Werden Mittelwände bei Auffütterung ausgebaut?

  • Hallo,


    es hat zwar noch Zeit, aber besser man weiß, als hätte besser gewusst.


    Ich arbeite mit Zander. Nach Trachtende wollte ich die untere Zarge entfernen und eine neue Zarge mit MW auf setzen. Waben habe ich keine. Wird bei Auffütterung mit Zuckerwasser die Zarge ausgebaut um das Futter einzulagern? Oder wollen die Mädel dann nicht mehr bauen? Dann würde es mit dem Futter über den Winter knapp.


    Vielleicht eine dumme Frage, aber ich habe keine Lust im Frühjahr verhungerte Völker vorzufinden.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hallo Tom, wieso nimmst du nicht den ausgeschleuderten Honigraum, als Brutraum 2 ? MW werden aber dennoch bei "Tracht" ausgebaut.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Kann ich nicht genau sagen, Frank,
    ich weiß, was ich gelesen hab bzw. dass ich`s schon mal gelesen hab.
    Und dann weiß ich, wie ich es wiederfinde.
    Eine Sammlung habe ich nicht bzw. nur bestimmte, ausgewählte Sachen :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Richtig gut bauen sie in dieser Zeit nur in Verbindung mit einer kompletten Bauerneuerung. Also:
    Alle Waben entnehmen bis auf 1 Wabe mit jüngster Brut, Volk komplett auf 1 Zarge Mittelwände und füttern mit ca. 0,5kg/Tag. Die Brutwabe nach Verdeckelung mit den Milben entnehmen und einschmelzen. Eine Sommerbehandlung gegen die Varroa ist dann meist nicht mehr nötig, die Winterbehandlung bleibt.
    Die vorher entnommenen Brutwaben kommen mit 1/4-Bienenbesetzung in einen Brutsammler. Nach Auslaufen der Brut wird der Brutsammler gegen die Varroa behandelt. Anschließend kann er aufgelöst werden und mit den Waben können die 2. Zargen der Völker gebildet werden. Über die entstandenen Jungköniginnen musst du selbst entscheiden.


    Gruß Ralph

  • Richtig gut bauen sie in dieser Zeit nur in Verbindung mit einer kompletten Bauerneuerung. Also:
    Alle Waben entnehmen bis auf 1 Wabe mit jüngster Brut, Volk komplett auf 1 Zarge Mittelwände und füttern mit ca. 0,5kg/Tag. Die Brutwabe nach Verdeckelung mit den Milben entnehmen und einschmelzen. Eine Sommerbehandlung gegen die Varroa ist dann meist nicht mehr nötig, die Winterbehandlung bleibt.
    Die vorher entnommenen Brutwaben kommen mit 1/4-Bienenbesetzung in einen Brutsammler. Nach Auslaufen der Brut wird der Brutsammler gegen die Varroa behandelt. Anschließend kann er aufgelöst werden und mit den Waben können die 2. Zargen der Völker gebildet werden. Über die entstandenen Jungköniginnen musst du selbst entscheiden.


    Gruß Ralph


    Das ist doch ein bißchen übers Ziel hinaus, oder? Er wollte doch nicht mehr Völker.

  • Das ist doch ein bißchen übers Ziel hinaus, oder? Er wollte doch nicht mehr Völker.


    Beispiel: 4 Völker sind vorhanden
    Komplette Brutentnahme -> Brutsammler = 5. Volk
    Behandlung Brutsammler: Immer noch 5 Völker
    Auflösung Brutsammler und Verteilung auf 4 Völker -> wieder 4 Völker


    Gruß Ralph

  • Wird bei Auffütterung mit Zuckerwasser die Zarge ausgebaut um das Futter einzulagern?


    Ja.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo Tom!


    Ich lasse auch jedes Jahr ein paar Waben im Zuge der Auffütterung ausbauen. Das funktioniert grundsätzlich ganz gut. Letztes Jahr war ich mit der Honigernte spät an, da war die Baulust sehr verhalten. In normalen Jahren ist bei mir um den 20. Juli herum schluss mit der Tracht und ich schleudere die Völker ab. Um diese Zeit funktioniert der Ausbau von Mittelwänden sehr gut, einen Monat später nicht mehr zufriedenstellend.


    MfG
    Honigmaul