• Muss ich mal zustimmen - da wird teilweise so stark der Rand weg geackert, dass man nicht mal mit dem Hund da vorbei laufen kann. Aber das hält die Leute nicht ab sich zurück zu trampeln was notwendig ist.
    Meine Güte ... wegen 1m Wiese - so viel Mehrertrag wird das nicht bringen, dass man das umackern müsste.

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Das Problem ist, dass sie bestimmte Förderungen von der EU nur bekommen, wenn sie das so machen - bis an den Rand



    hm ich über leg grad wo ich das her hab - ist mir letztens glaub in irgend so nem Podcast über den Weg gelaufen


    ich glaub hier -- bin aber nicht ganz sicher

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Mal abgesehen vom eigentlichem Problem bezüglich des verschwinden von den Feldwegen und Ackerrandstreifen.
    Ein Schelm der böses denkt aber ich finde es schon merkwürdig wie oft in dem Film gesagt wird das es ein Biobauer ist der den Feldweg weggemacht hat. Das es für ein Feld für eine Biogasanlage ist usw.


    Isselbiene
    "Meinen privaten Weg haben sie für ihre schweren Maisgeschütze von drei auf sechs Meter verbreitert,
    aber alle ihre Knicks verschwinden lassen"


    Versteh ich jetzt nicht ganz den Satz. Sie haben deinen Privateigentumweg bearbeitet oder meintest du "nur" sie haben deinen Weg den du benutzt verbreitert?

  • Das Bauern öffentliche Wegflächen unter den Pflug nehmen ist alltäglich. Sie arbeiten dabei mit GPS und die Daten dieser Flächen werden automatisch erfasst und in die Zuschussanträge nach Brüssel eingearbeitet.
    Unter anderem Ausrede: Es seien ja keine Grenzsteine vorhanden. Das sie diese vorher selbst umgepflügt haben bestreiten sie dann natürlich. Und die Neueinmessung auf ihre Kosten lehnen sie natürlich strikt ab. Bei uns versucht die Kommune jetzt die widerechtlich überpflügten Wegeflächen wieder als solche festzulegen.
    es gabe auch einenm Fall, in dem ein Maisbauer behauptet, dass der Nachbarbauer etwas von seinem Feld beackern würde. Bei einer Grenzbegehung ging der Schuss nach hinten los; denn der Maisbauer hatte die Pachtfläche des Nachbarn überackert. Der Landbesitzer hält nichts von der Vermaisung und verpachetet nur an Bauern, die kein Biogasanlegenmais anbauen und dann diesen Kläger in seine Grenzen verwiesen.
    Nochmal zu den Wegen: Soweit mir bekannt dürfen Wege die jahrelang benutzt wurden nicht einfach gesperrt werden. Es besteht ein Gewohnheitsrecht. Nut wenn von Anfang an die Nutzung eines Wegs untersagt wurde, darf man ihn auch schließen.


    Wehrt den Anfängen, sich fremde Flächen anzueignen.
    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Das sind schon lange keine Anfänge mehr. Ich schrieb es schon mal irgendwann, wir pachten die Wegerandflächen ganz gern für Kompensationsmaßnahmen. Die Wegeflurstücke sind meistens in Gemeindebesitz und nach altem Rutenmaß so zwischen 9 und 11 m breit. Vor Ort sieht man aber immer nur den 3 m breiten Weg, rechts und links Acker. Das sind also 4-8 m, die da ohne Pacht zusätzlich beackert werden und für die Betriebsprämien fließen.
    Aber was meint Ihr, was los ist, wenn man die Flurstücksgrenzen durch einen Vermesser abstecken lässt und verkündet, dass man das fortan gegen Pachzahlung an die Gemeinde nutzen wolle... huuii...


    Da gibt es also eigentlich viel Potential, das sogar in Allgemeinbesitz wäre. Kosten entstehen nur einmalig durch die Vermessung.
    Aber solange die gleichen Landwirte auch im Gemeinderat sitzen, werden die Gemeinden diese Flächen nicht zurückfordern (können).
    Fragt doch mal bei Eurer Gemeinde nach.


    Viele Grüße
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Also die ganzen Subventionen und Zuschläge erhalten die Landwirte über den Schlüssel der Größe des Ackers. Der Acker wird bei uns per Satellit vermessen. Je näher die an den Wegrand pflügen, desto mehr Geld gibt es. Aus dem gleichen Grund werden die Hecken am Ackerrand rasiert, weil die Schatten werfen und mit dem Schatten von oben betrachtet das Feld optisch verkleinern.


    Außerdem ist so ein Ackerrand ja ein Hort für Unkräuter und Ungeziefer.

