Wenn der Schwarmfang zum Abbruchunternehmen wird...

  • Liebe Imkers,
    habe grad so eine umfangreiche aber lehrreiche "Schwarmfangaktion" hinter mich gebracht die ich mit Euch teilen möchte...der insgesamt gut 3 kg schwere Vorschwarm war nämlich bereits am Einziehen in ein WC-Häuschen einer Laupenpieperin...
    Es endete damit, dass ich der guten Frau nach und nach Decken und Wände aufsägte aber immerhin mit dem Glück, doch tatsächlich die (leider ungezeichnete) Queen zu finden und zu fangen.


    Quintessenz waren drei Tage Einsatz mit 6 Anfahrten und vielen, vielen Stunden Arbeit...nun ja, und auch gewisse "Kollateralschäden" (auf die ich nicht stolz bin aber m.E. leider nicht vermeidbar gewesen wenn man den Immen den Schädlingsbekämpfer ersparen will). Das nunmehr "unbezahlbare" Volk ist bei mir eingezogen und der Schaukasten ist damit auch bestückt...


    In Wort und Bild detaillierter unter
    http://www.imkerei.vonorlow.de/
    zu finden.


    Vielleicht ganz interessant auch für andere "Schwarmjäger"...


    Grüße
    Melanie

  • Was ein Aufwand, was man nicht alles tut für die Damen.
    Die Dame hat jetzt den Schaden und Du den Schwarm :-)


    Ich wurde mal gerufen, weil ein Schwarm in einen nicht mehr aktiven Kamin eingezogen war.
    Er setzte sich unter die Abdeckung des Kamins, welche aus einer schweren Steinplatte, geschmückt mit einem Hahn bestand.
    Leider baute er dort auch gleich kräftig an die Kaminwand seine Waben
    Was ein Theater.
    Die Waben wurden ausgebrochen und der Hahn samt Platte auf eine neben dem Kamin gestellte Beute als Deckelersatz gehoben.
    Nach 2 Tagen konnten wir dann die Bienen abholen und den han dort lassen :-)


    Wenn ich bedenke, dass wir damals ohne jeglichen Schutz bei brütender Hitze auf dem Dach des 1-Stöckigen Häuschens standen wird mir heute noch ganz mulmig.

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.


  • Es endete damit, dass ich der guten Frau nach und nach Decken und Wände aufsägte aber immerhin mit dem Glück, doch tatsächlich die (leider ungezeichnete) Queen zu finden und zu fangen.


    Grüße
    Melanie


    In solchen Fällen, wenn der Schwarm gerade erst eingezogen ist, kann Ameisensäure sehr hilfreich sein.
    Ein gutes Quantum mittels Spritze in den Hohlraum geben.
    Es soll der Effekt einer Überdosierung erreicht werden.
    Wenn noch keine Brut und Waben vorhanden sind, zieht mit etwas Glück die Königin mit den Bienen wieder aus.

  • Quintessenz waren drei Tage Einsatz mit 6 Anfahrten


    Grüße
    Melanie


    :roll: und da trau ich mich nicht zwei Anfahrten zu erwähnen weil Du letztens geschimpft hast. Allerdings war die zweite Anfahrt ungefähr 50 Jungbienen nebst einigen Drohnen geschuldet, die offensichtlich nicht wieder nach Hause wollten sondern lieber als Grüppchen von 20 bis 30 Bienen am Baum saßen bzw. das Auto der Nachbarin des Schwarmgeplagten als Sonnenliege auserkoren hatten :lol:.


    LG
    Andreas

  • Hätte ich auch bestimmt *nicht* gemacht wenn die Sache in Köpenick gewesen wäre - war aber mit so rund 15 min Fahrtzeit vertretbar nah.


    Außerdem hat mir meine Mama beigebracht, zu beenden was man angefangen hat...tjaha und da war so'n paar Tausend Bienen doch ein büscherl mehr als nur Krümel auf dem Teller zurücklassen.


    Aber ich denke, es ist auch für andere ganz gut zu wissen wie schwer das selbst bei "frisch eingezogenen" Schwärmen sein kann, die wieder raus zu bekommen - für mich war das jedenfalls ganz lehrreich!


    Melanie


    P.S. Weiss jemand wie man hier ein Bild hochladen kann dessen Orientierung erhalten bleibt? Sie werden alle seitlich um 90 Grad gedreht...

  • Mit dem Bild hatte ich auch - Problem die waren mit Handy gemacht. Lösung: am PC drehen speichern, dann wieder zurück drehen in gewünschte Position speichern. Dann hat's geklappt. Scheint durch dieses automatische Drehen am Handy verdreht zu sein

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher