab und an redet sie über Skype mit ihm und Sie hat gesagt das ich nun auch Bienen habe.
    Dann musste Sie mich dazu holen und mit Hilfe der Frau haben wir uns unterhalten.
    Ich fragte ihm was er für Bienen hat und wie es mit Varroa bei ihm aussieht.
    Rasseangaben konnte er leider nicht machen, aber er meinte ist eine Mischung aus der Kaukasischen und der Primorski Biene.
    Halt so ne Art Regionalbiene oder wie auch immer.
    Vorroaprobleme hätte er nicht und scheint auch nicht zu behandeln.
    Seine Bienen seien ebenfalls recht Sanftmüdig.
    Er fragte mich ob ich Interesse an 2 oder 3 Königinnen hätte.
    Nun bin ich am überlegen ob ich Sein Angebot annehmen soll. Verlockend klingt es ja schon.


    Was denken die erfahrenen Imker hier in diesem Kreis?


    Ich hoffe Ihr bekommt das jetzt nicht in den falschen Hals und fallt über mich her wie ein Schwarm wildgewordener Bienen.


    Gruß


    Bienenschreck

  • Sowas schlägt man einem alten Mann nicht ab, es wäre für ihn bestimmt absolut unhöflich das Angebot abzuschalgen. Finde ich insgesamt aus sehr interessant, mal solche Bienen auszuprobieren. Andere importieren Königinnen aus den USA. Könnte wenn man es offiziell macht, vielleicht zolltechnisch Probleme geben wegen Import von Tieren aus einem nicht EU Land. Letztlich sind es Zuchttiere und keine wildlebenden. Über die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen sich bestimmt andere aus. Reine Carnica und Buckfastzüchtern macht man damit bestimmt keine Freude, die melden sich sicher auch noch zu Wort. Bienen sind an die örtlichen Bedingungen angepasst, große Honigernten wird man damit vielleicht nicht einfahren. Aber schon wenn Sie dem alten Mann eine Freude machen wollen, würde ich zusehen einen Weg zu finden.

  • Über die sammelleistung haben wir uns nicht unterhalten.
    Aber er ist wanderimker und hat 90 Völker.
    Gehe mal davon aus das Sie schon was eintragen.


    Zollrechtlich muss man sich erkundigen.
    Oder hat hier jemand Erfahrungen mit sowas?

  • Das mag bei ihm zu Hause der Fall sein, wie ich schrieb sind Bienen an die örtlichen Bedingungen angepasst. Die russischen Bienen fangen evtl. später an zu brüten und sind zur Zeit der Rapsernte noch nicht starkt genug oder viele andere Faktoren spielen eine Rolle. Ich habe mir letztes Jahr eine RZ Weisel aus Oesterreich schicken lassen, der Honigertrag liegt bisher im unteren Drittel meiner Völker. Interessant werden dann sicher die Töchter und deren Töchter die sich mit lokalen Drohen paaren. Dazu gibt es hier im Forum bestimmt noch richtige Experten, was Königinnenzucht angeht, bin ich eher Laie. Es melden sich mit Sicherheit auch noch absolute Kritiker hier zu Wort, mal abwarten.

  • Hallo,
    das wird aus Russland nicht gehen.


    Zitat:"Die Einfuhr von für die Forschung bestimmten Bienen (...) ist amtlich anerkannten Institutionen gestattet. Ein tierärztliches Zertifikat ist erforderlich".
    Und: "Bienen enthaltende Postsendungen müssen einer tierärztlichen Kontrolle unterzogen werden (...)".


    Quelle: http://www.dhl.de/content/dam/…vorschriften-aug-2012.pdf, Seite 347


    Sie müssten sich also mit einer wissenschaftlichen Einrichtung, Bieneninstitut oder Universität zusammentun, um an die russischen Königinnen des Großvaters zu gelangen, und das dürfte wohl schwierig werden.


    Viele Grüße, Bienen-Freund

  • Hallo,


    ich kenne Leute die sich die Bienen geholt haben, ja mit dem Auto! Sie entsprechen definitiv nicht dem was wir in DE gewohnt sind. Varroatolerant sind sie auch nicht. Vielleicht zu Haise aber nicht bei uns. Freu dich lieber über deine Bienen die du jetzt hast.


    Gruß
    Reiner



    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Bienenschreck,


    wenig Varroa muss nicht unbedingt genetisch bedingt sein. Das kann erheblich vom Standort und ev. vorhandenen Nachbar-Imkern abhängen.


    Mein Pate betreut sowohl in Ungarn als auch in der Schweiz Standorte, bei dem er kaum Varroa-Probleme hat. Die standbegatteten Königinnen sind seit vielen Jahren regional angepasst und stammen nicht von besonders Varroa toleranten Müttern. Die Standorte haben kaum Einfluss durch Reinvasion von anderen Imkern. Sowohl bei der Sommer- als auch bei der Winter-Behandlung fallen kaum Milben. Dennoch behandelt er konsequent, damit der Status erhalten bleibt.


    Ein Verzicht auf Varroa-Behandlung kommt für ihn nicht in Frage, denn bereits 1 Milbe zuviel kann diesen Status sehr schnell ändern.


    Unabhängig von Import-Vorschriften zeichnen sich sowohl die Caucasica und als auch die russisch gezüchtete Carpatica durch erhöhte Propolisierung aus. Deshalb kann eine Einkreuzung durchaus Vorteile bringen.


    Viel Glück wünscht


    Petra

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  • Russiche Bienen würde ich nicht nehmen. Die überfallen sicher andere Völker, verteilen Russische Pässe und wer sie nicht annimmt muss in 3 Tagen auswanderen! :eek:

  • Das mag bei ihm zu Hause der Fall sein, wie ich schrieb sind Bienen an die örtlichen Bedingungen angepasst. .....


    Nein, so etwas gibt es weder in Deutschland noch in einem anderen Land, in welchem intensive Bienenzucht betrieben wird.


    Abgesehen davon würde ich nicht empfehlen, ungeprüfte Herkünfte aus Russland zu importieren. Insbesondere die mangelnde Sanftmut lässt sehr zu wünschen übrig.
    Allerdings wäre es schon interessant, was passiert, wen jemnad sich die Königinnen einfach per Post zusenden lässt. Ohne jegliche Papiere. Werden diese Königinnen von irgend einer Behörde gestoppt? Vermutlich nicht. Die haben wahrlich Wichtigeres zu tun.
    Gruß
    KME

  • Russiche Bienen würde ich nicht nehmen. Die überfallen sicher andere Völker, verteilen Russische Pässe und wer sie nicht annimmt muss in 3 Tagen auswanderen! :eek:


    Gefährlich ist es schon, Putin betrachtet alles als russisches Hoheitsgebiet, wo nen Russe wohnt. :confused:


    Ich hab die Sache ja auch gleich skeptisch gesehen, wegen Stecherei etc., kann ich mir nicht leisten, da die Bienen in einer Gartenanlage stehen.
    Primorski neigt ja wohl mehr dazu. Und was "recht Sanftmütig" bedeutet, kann man auch schlecht sagen.
    Müsste man Live erleben, vielleicht bin ich mal mal in der Lage dazu.
    Caucasia soll ja wiederum Sanftmütig sein.


    Ähmm, stimmt es das die Caucasia einen längeren Rüssel hat?


    Mit der Post würde es eh nicht gehen. Die sind da nicht so fix und wenn dann Königinnen 5 oder 6 Tage unterwegs sind, im besten Fall, wäre wohl nicht so optimal.


    Bin auf jeden Fall dankbar für euere bisherigen Meinungen und das ich nicht gleich verteufelt wurde. :wink:


    Gruß


    Bienenschreck


    Muss jetzt noch nen Magazin bauen, hab gestern abend noch einen Schwarm bekommen.:Biene: