Sammelbrutableger im Nachinhein erweitern?

  • Hallo zusammen!


    Ich habe letzten Donnerstag einen kleinen Sammelbrutableger mit 3 Dadantwaben plus drei weiter eingeschlagenen Bienen gemacht. Dabei habe ich bei meinem größten Volk massive Schwarmstimmung feststellen müssen, weshalb die Ablegerbildung etwas gedauert hat bzw. ins Hintertreffen geriet. Nun wollte ich am Mittwoch oder Donnerstag mal nachschauen, wie es bei dem Brutableger so aussieht - dieser soll am Samstag Züchtstoff erhalten und drei / vier Königinnen nachziehen.


    Nun die Frage. Sollte ich der Meinung seihen, dass der Ableger doch zu schwach ist (wovon ich nicht ausgehe, da 3 Dadantwaben mit verdeckelter Brut vorhanden sind), könnte ich dann noch aus einem meiner anderen Völker eine Wabe mit Bienen entnehmen und die einfach so da einhängen? Diese müsste dann natürlich frei von jüngster Brut sein. Oder gibt es dann schon Probleme bzgl. der fremden Bienen? Einen Königin ist ja noch nicht im Ableger. Ich habe die vorher in allen Spendervolker gefunden und für den Bildungsvorgang gekäfigt.


    Wenn das nicht geht, würde ich die Wabe halt später zur richtigen Ablegerbildung zuhängen.

  • Willst Du die Völker entbrüten, also Schwarmdämpfung betreiben oder willst Du den Sammelbrutableger stärken?


    Wenn Du schon das Gefühl oder den Verdacht hast, der Sammelbrutableger seie zu schwach, dann wird das wohl so sein, denn alle, die meine Startervölker sahen, fanden danach ihre auch zu schwach. :wink: 
    Für 4 Königinnen einmalig wird er aber wohl ausreichen, also wäre jedes Zuhängen Geigelei.


    Was mir jedoch immer mißfällt an diese nachschaffungszellengebrochenen Sammelbrütern ist erstens das Zellenbrechen selbst, als Vorgang voller Arbeit und Fehleranfälligkeit in übervollen Völkern und zweitens die Pflegepause, ab Deckelung, die die Jungbienen zwangsweise zu anderen Aufgaben verdonnert. Deshalb vermeide ich die Sackgasse "zu brechnende Nachschaffungzelle" wo es nur geht. Ich altere die Sammelbrutwaben über Gitter auf einem weiselrichtigen Volk, das dann auch noch einen großteil seiner eigenen Jungbienen an den Stater opfert (Saugling). Wenn ich den Sammelbrutstarter von den weiselrichtigen Völkern runter nehme, dann sind die Waben da 9 Tage alt und es gibt nichts mehr zu brechen. Zudem kann die Sammelbrut auf das weiselrichtige Völk ganz bienen- und damit königinnenfrei aufgesetzt werden, was den Spendern garantiert die Weisel erhält und auch jede angeblassene Schwarmzelle aufzeigt. Sofort nach dem Trennen - 8 oder 9 Tage Später - erhält die Sammelbrutzarge dann Zuschtstoff. 17 von 20 Zellen sind immer drin. 30 von 40 werden auch, ab der zweiten Serie. Man kann auch gleich hundert Zellen starten lassen, braucht dann aber andere Völker zum Finischen.


    4 Zellen gehen immer. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    vielen Dank für die Antwort. Das ist eine gute Möglichkeit, wie man die Wartezeit von 9 Tagen und das Zellen suchen / brechen verhindern kann. Leider bei Dadant etwas schwierig. Entweder würde ich in Zukunft über den Honigraum (zeitweise Weisellos) arbeiten oder doch auf Mini Plus ausweichen. Aber Mini Plus würde ich mir vorher erst mal anschauen bzw. noch zwei drei Jahre warten.


    Oder ich führe doch ein paar Völker in der Segeberger - zum züchten und zum verkaufen. DN haben hier halt mehrere.


