Schande über mich! Mir sind drei Völker verhungert!

  • Der beste Imker sitzt in der besten Tracht!

    Dann kann ich wirklich froh sein, daß ich so knappe und wetterschlechte Frühjahre noch nie erleben mußte. Daß mal ein EWK verhungert, weil es von Räubern besucht wird oder daß MiniPlusse darben, weil die nach der Linde trocken fallen, das hab ich erlebt. Und auch, daß Völker Anfang März plötzlich leicht sind, wie leere Beuten, ohne daß ich was bemerkt hätte ... alles gesehen.


    Vielleicht sollte ich ob der Tracht hier und der Wettermilde dankbarer sein ... und morgen mal den Futterstand vor der Robinie kontrollieren.


    (Mein Problem dieses Jahr ist allerdings wetter- und trachtunabhängig und heiß Varroa)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder


  • Hier ist noch naß-kaltes Schmuddelwetter (9°C, Regen, Wind) und wenn es morgen wirklich warm werden sollte, dann muß ich sofort zu den Bienen. Angst, dass Völker verhungert sein könnten, habe ich auch :-( ...aber auch vor vielen Schwärmen. Weiß überhaupt nicht mehr, wie es in den Völkern aussieht, seit mehr als 4 Wochen kein Bienenwetter ...


    Sorry, dafür habe ich kein Verständnis,wenn man wegen Schmuddel-Wetter nicht kontrolliert.


    Ehrlich gesagt ist mir das Wetter pupsegal....ich kontrolliere die Völker auch bei 9°C, Regen, Wind.
    Was soll da passieren, wenn man die Völker bei kühlen Temperaturen kurz durchsieht?


    Stellt Euch vor, Berufsimker würden nur bei Bienenflugwetter in die Beute schauen....unvorstellbar so wat.


    Wer regelmäßig durchschaut kann Verhungern und ungewolltes Schwärmen sehr gut verhindern.


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Stellt Euch vor, Berufsimker würden nur bei Bienenflugwetter in die Beute schauen....unvorstellbar so wat.


    Wer regelmäßig durchschaut kann Verhungern und ungewolltes Schwärmen sehr gut verhindern.


    Herzliche Grüße
    Regina


    Regina  :daumen::daumen::daumen:


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Sorry, dafür habe ich kein Verständnis, ... Wer regelmäßig durchschaut kann Verhungern ... sehr gut verhindern.

    Ich glaube das wissen wir und man muß nicht den Erdogan geben, wenn der andere schon leidet.:confused:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • :confused: (oberhessisch: Häää? )


    Gerold leidet "nur" unter Angst.


    Wenn er wenigstens geschrieben hätte, er hätte keine Zeit gehabt, oder er wäre krank oder sonstwie verhindert gewesen.
    Aber wegen Schmuddelwetter keine Völker kontrollieren?
    Gerade bei dem Mistwetter sollte man sich besonders um die Völker kümmern bzw. auf den Futtervorrat schauen..
    Schwärmerei ist da noch zweitrangig.


    Da geb ich nicht nur den Erdogan, da würde ich am liebsten geben die Rute auf den Popo.:wink:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hast ja recht Regina.


    Wär das einem meiner "Lehrlinge" passiert, hätt ich sie oder ihn zusammengeschi....


    Ich habs einfach versemmelt, vergeigt, verschludert.


    Ich war nicht zu faul, ich war einfach zu sicher, daß an diesem Stand nichts fehlen würde, weil eben dort noch nie was gefehlt hat.


    Das mag aber auch an meiner Arroganz liegen, daß ich mir da so sicher war.


    Egal, ich wünsch es keinem.


    Die Völker waren einfach unheimlich stark, alles Schlüpfte oder musste versorgt werden.


    Es ist eine Gratwanderung, Blütenhonig hab ich schon die letzten 5 Jahre keinen mehr.


    Dafür haben wir aber dann den guten Waldhonig, so wies aussieht, wirds Zement.


    Das wird dann wieder lustig!



    Eigentlich wollt ich mir das Jammern abgewöhnen aber z. Zeit blüht bei mir nur der zweigrifflige Weissdorn und der blüht dunkelpurpurrosa und daran hab ich keine Imp gesehen.


    Griass Simmerl

  • Lieber Simmerl,


    don´t panik. Gibts am Chiemsee denn keinen "Feldahorn" ? Der honigt grade richtig!
    Falls deinen Bienen dann doch eher langsam wirken ist einfüttren dann doch das Beste, sorry !
    Bsser einmal mehr als zu wenig. Da schließe ich mich meinen Vorschreibern ausnahmsweise mal an :Biene:



    ***Waldschrat***

    "Die Bienen lieben Dich - Sie wollen sich bei Dir vermehren" ....sprach der Imkerpate und der Schwarm zog aus

