Varroa - eure Taktik für 2014

  • ... Kein Tropfen Honig, zwischen Mai und Juni vier mal nachgefüttert...6 kg unreife Linde/Klee .. enormen Milbenlast ... Katastrophenjahr :cry:..


    bei dir gibt es 100%tig kein einziges Maisfeld


    oder doch?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • und ich dachte immer AS wirke auch in die Brut :confused:


    oder darf man denen die das behaupten auch nicht mehr glauben?


    Wo haben die eigentlich den Beweis her, dass diese Aussage (heute noch) stimmt?


    AS 60 Schwammtuch von oben tötet nach meiner Beobachtung auch längst nicht alle Milben die im Moment nicht in der Brut sind...


    bei dir gibt es 100%tig kein einziges Maisfeld


    oder doch?


    Ich denke meine Völker stehen in den letzten Regionen in denen der Mais noch nicht überhand nimmt... Einige Wiesen mit massig Löwenzahn, die bis Mitte Juni nicht geschnitten werden.
    Aber durch den extrem frühen Blühbeginn haben die Temperaturen nicht gepasst. Die Völker, die einige Kilo Löwenzahn geflogen haben, haben spätestens in der darauffolgenden ewigen Trachtpause alles wieder verbrütet. Keine Erträge aus Obsblüte, Faulbaum, Ahorn usw... kein Wald, nur bisschen Linde die angesichts der Massenvermilbung zu spät kam.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • [quote='rooman','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=429216#post429216']bei Flugwetter viele befallene Flugbienen draußen ihrem Ende entgegensehen und/oder einfach dort ihre Milben fallen lassen?
    [QUOTE]


    Deshalb, lieber Freund. lasse Schwärmen. und füttere den Schwarm nur wenn keine Tracht. und das Wunder passiert.

  • Moin, moin,


    auch in die Brut heißt ja nicht, dass sie da alle erwischt. Welche, die oben auf der Made sitzen, sind sicher zugänglicher, als welche, die noch unten drunter im Futtersaft sitzen...


    Und ich sehe regelmäßig in den ersten Tagen einer Behandlung auf der Windel noch sehr kregele Milben einher gehen. So ab dem 5. Tag sind die dann tot oder moribund und wenn es viele in einem großen Brutnest waren, purzeln die auch länger als eine Woche noch deutlich erhöht nach...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • [quote='rooman','https://neu.imkerforum.de/forum/thread/?postID=429216#post429216']bei Flugwetter viele befallene Flugbienen draußen ihrem Ende entgegensehen und/oder einfach dort ihre Milben fallen lassen?
    [QUOTE]


    Deshalb, lieber Freund. lasse Schwärmen. und füttere den Schwarm nur wenn keine Tracht. und das Wunder passiert.


    Ebenfalls liebre Imkerfreund, das ist mir durchaus bewusst. :) Ich mache es aber trotzdem nicht, weil ich die Schwärme nicht fangen kann und dafür nicht die Verantwortung übernehmen kann und will. Diese werden bei mir mit Ausnutzung des natürlichen Vermehrungsdranges vorweg genommen.
    Und gefüttert wird bei mir nur bei Trachtlosigkeit. Auch Ableger bekommen nur ihre Startfutterwaben als Vorrat. Alles Andere dürfen sie selbst erledigen, soweit es die Natur zulässt. :)

  • hallo forum,


    hab mich heute hier angemeldet und sag somit erstmal höflich 'guten tag'!


    also, ich hab ein kleines 'problem': ich hab meine wirtschaftsvölker von vier zargen dm á 12 waben (herold) vor einer woche brutfrei gemacht und die bienenmasse mit neuen königinnen versehen auf jeweils zwei beuten verteilt und auf mittelwände eingeschlagen. eine hälfte wieder auf dm, die andere auf dadant. futter drauf, sie bauen alle schön, stifte, junge maden, alles disko. die alten brutwaben hab ich auf meine ableger verteilt, 5kg 3zu1 zuckerlösung drauf und als die durch war (nach zwei tagen) gestern as im liebigverdampfer draufgestellt. die stehen auf einem anderen stand, da war ich aber noch nicht. gestern hab ich auch die völker auf den mittelwänden alle mit milchsäure behandelt, jeweils drei sprühstöße je wabenseite für die völker auf dm, fünf für die auf dadant. vorher natürlich den schieber rein (ansonsten offener gitterboden).... und es fällt...nix. ein, zwei milben, sonst nur wachsschuppen und ein bißchen pollen.