    Ach ja - zur ersten Frage: Beides. Ein Volk ist massig in Schwarmstimmung. Hab glaub ich schon die Königin verloren und hatte drei verdeckelte Zellen. Hab aber keine Bienen verloren, da Königin beschnitten (war zugekauft). Hab hier eine Brutwabe plus extra Bienen entnommen sowie eine Zelle stehen lassen. Mit etwas Übung ging auch das Abschlagen der Brutwaben und ich konnte so alle Zellen (hoffe ich zumindest) finden...

  • ... eine Zelle stehen lassen. Mit etwas Übung ging auch das Abschlagen der Brutwaben und ich konnte so alle Zellen (hoffe ich zumindest) finden...

    Wände das auch mit der Wabe gemacht hast, die Deine verdeckelte Zelle trägt, dann Gute Nacht.


    An einem Volk, das den Schwarm oder die Königin bereits verloren hat, braucht man keine Schwarmdämpfung mehr vorzunehmen. Das ist ja weisellos und hofft auf die Schwarmzellen. Entferne die und gib dem Volk Zuchtstoff. Rechne mal mit: Ab Schwarmabgang ist die erste Nachschwarmkönigin noch 8 Tage in der Zelle gefangen. In diesen 8 Tagen schlüpfen 8/21 der gesamten Brut, das ist schon fast die Hälfte. Die Halbe verdeckelt gebliebene Brut, wird noch 2 Wochen weiter schlüpfen. Was hast Du also? Einen vollen hoffnungslos weisellosen Starter mit massig Jungbienenüberschuß und keinerlei Abnehmer außer den Edelzellen. Ist das nicht ideal? Die Zellen hättest Du zur Schwarmverhinderung ohnehin gebrochen. Das ist auch jetzt die ganze Arbeit.


    Ganz clevere brechen die Zellen bis auf eine offene und tauschen dort die Larve gegen eine Edelmade aus. Die wird dann gleich auf Saft gebettet und man muß sich um das Volk dieses Jahr nicht mehr kümmern, nur noch irgendwann auf Weiselrichtigkeit kontrollieren und zeichnen vielleicht. Das sind die Honigbringer!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ach ja - zur ersten Frage: Beides. Ein Volk ist massig in Schwarmstimmung. Hab glaub ich schon die Königin verloren und hatte drei verdeckelte Zellen. Hab aber keine Bienen verloren, da Königin beschnitten (war zugekauft).


    Hat denn irgendwer gesehen, dass die Bienen schwärmen wollten? Oder woher schließt Du auf die "massive Schwarmstimmung"
    Ich meine wenn Du die Königin (wie auch immer) "verloren" hast, ist es doch ganz normal, dass sie nachschaffen.
    Ich hatte Dich bisher so verstanden, dass Du eine (auf Schwarmträgheit gezüchtete) Buckfastkönigin gekauft hast. Natürlich schwärmen auch Buckfast, ich will hier keinen neuen Rassenthread aufmachen! Aber die Datenlage finde ich etwas dünn für die Schlüsse die Du ziehst...

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von honigdachs () aus folgendem Grund: schließen statt schleißen

  • Mhmmm - ich hatte mir das auch schon überlegt (mit dem Abschlagen bzw. mit dem Zuchtvolk). Nur war ich halt nicht 100%tig sicher, ob die Königin nicht doch noch drin ist. Eier konnte ich keine mehr finden. Der Sammelbrutableger ist halt einfacher zu kontrollieren. Eventuell kann ich meine Imkerpatin bitten, mich hier noch mal zu unterstützen. Ich wollte das von der Kontrolle am Mittwoch / Donnerstag abhängig machen. Je nachdem, ob ich hier dann Stifte, eine ausgefressene Zelle oder sonst was finde, entscheide ich dann. Ggf. hänge ich noch eine Wabe mit jüngster Brut hinzu - wenn die dann doch angezogen werden, würde ich das Volks als Startervolk machen.


    Kann ich dann nach der Verdeckelung den Zuchtrahmen mit den meisten Zellen entnehmen und in den Sammelbrutableger umstecken? Dann würde eine Königin ins große Volk geboren werden (ist nur zum finden und zeichnen doof aber egal) und die anderen in den Sammelbrutableger. Hier kann ich dann einfacher aufteilen, da diese Bienen ja auch dafür vorgesehen waren.