  • Hallo,


    als Anfänger betreue ich seit Anfang April ein Volk, lerne jeden Tag dazu und bin - von dem was ich erlebe und beobachte - immer wieder fasziniert. Das führt dazu, dass ich wohl aus Anfänger-Neugier u. Unsicherheit mehr kontrolliere, als es den Tierchen lieb sein dürfte. Umso mehr erstaunt war ich, wie schnell Futtervorräte verbraucht werden! Noch vor einer Woche schien die Welt in Ordnung zu sein und ich gab meiner Frau noch stolz wie Oskar eine kleine Kostprobe aus einem Futterkranz (schmeckte ihr aber nicht, war ihr im "Abgang zu bitter"). Am vergangen Freitag dann auch bei mir das böse Erwachen! Alles, aber auch wirklich alles war weggeputzt. Daraufhin habe ich sofort 10 Liter gegeben, die gestern Abend schon völlig weggeschafft waren. Wahnsinn, was die leisten!!
    Und nun sehe ich diese Berichte, sehe, dass ich nicht "allein auf der Welt" mit meinem Problem bin und kann mir gut vorstellen, was in Simmerl vorging. Wenn das schon einem Profi passiert, dann muss ich als Anfänger ja noch mehr auf der Hut sein. Hätte nie gedacht, dass das alles so rasend schnell geht, wenn man nicht aufpasst! Hoffentlich war ich nicht zu spät mit meiner Fütterung.

  • Hallo Simon,
    mein Tadel gilt Gerold und nicht Dir.
    Mein Mitgefühl hast Du.



    Ich war nicht zu faul, ich war einfach zu sicher, daß an diesem Stand nichts fehlen würde, weil eben dort noch nie was gefehlt hat.


    Das ist wahrscheinlich schon jedem passiert, dass man sich sicher ist und dann kommt´s anders als erwartet.
    Jedoch habe ich kein Verständnis wenn jemand sagt: "Ich hebe "bewusst" nicht den Beutendeckel, weil´s Wetter draußen ungemütlich ist."


    Aber jetzt zurück zu den Verhungerten. (falls Du es ertragen kannst )


    Was mich interessiert, es heißt doch immer, dass es Hungerschwärme gibt.
    Theoretisch müssten Dir die hungrigen Völker abgeschwärmt sein.
    Ich vermute jetzt mal, dass dem nicht so war, oder?


    Sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)


  • Was mich interessiert, es heißt doch immer, dass es Hungerschwärme gibt.
    Theoretisch müssten Dir die hungrigen Völker abgeschwärmt sein.
    Ich vermute jetzt mal, dass dem nicht so war, oder?


    Sonnige Grüße
    Regina


    Servus Regina,


    nein abgeschwärmt sind die natürlich nicht. Ich hab auch ehrlich gesagt noch nie einen Hungerschwarm gesehen.
    Varroaschwärme schon, das ist aber auch schon 15 oder 20 Jahre her.
    Warum es die nicht mehr gibt? Keine Ahnung! Wär vielleicht sogar ein Thema wert.


    Waldschrat: Bin vom Chiemsee doch 40 km weg.
    Wie gesagt bei mir ist Funkstille, bis der Wald kommt!
    Jedes Jahr so!


    Wir müssen hier Milch für China produzieren!
    Bin nur mal gespannt, wann die merken, daß sie die nicht vertragen.
    Aber trinken tuns sie, weil sie wachsen wollen.:confused:


    Bin wahrscheinlich zu dumm, um das zu kapieren.


    Herzliche Griass Simmerl

  • Ja das mit den Wiesen bei uns im Chiemgau / Berchtesgadener Land ist wirklich traurig. Sobald der Löwenzahn anfängt zu blühen, wird alles abgemäht und sofort mit einer dichen Schicht Gülle-Kunstdünger-Mix versehen. Ich bin froh, dass um mein Haus ein Gürtel von ca. 1 Hektar stehen bleibt und nur max. zwei mal im Jahr gemäht wird. Diese Wiese wird auch nicht mehr gedüngt, so dass schön langsam wieder normale Blumen und "Un"kräuter zum Vorschein kommen.


    Grüße aus dem Nachbarlandkreis
    Chris

  • Hallo



    Wir müssen hier Milch für China produzieren!
    Bin nur mal gespannt, wann die merken, daß sie die nicht vertragen.
    Aber trinken tuns sie, weil sie wachsen wollen.:confused:


    Bin wahrscheinlich zu dumm, um das zu kapieren.


    Es reicht doch wenn Deine Regierung schlau ist ...


    Zumindest macht die CDU doch schön Reklame mit:
    "Ich bin stolz, denn unsere Milch trinken auch die Holländer."


    .... kann doch nicht alles nach China gehen, denn schließlich wollen wir:
    "eine der führenden Exportnationen für Lebensmittel" sein ....


    So ist das mit "entfesselten Märkten" ....
    ... Private Gewinne auf kosten der Allgemeinheit, bei Banken wird das (offizell) angeprangert, sonst ist es gang und gebe.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Simmerl,


    ich kann mich Dir anschließen ;-)
    Die paar Tage, wo es Tracht gegeben hätte, nur Sauwetter. So Sauwetter, dass ich heuer in unseren Obstbäumen keine Biene gesehen habe.
    Löwenzahn kenn ich nur noch vom Hörensagen, wie auch, wenn er schon vorm Abblühen gemeuchelt wird.
    Mittlerweile betrachte ich es als Erfolg, dass noch alle leben :-( und war schon beim Futter kaufen...
    i hoff, dass "aller guten Dinge sind drei" stimmt und des nächstes Jahr besser wird.


    Grüße aus der grünen Wüste, Ulli