    ich könnte jetzt 'hurra' schreien, aber ich trau dem braten nicht. vom varroazählen zur befallsdiagnose halte ich nicht besonders viel, weil die aussagekraft in meinen augen gleich null ist (außer, es fallen viele milben, dann isses eindeutig, aber wenn keine fallen, kann man sich eben nicht drauf verlassen, daß auch keine da sind). ich geh immer davon aus, es sind welche da und behandel auch immer entsprechend (stoßbehandlung as nach dem abschleudern/ im september as und im winter, wenn brutfrei os-verdampfer oder träufeln). kunstschwärme und schwärme hab ich früher mit perizin behandelt (danach einen tag hungern gelassen, dann mit futter auf mittelwände eingeschlagen), seit zehn jahren nehm ich wegen der rückstandsproblematik eben milchsäure 15%, bisher immer mit erfolg. wenn keine milben da wären, wär das ja ein erfolg, aber wie gesagt, ich trau der sache nicht.


    irgendwelche ideen, wie man sich gewissheit verschaffen könnte? schätze, in ein, zwei tagen ist die erste brut verdeckelt.


    vielen dank im voraus,
    beste grüße,
    ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo,
    Hab bei all meinen Völkern TBE gemacht nachdem ich des letzte Jahr seit langem wieder zu 100% überwintert habe.
    Vorsicht an alle die Glauben, dass AS zu 100% in die Brut wirkt.
    Mit dem Glauben habe ich auch schon gute Völker vernichtet.
    Warum soll denn die AS einen ganzen Brutzyklus drin bleiben?

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • das gibt auf jeden Fall eine relativ gute Gewissheit über den Befallsgrad


    Danke Teetrinker23,


    ich hatte schonmal davon gehört, mir da aber nicht viel drunter vorstellen können - es sieht zugegeben etwas abenteuerlich aus.


    Beste Grüße,
    Ralf


    OT: Diese Forum ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habe in der ersten halben Stunde gelernt, daß eine korrekte Groß- und Kleinschreibung wichtig ist, dafür kann man die Anrede ganz weglassen und statt einem Namen benutzt man einen Nickname. Ok. O_o

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • ...Varroa Befallskontolle mit Puderzucker - das gibt auf jeden Fall eine relativ gute Gewissheit über den Befallsgrad


    Dieser Ansicht bin ich absolut nicht.


    Es ist ein schön gemachtes Video. Leicht verständlich und man kann das Gesehene gut nachahmen. Ob das sinnvoll ist, muß jeder für sich selbst entscheiden. Allein das viele 'Werkzeug' sollte jeden Nachahmer zum Nachdenken anregen. Hier wurde die Puderzucker-Methode (PZM) auf einen Becher reduziert.
    Ich halte den Glauben an diese Art der Befallsdiagnose größer als der Wert selbst, wenn von einer (!) beliebigen, brutfreien Wabe abgestoßene Bienen zur Befallsmessung verwendet werden. Da hilft auch keine 'Schadschwellen-Tabelle'.


    An anderer Stelle habe ich ja schon geschieben, warum ich das für einen Blödsinn halte. Der Imker/in sollte dann lieber gleich nach der richtigen Puderzucker-Methode sein Volk behandeln. Allerdings mit mind. 200 g Puderzucker. Behandlung von oben auf die Rähmchen. Die Milben fallen auch runter und wenn Milben zählen werden sollen, so kann es bequem auf dem Bodenbrettchen geschehen.


    Was mir allerdings gut gefallen hat, sind die Bienen, welche sich das Abschütteln und das Zusammenpressen in den Becher sich gut gefallen lassen haben. Kein Stich. Keine Angriffe. Wurde da evt. zuvor mit Rauch die Bienen beruhigt? Ich vermute mal.


    Jonas

  • Ich denke meine Völker stehen in den letzten Regionen in denen der Mais noch nicht überhand nimmt...


    du hast also Mais oder hab ich das jetzt falsch verstanden?


