Bienenbaum - Gefahr für den Honig?

  • Hallo zusammen,


    ich hatte mich fast schon durchgerungen, entgegen Ratschlägen mir doch einen Bienenbaum in den Garten zu holen. Ihr habt in mehreren Freds so positiv darüber geschrieben.


    Frage dazu: Behauptet wurde im Imkerverein meines Sohnes, ein einziger Tropfen Nektar vom Bienenbaum verdirbt die ganze Honigernte (geschmacklich)
    Wenn man nicht sicher vorher abschleudern kann, Finger weg.


    Stimmt das?


    Wenn da was dran sein sollte,
    in einem Nachbarfred wird von Blütenknospen jetzt Anfang Mai berichtet.
    Ob Ausreißer oder nicht, das wäre für mich dann ein Risiko.
    Der eigentliche Nektareintrag beginnt bei mir gerade erst richtig und wäre dann futsch.


    Könnt ihr etwas sagen zu Honig während der Blütezeit des Bienenbaums?


    Danke und Gruß
    Doro

  • Hallo Doro. Alles völliger Quatsch, der Bienenbaum blüht erst wenn du deine Tracht schon lange in den Kübeln hast.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Doro,


    ich hoffe, daß diese Knospen meines BB eine irgendwie geartete Ausnahme sind und sich nicht wiederholen. (Ein Bild von der Knospe mit Zeitung/Datum habe ich im Nachbarfred eingestellt, für die, die´s nicht glauben mögen :wink:)


    Die Meinungen, wie BB-Honig schmeckt, gehen weit auseinander, ich selbst habe noch keinen probiert. Vielleicht können da andere noch was zu sagen.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Ja Heike, dein Baum war es.
    Hast du extra einen Kurier zur Tanke geschickt, um dieses Beweismaterial zu holen? :wink::-D


    Ich habe ja schon versucht, mich zu informieren über die Blühzeit.
    Aber entweder gibt es verschiedenen Sorten oder die Angaben sind einfach nur unterschiedlich.


    Ich hätte gerne einen, der erst nach dem Abschleudern blüht.
    Eben wegen dieser Aussagen.
    Wäre schön, wenn jemand das entkräften könnte oder sonst was zu schreiben.


    So schön der Baum auch ist, und so gerne ich die Bienen mal darin erleben würde,
    ganz möchte ich doch nicht auf Honig verzichten.
    Und ob ich den Termin immer mitbekomme?


    Gruß Doro

  • Hallo Doro,


    im Moment war ich etwas verwirrt: Kurier? Tanke? Beweismaterial? Häh? Naja, manchmal fällt der Groschen bei mir eben pfennigweise. :oops:


    Aber nein, die Mühe hätte ich mir dann doch nicht gemacht, Vatter wohnt nebenan und bekommt die jeden Sonntag ins Haus geliefert.


    Erfahrungswerte zum Geschmack von BB-Honig würden mich aber auch interessieren.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Danke Josef,


    ich habe mir diese Seite angeschaut: http://www.bienenbaum.com/
    (weil ich eine PDF schlecht was fragen kann :wink: )


    Es gibt dort tatsächlich Bienenbaumhonig im Angebot.


    Trotzdem sind Erfahrungen von euch willkommen.
    (ich frag ja auch nicht Herrn Mag.. wie seine Suppe schmeckt)


    Gruß Doro

  • Zum Geschmack folgendes:
    Vor Jahren hatte ich reinen BB-Honig probiert.
    Schmeckte ekelig nach Zahnarzt...


    Letztes Jahr habe ich - als abschreckendes Beispiel - ein Glas bestellt.


    Mann, war der lecker...


    Ich vermute, daß frischgeschleuderter anders schmeckt als "gereifter".
    Es gibt ja auch bei anderen Pflanzen Beispiele dafür (Schweißfußhonig...).


    Fazit: Selber probieren!


    Daß etwas BB-Honig den "Guten" versaut ist Quatsch.


    Von ein paar Bäumen gibt es übrigens keinen reinen BB-Honig.
    Da braucht`s schon einen kleinen Wald.


    Ich lasse den komplettten Eintrag meinen Bienen.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Probier doch mal Edelkastanienhonig.
    Auch nicht jedermanns Sache.
    Mich erinnert er an die Luft an der Planke, die Straße die bei uns durchs CKB führt.
    Aber bei den Franzacken ist er eine Delikatesse und auch hier gibt es Freunde davon.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hi Wolfgang,
    das durfte ich schon.
    Und der war lecker!
    Sehr aromatisch aber bestimmt nicht negativ.


    Dass man bei Buchweizenhonig geteilter Meinung sein kann, verstehe ich irgendwo.
    Dass man sich aber wie eine mir näher bekannte Person (das mag ich jetzt gar nicht schreiben, was da passierte)...
    nee, kann ich nicht verstehen.


    Auf jeden Fall scheint es ein Märchen zu sein, dass 1 Tropfen die ganze Ernte zunichte macht.


    Danke euch allen.


    Gruß Doro,
    erleichtert.

  • Hallo Leute !


    ich bin gerade dabei ein kleines Bienenbäumchen zu pflanzen
    (habe 2 kleine Pflanzen bestellt),
    wo ich das gelesen hab bin ich auch etwas skeptisch.


    Wer weiß in welchem Jahr blüht er ? wie lange soll ich warten?


    PS :.... bei un wächst ganz viel Weißdorn 
    und Honig mit Weißdornnote ist auch :roll: nicht gerade lecker

  • Ich habe da gerade etwas gelesen, was das vielleicht aufklären könnte. Im Buch "The Backyard Beekeeper's Honey Handbook" von Kim Flottum wird der Geschmack der Sortenhonige von allen möglichen Pflanzen beschrieben, darunter auch jede Menge Gehölze.


    Zum Bienenbaum (da noch Evodia daniellii genannt) schreibt er "Honig hat eine mittlere Bernsteinfarbe mit einem milden sirupartigen Nachgeschmack, wenn er rein ist". Dagegen steht zum Götterbaum (Ailanthus altissima): "sehr produktiv, aber der Honig ist bitter und geschmacklich schlecht und kann eine ganze Beute voll mit sonst gutem Honig ruinieren". So negativ wird kein anderer Baum beschrieben, nur Mandelhonig wird als ungenießbar erklärt.


    Vielleicht ist der Gedanke an die Verunreinigung aus einer Verwechslung von Götterbaum und Bienenbaum entstanden? Beide haben gefiederte Blätter, sind aus China, haben eine Sommerblüte, die Blüten sind individuell unscheinbar, sind produktiv ...