Rapshonig als Winterfutter geeignet?

  • Hallo ihr Lieben,


    da ich im Moment aufgrund von beruflichen und privaten Terminen keine Zeit habe, belasse ich auf einem Volk einen Honigraum mit Rapshonig.
    Zwar werde ich im Juni versuchen die Zarge auszuschleudern, denke aber, dass das nicht gehen wird, da bereits bei meiner Entnahme bei den anderen Völkern vor 3 Wochen der Honig sehr schwer aus den Waben ging.


    Kann ich den Honig als Winterfutter behalten und den Bienis im Spätsommer aufsetzen? Oder soll ich den Raum einfach drauf lassen?


    Schon mal Danke und viele Grüße,
    Carsten

  • Rapshonig eigent sich nicht als Winterfutter, da er in den Waben dann bereits kritsllisiert ist und sich von den Bienen nur mithilfe von Wasser auflösen lässt.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Moin


    Rapshonig kann in der Wabe auskristallisieren und ist dann als Winterfutter ungeeignet.
    Ich habe letztes Jahr Raps geerntet, verflüssigt und wieder eingefüttert: das hat wunderbar funktioniert.
    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Anni


    Nach dem auflösen und wiedereinfüttern ist der Honig in den Waben nicht hart geworden.
    Das war mein Versuch letztes Jahr, mit 10 Jungvölkern.


    (Auflösen des Honigs meint hier: in Wasser, also den fertigen Honig wieder Rüsselgängig zu machen)


    Dies beantwortet natürlich nicht die Eingangsfrage vom Carsten.
    Meine Antwort auf die Eingangsfrage haben Anni und ich ja beantwortet: Achtung: kann fest werden und fest ist nicht als Winterfutter geeignet.


    Gruß
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Ich habe neulich bei einem Vortrag genau diese Frage etwas provokativ Herrn Dr. Liebig gestelt, weil er den Raps so sehr als Wohltat für Mensch und Tier propagiert hat. Er hat geantwortet, dass er umfangreiche Versuche zur Überwinterung auf Raps angestellt hat und zum Ergebnis kam, dass er sich sehr gut als Überwinterungsfutter eignet. Mich hat es sehr überrascht, aber wenn diese Untersuchungen wissenschaftlich einwandfrei durchgeführt wurden, kann ich da erstmal nix gegen sagen.
    Grüße,
    Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe