Varroa - wie sieht es aus?

  • Hallo,


    Ich wollte diesen Thread heute eh eröffnen, aber nun gab mir Henry in einem anderen Thread auch noch die Vorgabe:


    Zitat

    Mein Problem dieses Jahr ist allerdings wetter- und trachtunabhängig und heißt Varroa


    Bei mir genau das Gegenteil - bis jetzt jedenfalls enorm geringe Varroabelastung, verglichen mit den Vorjahren. Wie sieht es bei Euch aus?


    Gruß Steffen

  • Guten Abend Steffen,


    bei mir ebenfalls keine nennenswerte Varroabelastung. Anfang Mai Schwarmchaos, das ich durch vorheriges Schröpfen und Brechen nicht verhindern konnte. Königinnenableger scheiterten bei mir am Finden derselben. Jetzt habe ich sie gezeichnet! Auf den jetzt brutleeren Waben nur auf 2 von ca. 80 Waben in ca. 2-4 leeren Zellen Varroakot gefunden. Auf der Windel bei 1 Volk seit März zwei Varroen, auf einer Schwarmwindel auch eine Varroa, sonst nix. Allerdings schnitt ich Drohnenbrut (Baurahmen) - aber auch dort keine Varroen gesehen. Und ich habe jede Made einzeln angeschaut, weil ich lernen wollte und dann auf den Geschmack gekommen bin (nein, keine chinesische Küche; schmeckt aber trotzdem ausgezeichnet und wenn man sie püriert, können sie einen auch nicht mehr anschauen -> suche noch gleichgesinnte Rezepte, ist doch schade um das gute Eiweiß). Gruß - Gottfried

  • [quote='ribes','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=419441#post419441']schmeckt aber trotzdem ausgezeichnet und wenn man sie püriert, können sie einen auch nicht mehr anschauen -> suche noch gleichgesinnte Rezepte, ist doch schade um das gute Eiweiß)/QUOTE]


    ..rösten geht auch ..mit etwas Salz.
    Leider ist der Wassergehalt der Maden etwas hoch, sodaß es länger dauert wie z.B. bei Heuschrecken. Grinssss


    Jonas

  • Bei mir ist ein Volk DWV-krank, das hatte ich im Dezember trotz 2 Milben pro Tag nicht behandelt. Ich wollte sehen, ob die AGT-Abstammung hier einen Nutzen zeigt. Offensichtlich nicht hinreichend! Ich habe jetzt den Honigraum entfernt und unterziehe das Volk einer Schwammtuchbehandlung. Noch ist es stark, vielleicht kann ich es retten.
    Ein anderes Volk bescherte mir ein Erlebnis eigener Art: Erst ist es ganz normal geschwärmt, den Schwarm hatte ich eingefangen und er entwickelt sich gut, nichts auffälliges. Das Muttervolk behielt eine Weiselzelle. Eines Abends fand ich einen Nachschwarm an der Rückwand einer Beute klebend. Den logierte ich ein. Ich vermutete, dass ich wohl doch eine Zelle übersehen hätte. Vor kurzem kontrollierte ich den Nachschwarm, die ersten Stifte waren zu sehen, aber die Bienenmasse hatte deutlich abgenommen.
    Ich bin dann davon ausgegangen, dass nun auch das Muttervolk eine legende Königin haben müsste und kontrollierte es. Überraschung! Nur eine Handvoll Bienen, keine Königin! Deshalb der Gedanke: Der Nachschwarm war ein Varroa-Fluchtschwarm. Das würde auch den Bienenschwund im Nachschwarm erklären.
    Also: Sofort OS-Bedampfung des Nachschwarms. Ergebnis: Schon nach einem halben Tag hunderte Varroen auf der Unterlage.
    Ich sehe die Varroa-Situation als kritisch an.


    Gruß Ralph

  • Der Nachschwarm war ein Varroa-Fluchtschwarm.


    Gruß Ralph


    Sorry, ein Varroa Fluchtschwarm, so wie ich ihn kenne wäre: Die Bienen flüchten aus dem Stock! Sie nehmen die Kg. nicht mit!
    Die bleibt mit einem kleinen Hofstaat im Volk. Die Bienen schwirren umher. Versuchen sich zu sammeln. Lösen sich aber immer wieder auf.
    Sind auf die Farbe weiß fixiert. Gehen dann ins Nirwana oder betteln sich wo ein.


    Griass Simmerl

  • Hallo Ralph,

    Zitat

    den Honigraum entfernt und unterziehe das Volk einer Schwammtuchbehandlung. Noch ist es stark, vielleicht kann ich es retten.

    Genau das habe ich letztes Jahr bei einem Volk einer Jungimkerin auch noch versucht. Hat nicht geklappt. Mach die vollständige Brutentnahme !! Die Königin legt doch jetzt gut. Waben mit Stiften kannst du drin lassen. Es geht um die Brut, die kurz vor dem Verdeckeln ist oder bereits verdeckelt ist.


    LG Katrin

  • Genau das habe ich letztes Jahr bei einem Volk einer Jungimkerin auch noch versucht. Hat nicht geklappt. Mach die vollständige Brutentnahme !! Die Königin legt doch jetzt gut. Waben mit Stiften kannst du drin lassen. Es geht um die Brut, die kurz vor dem Verdeckeln ist oder bereits verdeckelt ist.


    Gut, das werde ich tun. Ergänzend werde ich eine OS-Bedampfung durchführen, um auch die Bienen von der Varroa zu erlösen.


    Gruß Ralph

  • Sorry, ein Varroa Fluchtschwarm, so wie ich ihn kenne wäre: Die Bienen flüchten aus dem Stock! Sie nehmen die Kg. nicht mit!


    Was ist das dann? Die Bienen ziehen mit der einzigen Königin aus und lassen ein kleines Häuflein ohne Königin zurück? Vielleicht bezieht sich deine Beobachtung auf eine legende Königin und bei einer unbegatteten Königin ist das vielleicht anders?:confused:

  • Was ist das dann? Die Bienen ziehen mit der einzigen Königin aus und lassen ein kleines Häuflein ohne Königin zurück? Vielleicht bezieht sich deine Beobachtung auf eine legende Königin und bei einer unbegatteten Königin ist das vielleicht anders?:confused:


    Servus Ralph,


    es kann doch gut sein, daß die Kg. vom Muttervolk nicht zurückkam.


    Typische Varroafluchtschwärme kenn ich nur im Spätsommer oder Frühherbst.


    So wie Du das beschreibst hat das nichts mit einem Fluchtschwarm zu tun.


    Griass Simmerl

  • 1. Dem Rat von der Müritz, die komplette Brut zu entnehmen, kann ich aus Erfahrung nur zustimmen. Habe schon mehrere Völker auf diese Weise erfolgreich saniert. Nachteil (der für mich aber nicht zählt): (Weiteren) Honigertrag von einem solchen Volk im laufenden Bienenjahr kann man vergessen.
    2. Ich schätze, dass das dicke Ende noch kommt. Jedenfalls bezogen auf meine Region, wo die Völker dieses Jahr hervorragende Wachstumsvoraussetzungen hatten. Die Brutnester sind riesig, wenn wir nicht ca. zehn Tage lang die Eisheiligen gehabt hätten, hätten wir auch nicht so viele Schwärme (jedenfalls diejenigen, die mit ASG imkern :wink: ). Wenn sie dann aber kleiner werden, wird sich der Befall erst richtig zeigen. (Ich bin keiner von den Läusezählern, die wissen das möglicherweise schon längst, ich schau mir nur die Drohnenbrut genauer an.)
    Gruß Steffen

  • Hallo Steffen,
    ich gehe mit dir mit.
    Frühzeitig auf Varroa achten = geflickte Zelldeckel, löchrige Zelldeckel, Viren wie Flügeldeformation, schwarze und zitternde Bienen, abspreizende Flügel usw. :u_idea_bulb02:
    Ich denke auch, dass dieses Jahr wieder eine Welle auf uns zukommt.
    LG Katrin

  • Hallo miteinander,


    letztes Jahr noch ließ ich die Drohnenbrut in den Völkern, da ich bei Stichproben keine Milben fand.


    Dieses Jahr ist alles anders. In der Drohnenbrut fand ich teilweise erschreckend viele Milben.
    Seit ich nun ausschneide ging der Befall zurück.


    Diese Beobachtung wurde auch von bekannten Nebenerwerbsimkern bestätigt.


    Also, ich werd dieses Jahr ein Auge auf die Milben haben.


    MfG André

  • Hallo,


    ich hatte jetzt 3 Tage die Windel eingelegt. Bei beiden Völkern sind 2 Milben gefallen. Die Milben sind aber definitv zu Gange. Drohen mit kaputten Flügeln, Bienen mit abgespreitzten Flügel habe ich vereinzelt gesehen.


    Nch geht es ab.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hallo Leute,


    ich hatte ebenfalls die letzten 3 Tage die Windeln unter den 9 Völkern. Nur eine einzige Varoa gesehen. Völker sind dagegen alle voller Bienen und Honig.


    Und ja, ich weiss wie die Dinger aussehen ;-) ........hatte letztes Jahr Gelegenheiten die zu zählen.
    Und nein, da sind so gut wie keine Ameisen.....


    Hoffentlich bleibt das so oder so ähnlich!


    Viele Grüße aus S.-H.
    Andreas