Honigschleudern unter Schutzgasatmospäre

  • Moin,
    Immer wieder zu Beginn der Schleudersaison kommt mir seit ein paar Jahren der Gedanke in den Kopf wie es wäre den Honig unter einer wie auch immer gearteten Schutzgasatmospäre zu schleudern.
    Bei Schleudern fliegt der Honig bekanntlich ja in kleinsten Tropfen an den Rand und hat so die Möglichkeit sich maximal mit Sauerstoff anzureichern, der dann Enzyme,Aromen und anderen Inhaltsstoffen oxydiert/schädigt/abbaut.
    Ich denke nicht vorhandener Sauerstoff könnte also einen positiven Einfluß auf die Honigqualität haben ( siehe auch den Thread über Presshonig, wo der intensive Geschmack des Presshonig beschrieben wird und dieser Effekt auf den geringen Kontakt des Honig mit Sauerstoff zurückgeführt wird).
    Als Schutzgas könnte ich mir Stickstoff vorstellen, da es im Gegensatz zu Argon wesentlich günstiger ist und sich nicht wie CO2 auf den pH-Wert auswirkt.
    Leider werde ich, solange mein Schleuderraum im Keller ist, die Sache nicht auspropieren, da ohne ausreichende Be/entlüftung mir die Erstickungsgefahr zu groß erscheint.
    Haben sich vielleicht auch schon andere Menschen im Forum Gedanken zu der Thematik gemacht ?
    Gruß Michael

  • Hallo Michael,


    Hab mir deinen Gedanken mal durch den Kopf gehen lassen. Die Idee mit Stickstoff wäre die kostengünstigste allerdings nur wenn du technischen Stickstoff verwendest. Für die Lebensmittelbegasung müsstest du (vermute ich) mind. reinen Stickstoff verwenden und somit geht der Preis nach oben. Ich befürchte das du eine große Menge dazu brauchst, da ja durch die Drehbewegung "Luft" aus der Schleuder gedrückt wird. Ist dir dieser Aufwand und der zusätzliche Kostenfaktor wirklich Wert? Du müsstest ja den Preis pro Glas auch dem Kunden umlegen, damit es sich wieder rechnet.



    Gruß Gregor

    Lerne zuhören - günstige Gelegenheiten klopfen manchmal sehr leise an deine Tür!