    Einige Wiesen mit massig Löwenzahn, die bis Mitte Juni nicht geschnitten werden.


    OK ... Wiesen mit viel Löwenzahn.. das ist schön und gut für Bienen


    von diesen Wiesen ist aber nichts in letzter Zeit in Mais umgewandelt worden?


    oder doch?



    Aber durch den extrem frühen Blühbeginn haben die Temperaturen nicht gepasst. Die Völker, die einige Kilo Löwenzahn geflogen haben, haben spätestens in der darauffolgenden ewigen Trachtpause alles wieder verbrütet. Keine Erträge aus Obsblüte, Faulbaum, Ahorn usw... kein Wald, nur bisschen Linde die angesichts der Massenvermilbung zu spät kam.


    Massenvermilbung :confused:


    schau mal das hier an:


    http://www.ragt.de/uploads/med…eninformation_01-2014.pdf


    Seite 4


    und dann diese Diskussion:


    http://www.landwirt.com/Forum/…it-Drahtwurm-im-Mais.html


    so und jetzt sage mir, ob du dir ganz sicher bist, dass bei dir niemand so eine Wiese zu Mais umgebrochen hat?

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Vorsicht an alle die Glauben, dass AS zu 100% in die Brut wirkt.


    STOPP mein Lieber


    da geht es nicht um glauben sondern das haben uns vor langer Zeit Bienenwissenschaftler so erklärt


    Welche die von sich behaupten alles getestet zu haben gezählt usw..


    und wenn dem so nicht ist, warum wird das dann nicht widerlegt?


    und richtig gestellt


    ich hab jedenfalls nirgends was gelesen


    aber ich bin ja auch traumatisiert


    und frag mich halt warum man uns immer noch in diesem wie du schreibst Glauben lässt?


    das alles und noch viel mehr fragt sich einer


    der traumatisiert ist

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Ich halte den Glauben an diese Art der Befallsdiagnose größer als der Wert selbst, wenn von einer (!) beliebigen, brutfreien Wabe abgestoßene Bienen zur Befallsmessung verwendet werden.


    Das hat nichts mit Glauben oder dergleichen zu tun. Die Auswaschmethode und deren Aussagekraft ist statistisch gesichert.


    Die Puderzuckermethode per Schüttelbecher ist mit der Auswaschmethode ebenwertig, wie nach Untersuchungen gefunden wurde. Siehe auch: http://www.llh-hessen.de/downl…Varroa-Befallsmessung.pdf


    Da gibt es nichts dran zu rütteln. (Außer am Becher. :wink:)


    Fehleranfällig sind alle Methoden. Der Trüg scheint, wie es so schön heißt. Wenn die Milben gerade zu der Zeit alle in der Brut sitzen, wird der Befall von kaum einer Methode richtig erfasst. Eine ganzjährige Beobachtung des Varroabefalls würde mehr Sicherheit geben, ist aber nicht praktikabel, da es sehr, sehr zeitaufwändig ist. Es bleibt also immer ein Restrisiko vorhanden und es ist ein guter Rat, die Augen offen zu halten. Anzeichen gibt es auch so genug.

  • @Toyota
    Bei Stoßbehandlungen ist eine selektive Wirkung auf die Brutmilben prinzipiell möglich, da die Stoßbehandlung an sich selektiv ist. Aber warum sind dann mehrere Behandlungen erforderlich? Ist das nicht schon ein Gegenbeweis?
    Bei Langzeitbehandlungen ist keine selektive Wirkung auf die Brutmilben möglich, entweder sterben Brut und Milbe gemeinsam oder es überleben beide. Das liegt einfach daran, dass die Angriffsstelle bei allen Lebewesen mit Zellkern (Pflanzen, Tiere) gleich ist: Die Atmungskette. Wenn also einer eine Puppe herauszieht, die Zelle ausklopft und tote Milben findet, dann müsste er auch noch untersuchen, ob die Puppe lebt. Hat er das getan? Auch dass die Langzeitbehandlung für die Dauer einer Brutperiode erfolgen muss, wäre ein Indiz für die fehlende Wirksamkeit der Langzeitbehandlung in die Brut.


    Gruß Ralph