Rapshonig - (animpfen)/rühren/abfüllen oder kandieren/erwärmen/Rapido?

  • Sagt mal, Imkers, die die Wahl zwischen beiden Methoden haben und Raps ernten:


    Wie macht ihr das beim Rapshonig - entweder


    1. mit was feinkristallinem animpfen, rühren und abfüllen
    oder
    2. ohne animpfen häufig rühren und dann abfüllen
    oder
    3. (mit oder ohne Rühren) im Hobbock fest werden lassen, erwärmen, mit dem Rapido rühren und dann abfüllen?


    Muss da jetzt ran und frage mich grad was die besten Ergebnisse in Bezug auf Cremigkeit gibt... den Rapshonig, den ich am Samstag bei der Schleuderung im Glas als Kostprobe abgefüllt hatte, ist schon fest...und das letzte Mal hatte ich den Rapido noch nicht als Alternative...


    Herzliche Grüße
    Melanie

  • 2: Ich rühre den, höchstens eine Woche ganz normal 3x Täglich für ca 5 Min


    Der Raps ist der einzige, der wirklich IMMER feincremig wird
    da der Raps so schnell fest wird, ist das hier für mich die effektivste und schnellste Methode.
    Habe auch den Rapido-Nachbau, aber der kommt bei dem Honig zum Einsatz, den ich ewig und wochenlang rühren müsste, bevor er überhaupt anfängt fest zu werden.
    Der bleibt ungerührt im Eimer und wird später auf <30° erhitzt und "gerapidot"

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • 2. !


    1. ist meiner Meinung nach bei Raps sinnlos


    3. ist zwar eine Alternativ (wenn gerührt und im Hobbock dann festwerden lassen), aber ich finde, der Honig verliert dann an "Qualität". Qualität im Sinne von, er dunkelt nach - ist nicht mehr strahlend weiß - und die Konsistenz ist nicht mehr wie schmalz, sondern wie "Kleister". Wobei der letztere Kritikpunkt von mir bei anderen eher positiv aufgenommen wird. Ist halt Geschmackssache.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Im Hobbock festwerden lassen und dann wieder auftauen hat nur einen Vorzug: Es setzt sich dann kein Zuckerschleier (also auskristalllisierter Zucker) am Glas ab. Für Leute, die nicht wissen, dass das ein Qualitätsmerkmal ist, kann man das machen.
    Besser wäre es, die Kunden aufzuklären, wie sich der eigene Honig von industriell verarbeitetem unterscheidet.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Wenn ich auch noch darf....


    Nicht impfen, kristallisieren lassen, im Einkochapparat bei 35 bis 38 Grad auftauen, mit Rapido rühren und am besten warm abfüllen, die letzten Gläser sind dann für der Verwandschaft :-)


    Grüße Rainer der morgen schleudert!

  • Habe noch nie Honig aufgetaut, daher meine bescheidenen Frage:
    Die letzten Gläser für die verwandschaft, weil der Honig darin doch noch kristalliner ist, da er am Boden sitzt?

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • 2: Ich rühre den, höchstens eine Woche ganz normal 3x Täglich für ca 5 Min


    Der Raps ist der einzige, der wirklich IMMER feincremig wird
    da der Raps so schnell fest wird, ist das hier für mich die effektivste und schnellste Methode.
    Habe auch den Rapido-Nachbau, aber der kommt bei dem Honig zum Einsatz, den ich ewig und wochenlang rühren müsste, bevor er überhaupt anfängt fest zu werden.
    Der bleibt ungerührt im Eimer und wird später auf <30° erhitzt und "gerapidot"


    Moin, moin!
    Da ich jetzt das erste Mal "echten" Frühtracht bzw. Raps-Honig verarbeite, habe ich muffe, den nach 4 Tagen Rühren (Sonntag geerntet, Montag abgeschäumt, ab Dienstag 3x Täglich 5Min. rühren, bzw. am ersten Tag länger) überhaupt noch in die Gläser zu bekommen.
    Cremig ja, aber zäh und weniger flüssig.
    In Abfüll-Hobbock und dann mit Quetschhahn ist wahrscheinlich vergebene Lebensmüh.
    Wie macht ihr das? Teigschaber und einzeln in die Gläser füllen?:eek:
    Oder muß ich den noch weiter rühren bis er wieder anfängt zu laufen?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Wie früh? Am Tag der Ernte bzw. nach dem ersten rühren?
    Das erscheint mir doch zu früh.
    Nach 2 Tagen war der schon fest und ist erst durchs rühren fließfähig und jetzt nach 5 Tagen zu einer zähen-cremigen Masse geworden.
    Aber mit Schaber von hinten schieben klingt gut, versuchen wir;-)

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Wir haben für widerspenstigen Honig unseren Edelstahlabfüller im Deckel mit einem Autoventil ausgestattet. Durch dieses Ventil können wir einen Überdruck im Abfüller aufbauen, der wiederum den Honig in einer "Wurst" (nicht Conchita) ins Glas bringt.
    Besser wäre natürlich etwas früher abzufüllen ;-)

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Habe noch nie Honig aufgetaut, daher meine bescheidenen Frage:
    Die letzten Gläser für die verwandschaft, weil der Honig darin doch noch kristalliner ist, da er am Boden sitzt?


    Eigentlich geht es um den letzten Rest der mir von der Qualität her nicht so zusagt.
    Eventuelle Lufteinschlüsse die sich bilden da der Quetschhahn schon im oberen Bereich Luft zieht und dann eben auch der letzte Honig der an den Wänden des Eimers ist und abgeschabt wird! Wenn er abgekühlt ist dann hat er nicht mehr die gleiche Struktur wie der warme flüssige.


    Das sieht dann etwas mamoriert aus und möchte ich nicht verkaufen.


    Grüße Rainer