  • Standard Naturhecke für Bienen und Vögel.
    Hallo Bienenfreunde,
    mir ist Fürchterliches widerfahren.
    Die Südostseite meines Grundstückes habe ich vor 13 Jahren mit heimischen
    Hölzern bepflanzt.Jetzt ist sie richtig schön dicht
    Nach allen Bedürfnissen der Bienen und Vögel.
    Mehr als 20 verschiedene Bäume und Büsche. ca 70 meter lang.
    Diesen Sommer bereits etwa 5 meter breit,6 bis 7 meter hoch.
    Mein ganzer Stolz,richtig was zum Zeigen und Angeben.


    An dieser Hecke entlang ist ein ins Grundbuch eingetragenes Wegerecht für drei Nachbarn ,3meter breit.
    Auf der anderen Seite des Weges ist auch noch mein Land,mit Weiden als Wegbegrenzung.
    Gestern oh Schreck sehe ich riesige Trecker und Hänger auf einem der Anliegergrundstücke bei der Maisernte.(Kein Nachbar,aber ein Pächter.)
    Vollkommen ungeeignet,viel zu groß für meinen kleinen Weg.
    Dann die Katastrophe für mich:
    Die Erntebande hat der gesamten Naturhecke seitlich einen ganzen Meter
    weggeschnitten,kahlgeschnitten.
    Das ganze Blühholz des nächsten Jahres auf die Gesamtlänge abgeschnitten,teilweise armdickes Holz,über 4 meter hoch.
    Der Pächter,den ich auf einem der Trecker sah,sagte mir nur er hätte jetzt keine Zeit für Diskussionen,er mußte das wegschneiden,sonst hätten seine Außenspiegel Schaden genommen.
    Auf meinem Eigentum,ohne zu fragen,einfach alles abzurasieren halte ich für ein Verbrechen,denn meine Hölzer haben keinen Wert,ich soll mich mal nicht so anstellen,Mais ist viel wichtiger,
    Aber immer schön backe backe Kuchen machen,um des lieben Friedens Willen.
    Mit mir nicht mehr,ich habe mir einen Rechtsanwalt genommen.
    Das passiert ganz im Kleinen,auch hier gewinnt der finanziell Stärkere.
    Wie im Großen bei Bayer und Monsanto.
    Denn ich als Geschädigter habe jetzt auch noch,ersteinmal,die Kosten zu tragen.
    Jetzt haue ich mir mal ganz frustig ne Kiste Flens innen Kopp-
    Gruß
    Helmut



    an Marakain
    hier der ganze Fred
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=15246

  • Noch heute Polizei anrufen und Anzeige erstatten, sonst sind beim nächsten mal wieder einige Zentimeter weg usw. usw. Für den Fall du zweifelst, hier ein Gedankenspiel: Stell dir vor, du gehst auf das Privatgrundstück des Pächters und sägst da Zweige aus seiner Hecke und von einem Baum. Wetten, du kommst nicht weit, bis die Polizei da ist ?! Ach ja, morgen dann noch zusätzlich eine Anzeige bei der unteren Naturschutzbehörde, da Heckenschnitt derzeit verboten ist. Auch bei uns gab es Landwirte die gerne "Intensivschnitt" betrieben haben. Nach entsprechenden Anzeigen hat sich das gegeben.


    Sag doch, dass das schon ein paar Jahre her ist oder schreibe es als Zitat ;)


  • Beschissene Geschichte das Ganze. Ich hab das jetzt aber richtig verstanden das du trotz vorlegen müssen (keine Rechtsschutzversicherung oder wollte die das nicht tragen?) dagegen gerichtlich vorgegangen bist? Falls ja würde mich dann doch schon interessieren wie es ausgegangen ist. Gerade bei der abgegebenen Begründung Stichwort Spiegel, hätte ich auch jegliche Contenance verloren. Also will sagen nicht vor Ort in Handgreiflichkeiten verfallen aber von da an wäre ich gegenüber dem Täter doch sehr "voreingenommen" gewesen und hätte alles erdenkliche in Gegenwart und Zukunft unternommen was ihm das Leben schwer macht. Man soll keinen Streit anfangen aber wenn man in einem ist diesen "gewinnen":

