Frühtracht kandiert nicht!

  • Guten Morgen,


    die BalgerBiene hat am 09.05.2014 "geschleudert", der Honig lief schon schön zähflüssig aus der Schleuder (Refraktometer besitze ich nicht), dann gesiebt und am 12.05. abgeschäumt.
    Seid dem rühre ich jeden Abend meine beiden Honigeimer.


    Der Honig hat auch schon eine andere Farbe (ist schon viel dunkler als am Tag der Schleuderung) und hat eine andere Konsistenz, aber ich dachte bei der Frühtrach kandiert der innerhalb von ein paar Tagen und der wird heller (Raps)!?
    Was habe ich denn hier im Eimer?
    Die Bienen hatten Obstbäume und im Anschluss daran kamen die Kastanien, der Raps irgendwo dazwischen. Kann es sein das ich keinen, oder nur sehr wenig Raps drinn habe?


    Wie lange muss ich denn noch rühren, bevor ich in die Gläser abfülle?:confused:


    Ich weiß, viele Fragen eines Anfängers, aber so ist es nun einmal.


    Vielen dank im voraus schon mal für die Antworten.


    Mit besten Grüßen
    BalgerBiene

  • Bei unserer Schleuderung war ein Eimer aus Edelstahl dabei, der wollte auch noch nicht so recht nach einer Woche rühren.
    Es hängt von der Menge ab, die im Eimer ist, vom Eimer selber ( Plastik oder Edelstahl) und von der Umgebungstemperatur.
    Zumindest konnten wir das so die letzten Jahre feststellen.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Wie viel Liter?
    Welcher Rührer?
    Deckel offen oder zu während des Nichtrührens?
    Raumluft feucht?


    Und: ich gehe davon aus, dass die Waben verdeckelt waren, als Du sie entnommen hast?


    Klingt wirkliche etwas verwunderlich, bleibt nur: Rühren, Rühren, Rühren

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Warum wird nur immer wie irre gerührt, wo due Kristallisation doch noch gar nicht angefangen hat?
    Habt ihr sonst keinen Sport? *gg*
    Das bringt doch nix außer Deckel auf und Mischung...
    Man rührt ab da, wo der Honig trüb wird. Das darf je nach Zusammensetzung und Wassergehalt auch noch ein pasr Tage dauern.
    Und ohne Erfahrungswerte ist "zäh" ohne Refraktometer immer so ne Sache...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Seit 2 Jahren wundern wir uns über die unterschiedliche Kristallisation einer Schleuderung.
    Natürlich schleudern wir Zargenreihenfolgen ab.
    So wird natürlich in beispielweise Eimer 1 der Honig aus Zarge eins und zwei abgefüllt.
    Die enthält unter Umständen eine andere Nektareintragung, wie Zarge 4 und 5.
    Manche Bienen fliegen lieber in den Raps, abdere nicht.


    Prinzipiell aber ist der Honig in allen Zargen letzendlich doch ähnlich, was das Endverhalten in den Gläsern später beweist.


    Beobachtet haben wir: Im breiten Plastikeimern kristallisiert der Honig schneller als in der hohen Edelstahlkanne ( gleiches Volumen)
    Dies jetzt schon 2 Jahre hintereinander und bei jeder Schleuderung.
    Die Edelstahlkannen müssen immer noch ein paar Tage länger gerührt werden.


    @ beetic: den allerersten Frühtracht-Honig fange ich immer nach dem Abschäumen sofort an zu rühren, da er manchmal schon 3 Tage nach dem Schleudern recht schnell kristallisiert ist.
    Den Sommerhonig lasse ich ne Weile stehen ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Das bringt doch nix...


    Doch: mehr Wasser im Honig (Luft und damit Luftfeuchte wird mit eingerührt) und außerdem ist der Honig schön überrührt. Dann entmischt der sich so schön später. :daumen:

  • aber doch nicht beim Raaaaaaps :-)


    was mich aber darauf bringt: in welcher Geschwindigkeit gerührt wird, spielt meines Erachtens auch eine Rolle
    Nach "offen stehen lassen" bezüglich der Luftfeuchte fragte ich ja schon

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Abwarten. Sind doch erst 6 Tage seit der Schleuderung.


    Die Kristallisation soll ja durchs Rühren nicht verhindert, sondern an einem halbwegs optimalen Zeitpunkt unterbrochen werden. Dazu muss sie aber erst mal beginnen.


    Frag mich jetzt bitte NICHT nach dem optimalen Zeitpunkt.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Hallo noch einmal,


    jeder Kübel hat gut 25 KG Honig, bis 10 cm unter der Kante voll, damit ich gut rühren kann, was ich jeden abend 2 Minuten mit meinem 2-flügligen Edelstahlrührer gemacht habe, dann Deckel wieder drauf
    Raumluftfeuchte gem. Hygrometer ca.44 - 50 %, trocknere Räume habe ich nicht. Soweit so gut, denke ich!


    Was nun?


    Gruß,
    BalgerBiene

  • Tja, was nun...vielleicht noch mal lesen:


    Abwarten. Sind doch erst 6 Tage seit der Schleuderung.


    Die Kristallisation soll ja durchs Rühren nicht verhindert, sondern an einem halbwegs optimalen Zeitpunkt unterbrochen werden. Dazu muss sie aber erst mal beginnen.

  • Du sollst NICHT RÜHREN in einem Honig, der noch keine Kristallisationstendenzen zeigt.


    Starten, wenn er sie zeigt.


    Solange Waaaaaaaaaaarten :daumen:


    Sogar der Papst hat das so gesagt, hier klicken Seite 1 rechte Spalte oben: "sobald der Honig trüb wird"

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • BalgerBiene schrieb:
    Der Honig hat auch schon eine andere Farbe (ist schon viel dunkler als am Tag der Schleuderung) und hat eine andere Konsistenz


    Er kam zähflüssig aus den Waben. Macht das keinen stutzig?


    Welche Konsistenz hat er denn jetzt?


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.