Zwischenboden/Zwischenbodenableger

  • Hallo Imker,


    bis dato habe ich noch nie einen Zwischenbodenableger gemacht.
    Die Theorie ist mir eigentlich bekannt.
    Die Flugbienen fliegen aus den Bruträumen in den nun untenstehenden Honigraum wieder ein.


    Aber wie ist ein Zwischenboden eigentlich beschaffen, oder besser, wie sollte dieser beschaffen sein? Ist das ein geschlossener Boden mit lediglich einem Flugloch?
    Oder ist in der Mitte des Bodens ein Gitter?


    Danke für eure Hilfe


    Gruß Ralf

  • Ziel bei der Verwendung des Zwischenbodens ist es, die Völkerteile (Flugling und Brutling) nach 2 mal 9 Tagen wieder zu vereinen, deswegen hat der Zwischenboden sowohl ein eigenes Flugloch für den Brutling, der über dem Zwischenboden auf den Flugling aufgesetzt wird.
    Ein bienendichtes Drahtgewebe verhindert zwar, dass Bienen die beiden Bruträume wechseln können (dann wäre der Aufwand sinnlos) ermöglicht jedoch dass beide Brutteile den selben Stockgeruch haben. Dies erleichtert dann die spätere Vereinigung der Volksteile.


    -> Zwischenboden hat oben ein Flugloch und ein Gitter in der Mitte.


    Stefan

  • Hallo Zusammen,
    vom "Altmeister" des Zwischenbodenablegers Karl Pfefferle *) kenne ich es anders und es leuchtet mir auch ein.
    Der Zwischenboden hat ein kleines Flugloch und kein Gitter.
    Pefferle beschreibt seine Vorgehensweise (in Kurzfassung):
    - Ein 0-Magazin vorbereitet - 2 Brutwaben mit offener Brut zur Nachschaffung geeignet, der Rest sind 2 Honigwaben und Mittelwände
    - Volk wird komplett abgesetzt, Boden bleibt am Ort.
    - 0-Magazin auf den Boden
    - Zwischenboden auf das Nullmagazin
    - Restvolk in unveränderter Reihenfolge auf den Zwischenboden aufsetzen dabei alle Weiselnäpfchen brechen
    - Nach 9-10 Tagen Volk wieder absetzen, Zwischenboden wegnehmen 0_Magazin auf die Seite
    - Volk wieder auf den normalen Boden setzen.
    - Das 0-Magazin wird oberste Honigzarge wobei die beiden Brutwaben nach brechen der Weiselzellen dem Volk zurückgegeben werden. Die Volksstärke wird erhalten.
    Soweit K. Pfefferle.


    Ich hab es einige Jahre mit Erfolg gemacht, bin aber heute dazu übergegangen gleich Ableger bzw. Kg-Ableger zu bilden.


    Ein Gitter im Zwischenboden macht für mich keinen Sinn.


    Gruß Eisvogel


    *) Er war der Erste bei dem ich das oben beschriebene Zwischenbodenablegerverfahren gesehen und gelesen habe.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Bienenfreunde!


    Meine Zwischenböden sind auch mit einem Gitter versehen. Ich konnte bisher keine Nachteile feststellen, aber einige Vorteile:


    1. Dem oberen Volk ist der Temperaturausgleich leichter möglich.
    2. Es besteht der gleiche Volksgeruch, was bei der Wiedervereinigung ein Vorteil ist.
    3. Die Bienen im Flugling fühlen sich zwar weisellos und ziehen genau so Nachschaffungszellen, aber sie fühlen sich nicht so stark weisellos, dass sie nach oben zum weiselrichtigen Volksteil abwandern würden.


    Als Trenngitter verwende ich handelsübliches Proplisgitter, funktioniert bestens.


    MfG
    Honigmaul

  • Ich bin etwas verwundert, denn mir wurde gepredigt, es muss Geruchsdicht zwischen den getrennten Zargen sein, da sonst die Bienen trotzdem sich als "Ein" Volk fühlen und ja auch die KÖ noch "spüren", somit weiterhin in Schwarmstimmung sind.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.