Varroa - eure Taktik für 2014

  • Hallo Bernhard,
    bis auf einen Ausreißer alles derzeit noch im grünen Bereich und der Ausreißer steht für die Lindentracht nicht zur Verfügung. Den angefangenen Honigraum hat ein starker Schwarm bekommen und vielleicht gibt es da noch 3 Gramm Honig ;).
    Zu irgendwas scheint die Milbenzählerei offensichtlich doch nütze zu sein und die erste AS Behandlung scheint auch ein wenig geholfen zu haben.
    Neben dem erhöhten natürlichen Totenfall würden weitere Symptome auch auf das geschilderte in dem von Dir eingestellten Link „einfach imkern“ wo es um das merkwürdige Brutverhalten ging passen. Das aber nur am Rande, weil o. t.



    LG
    Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von obi11 () aus folgendem Grund: Vollen Zitattext entfernt wegen lesbarkeit

  • Hallo Andreas,


    bei mir habe ich bisher auch noch gar nichts gar nichts an Milben gesehen. Das ist mir irgendwie auch schon suspekt. Daß sie da sind, zeigte sich bei einigen drohnenbrütigen Völkern, die ich hatte. Da waren plötzlich Milben auf den Bienen sichtbar.


    Ich werde einfach mal alle Völker beproben, kann ja nicht schaden.


    Ob die Symptome aus dem anderen Thread für Varroabefall besprechen, weiß ich nicht. Dann würde man auch andere Symptome sehen, die auf Varroa hindeuten, was aber zumindest bei mir nicht der Fall gewesen ist.


    Ganz schön krasse Ansage seitens der Institute jedenfalls.

  • Hallo zusammen


    Die Lage mit den Milben ist bisher sehr entspannt . Als ein Neuimker nach Ihnen fragte musste ich sogar auf
    meine Milben Konserve zurückgreifen , ( die weden doch nicht aussterben ).
    Ansonsten verlass ich mich wieder auf Drohnenschneiden , Ableger , und im August Nassenheider und 85%
    Sowie Oxal nass im Winter.
    Brutscheune Flugling Butling Bannwabe Totale ... hab ich alles durch viel zu aufwendig.
    Das gleiche gilt für Ox bedampfen . Und Tymohl neindanke. Der Gestank


    so schauts bei mir aus

    Servus der moikaner

  • „Befallene Bienen erkennt man an verkrüppelten Flügeln oder verkürztem Hinterleib – und in diesem Jahr häufen sich solche Beobachtungen bereits extrem früh im Jahr in besorgniserregendem Maße“, erklärt Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim.
    „Zurzeit erhalten wir wirklich alarmierende Beobachtungen aus ganz Deutschland. Wenn die Imker nicht sofort reagieren, müssen wir in diesem Jahr mit einem erheblichen Bienensterben rechnen, das weit über das noch Akzeptable hinausgeht.“


    Ich frag mich, wo man diese Beobachtungen macht? Die Bienen der IF'ler scheinen doch alle in Ordnung zu sein, man liest ja nix Gegenteiliges hier :wink:


    Gruß Sven

  • Ich habe gerade den ganzen Vormittag lang Völker beprobt und nur sehr sehr geringen Milbenbefall feststellen können. 0-1 Milbe auf 100g Bienen. Die meisten Völker hatten Null. Ich habe Bienen von vor dem Verdeckeln stehenden Brutwaben genommen.


    32 Grad Celsius im Schatten, wow... Heute Nachmittag geht es weiter.

  • Zur Diagnose kann man auch mal ein Schwammtuch auflegen! Außerdem lassen sich so Resistenzen rechtzeitig erkennen. In aktuell neu zugelassenen Produkten tut AS mitten in der Tracht ihren Dienst, samt Zuckerfütterung.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • AS mitten in der Tracht


    Also ich kann mir das immer noch nicht vorstellen.
    Auch wenn du geschrieben hattest, da wäre nicht mehr AS im Honig nachweisbar.


    Ich hab den mal probiert.
    Und ich dachte nur, die armen Bienen....
    den ganzen Winter über so ein Zeug futtern.


    Für mich schmeckte der Honig ziemlich sauer und nicht besonders gut.


    Gruß Doro

  • Also ich kann mir das immer noch nicht vorstellen.


    Ich auch nicht und bisher habe ich noch nichts Amtliches schwarz auf weiss gelesen, dass die in den E.U.A. zulässige Anwendung von MAQS während der Tracht hier legal ist. Würde auch die Einschränkung der Anwendungszeiträume anderer AS-Applikationsformen ad absurdum führen...


    Dieses Jahr=logischerweise Varroajahr auch wenn es an einzelnen Frontabschnitten ruhig ist :wink:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • In aktuell neu zugelassenen Produkten tut AS mitten in der Tracht ihren Dienst, samt Zuckerfütterung.


    Hallo Henry,
    das tat sie doch schon immer oder? Das einzige "Übel" ist das der Honig dann nicht mehr verkehrsfähig ist. Etwas Anderes wurde glaub ich auch bei neu eingeführten Produkten nicht behauptet. Dieses Wissen setzen die Hersteller offenbar vorraus und lassen den Hinweis daher lieber weg....


    LG
    Andreas

  • Hallo Zusammen,
    Ich habe gestern morgen mal die Windeln bei 10 Völkern eingeschoben und eben angeschaut.
    Der natürliche Milbenfall liegt bei doch sehr beachtlichen 10-20 pro Tag und Volk.
    Seit gestern wird ganz gut Linde (vermutlich) eingetragen. So wie es aussieht muss ich wohl direkt nach der Linde behandeln, oder? Eine eventuelle folgende Tautracht geht mir dann aber durch die Lappen und kann sie zusätzlich nicht als Futter hernehmen. Aber Ende Juli wird zu spät sein für die AS Behandlung bei dem Befallsgrad, oder wie ist eure Einschätzung?
    Leicht besorgte Grüße,
    Jogi

    "Er (der Mensch) nennts Vernunft und brauchts allein, um tierischer als jedes Tier zu sein"
    J.W. Goethe

  • Hallo Jogi,


    ja, 20 Milben pro Tag klingt schon ganz schön arlamierend. Aber ich denke, daß jetzt bei den noch sehr großen Brutflächen die Milbenzählerei eigentlich ohne Wert ist. Wenn in 4 Wochen die Brutflächen deutlich kleiner werden, dann sollte man schon mal genauer hinsehen.


    Rein theoretisch müssten alle starken Völker ohne Brutunterbrechung (Schwarm, vVS oder TBE im Frühjahr) dann sehr schnell an ihre Grenzen kommen...


    Gruß Jörg