  • Moin,
    ja es ist schon etwas länger her
    aber ich wollte Marakain nicht alles noch mal erklären, und habe es rüberkopiert und verlinkt.
    aber es hat sich nichts geändert
    es werden immer mehr Wege kaputtgefahren, und Knicks verschwinden
    und Bienenverluste hatte ich massenweise gehabt, bis Totalverlust


    nein, vors Gericht ist es nicht gekommen
    den Anwalt habe ich selbst bezahlt.
    ich habe denen ein vorläufiges Wegerecht(nicht eingetragen)gegeben
    erst dann durfte ich wieder mein Grundstück über die andere Zufahrt befahren
    Den kaputtgefahrenen Feldweg, auch meinen Privaten hat die Stadt dann später in Ordnung gebracht(weil ich das Grundstück von der Stadt gekauft habe)
    Irgendwie sind die hier alle verwandt oder verschwägert.
    (und mein Grundstück und die Bienen sind unbewacht )
    Bei der Seefahrt sagten wir in einer derartigen Situation :
    "Leg dich nicht mit denen an, sonst machst du eine Scheißreise"
    Bin als absoluter Verlierer aus der Situation hervorgegangen.
    Ich fahre aber immer noch jedes mal mit leichtem Bauchgrimmen zu den Bienen,
    in der Hoffnung das noch alles steht.
    Ganz unangenehme Zeitgenossen
    Gruß
    Helmut
    der Verlierer

  • Diese Art des Landraubes ist gang und gäbe, landauf und landab. Über das Ackern bis 10 cm an reguläre Wege (denen in der Folge die Ränder abrechen) hab ich mich schon genug aufgeregt, über das Beschneiden und roden von Hecken auch. Wanderkarten sollte man mit äusserster Vorsicht nutzen, einige Wanderwege gibt es gar nicht mehr. Trotz des Aufregens geht das weiter und wird gar intensiviert. Unser BM scheidet im Herbst aus dem Amt, dann erfolgt quasi Eingemeindung, dementsprechend groß ist die Unterstützung.


    Unsere AgrarGmbH hat seit Vorjahr so ein neues Schwergerät, quasi nen Mulcher für Baumstümpfe, damit kann man nach Rodung des Bewuchses einen 1 m hohen Rain zwischen zwei Flächen ruck- zuck in einen sanften Übergang verwandeln, von den Stümpfen und Wurzeln bleiben nur noch Späne.


    Sie nutzen es jetzt sehr intensiv.


    Mit der Folge, dass die natürlichen Grenzen (Grenzsteine sind abhanden...) nicht mehr ansatzweise erkennbar sind, wenn noch paar Jahre vergehen, sowieso nicht.


    Ich habe den Chef mal angesprochen darauf, das ist schon paar Jahre her, wie man das mit den fehlenden Grenzmarkierungen mal in Ordnung bringen könnte. Sagte darauf: "Das ist kein Problem, da gibt es dann irgendwann eine Flurbereinigung..."
    Was der OttoNormalbürger dabei nicht vesteht: Die haben elektronischen Zugang zu den Katasterkarten, die haben Zugang zu Geodiensten und das GPS- Gerät in der Hosentasche. Die kennen die Grenzen ganz genau. Und die Kosten dafür sind Betriebskosten. Der Otto- Normalbürger hat dieses Wissen, den Zugang dazu, i.d. Regel nicht. Und dieser Wissensnachteil geht damit zu Lasten des OttoNormalo, der wird beschissen.


    Auch bei mir hat man heuer wieder paar tausend m² *Wildnis* beseitigt. Eine Talsenke, sumpfig, huckelig, mit teils steilen aber wenig hohen Rainen ist jetzt drainiert und eine flache Senke. Der Girsch, der Bärenklau, das Mädesüß, Hollunder, Himmbeere u.a. ist weg, mit ihnen wohl auch die Anemonenteppiche im Frühjahr und auch paar Weiden, die ich in dieses *Unland* steckte. Angrenzend an mein Grundstück, teils auf dem meines alten Herrn, den hat man mit Pachtpreiserhöhung geködert.


    Ich warte jetzt auf einen Regenguss wie am 07.05.13 bei uns hier. Lokal 1h, fast 100l. Dann wäre in der schönen Senke eine schätzungsweise 0,5-1 m tiefe Rinne, dem ehemaligen Verlauf des Bächleins folgend und der ganze Dreck läge auf der Zufahrtsstraße zu 20 Eigenheimen. Wenns nen Gott gibt, müsste der das arrangieren.


    Nachsatz: Hier bei uns geht die Rede von zwei Bauern, die sich im zarten Alter von etwa 70 Jahren auf der Wiese prügelten, weil ein Gartenzaun irgendwie zwanzig Zentimeter falsch stand. Ich habe immer drüber gelacht. Mittlerweile habe ich soviel Chaisse mit Grundstücksgrenzen durch, dass ich nicht sicher bin, ob mir das nicht auch mal passiert.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)