  • Hallo Honigdachs,


    da gebe ich dir Recht. Ich habe ein Buckfastvolk gekauft. Wobei ich nicht sicher bin, ob das alles so passt. Daher hole ich mir am WE Zuchtstoff von Herrn Gerdes. Das sollte ja dann wirklich Buckfast sein. Schwarmstimmung passt, da ca. 20 Weiselzellen am Rand vorhanden (drei davon verdeckelt) waren, die ich bei der vorletzten Durchsicht halt nicht vollständig gebrochen hatte (da hab ich noch nicht richtig abgeschlagen). Ansonsten bin ich mit dem Volk ganz zufrieden. Es trägt gut ein, ist sehr groß, die Brutwaben sind auch nicht (bis auf eine - wird die Anfangswabe gewesen sein) überaltert - also schwarz und es ist kein Stechervolk. Passt also alles. Für die Schwarmstimmung bin ich auch selber verantwortlich.


    1. Nur ein Honigraum (3/4tel ausgebaut - ca. halb voll - nicht verdeckelt) dann in den Raps. Natürlich nicht gleich den zweiten aufgesetzt...


    2. Zu viele Brutwaben - hier neun Stück.


    Naja ich lerne halt noch...

    12er Dadant, Buckfast

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hobbit () aus folgendem Grund: Anzahl verdeckelter Zellen ergänzt

  • Hallo,


    Wozu Segeberger oder Mini?
    Zwei HR, Rähmchen raus, Brutwaben über ASG rein. Ist doch genau das.


    Hört sich für mich jetzt alles doppelt gemoppelt und teils überflüssig an aber das mit der Aufteilung kannste jetzt natürlich so machen.


    Grüße


    Marion


    die meint, dass die Sammelbrut jetzt besser zum Sammeln wär ;-)
    Kommt auf die Intentionen an

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Mhmmm - ich hatte mir das auch schon überlegt.

    Du hast schon ziemlich viel gemacht und ziemlich wenig überlegt.


    Stell Dir doch mal die Frage, warum Du einen Sammelbrutableger gemacht hast. Es gibt der Möglichkeiten 4 Königinnen zu ziehen viele. Vermutlich sogar viel weniger aufwändige. (Zucht im HR) Du aber hast Dich für ein Verfahren entschieden, bei dem die Sammelbrut verstellt wird, gebrochen und gegen die Varroa behandelt wird, viele neue Königinnen ziehen soll und dann aufgeteilt an den Stand zurück gebracht wird. Dafür nimmt man sinnvollerweise ein Kiste voller Brut und Bienen, die man auch noch verstellt, denn das sind ja in wenigen Wochen die gesamten gesunden Bienen für die neuen Ableger. 2 Waben + gezogene unbegattete Königin = Begattungsableger. So ist die Zucht im Sammelbrutableger sinnvoll und wirtschaftlich. Und so klappt sie auch. Mit zeitlicher Reserve und wenig fehleranfällig. Regelrecht sicher und für den Hausgebrauch im Einmaldurchlauf absolut ausreichend. Empfehlenswert! Kriegt man zu wenig Zellen angepflegt larvt man erneut um oder macht die Ableger dicker, hat man zu viel bricht man eben aus. 10 Tage später teilt man auf, wandert ab, gibt MW und Vielleicht Futter und wartet auf Stifte oder die Wachsmotte. Es ist nicht so schwer! Wenn man's so macht, wie's geschrieben steht. Genauso! Dann hat man am Ende alle Vorteile der Sammelbrut und eben keine zusätzliche Arbeit und kann vielleicht auch mal an Rade drehen, wenn ander Schwärme fangen oder über verhonigte Brutnester jammern. man hat Zeit gewonnen. Und nicht vergeigelt.


    Deine vermutlich zerkloppte Zelle findest Du ja noch. Also kannst Du paar Näpfe für das weisellose Abgeschwärmte entbehren und den Sammelbrutableger behandelst Du wie im Lehrbuch. Dann hast den Vergleich, viel gegeigelt und womöglich was gelernt.:daumen:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,


    ich habe sehr viel gemacht und noch mehr überlegt. Der Grundgedanke ist der, dass ich aktuell drei Völker mit drei unterschiedlichen Herkünften habe. Nachziehen wollte ich Buckfast. Den Zuchtstoff habe ich mir von einem Züchter gesichert. Das war soweit die Ausgangslage. Anfangen wollte ich mit Eistreifen. Finde das aber noch umständlicher als die Zucht mit Zuchtlatte. Dann hatte ich mir die Bogenschnittmethode überlegt. Finde aber, dass hier schon recht viel Verlust ist. Außerdem bleibt hier das gleiche Problem wie bei dem Eistreifen, dass ich viel geigeln muss und nachher auch noch schauen muss, wie ich die Königinnen sicher schützen kann. Ziel war immer, dass ich drei bis vier Königinnen mit gleicher Zuchtlinie erhalte - also kein normaler Brutableger. Dann kam ich zur Honigraumzucht, die du ja erwähnt und von Reiner gut beschrieben wurde. Problem hier, mein einziges starkes Volk (welches nebenbei nun so stark ist das es schwärmt) steht aktuell im Raps. Dazu blüht der Raps hier noch rund 14 Tage und ich bin in der nächsten Woche im Urlaub. Ich habe daher Angst, dass mir die Zuchtlatte verhonigt. Das war mir alles heikel. Daher hab ich mich für den klassischen Brutwabenableger entschieden.


    Das Fahren macht mir nichts. Zwei Völker stehen bei mir zu Hause, eines im Raps. Der neue Bienenstand ist aktuell noch leer - da sollen auch die Ableger später hin. Einzig der Zwischenstand war ein kurzfristiges Problem. Den hatte ich nicht bedacht und musste um 23 Uhr Abends noch einen Stand für den Folgetag finden. Hab aber einen schönen gefunden. Nebenbei einen so guten, dass ich den in Zukunft immer nutzen werde. Rund 15 Obstbäume, Kastanien, ein Bauchlauf zig Blumen und das beste, eine nicht behandelte Heuwiese von rund einem halben Hektar voll mit Löwenzahn. Gemäht wird erst nach abblühen. Keine Felder, die gespritzt werden könnten im Umkreis von mindestens 500 Metern (das ist bei uns schon was...) und rund 5 Kilometer bis zu meinen anderen Standorten.


    Ich gebe dir Recht, dass das Verfahren für vier Königinnen etwas aufwendig ist. Sollten bei der Züchtung Königinnen über bleiben (ich habe eine Latte mit 15 Näpfen vorbereitet), muss ich halt noch schauen, wie ich die verteile. Begatten lassen kann ich die alle nicht. Entweder ausbrechen oder halt als unbegattete verschenken / verkaufen. Mir gehts mehr ums lernen.


    Ach ja eine Frage noch: Wie ist das mit dem Volk im Raps. Die Nachschaffung (wie auch immer) dauert ja rund 30 Tage (bis in Eilage). Der Raps ist aber in rund 14 Tagen durch. Kann ich hier dann ernten und das Volk umstellen oder muss ich die 30 Tage abwarten?

    12er Dadant, Buckfast

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Hobbit () aus folgendem Grund: Frage ergänzt

  • 4 Königinnen = 100 Euro


    Begattet kaufen, Brutwaben mit Bienen dazugeben, wegstellen, glücklich sein! Bis dahin Zellen brechen und wegen mir ... äh ... Angeln gehen ... oder Boot fahrn ... oder ... Rähmchendraht aus Nägeln kloppen und oberflächenvergüten ...


    Der ganze Rest ist Mumpitz und Spielerei. Alleine der Aufwand den Starter zu bilden und zu brechen und vielleicht zu verstärken und dann doch aufzuteilen und die Königin irgendwann zu zeichnen ... Geigelei. Und warum nur denkst Du, wenn eine Königin mit den tollsten Genen auf Deinem Stand begattet wird - auf dem nun wirklich alles Mögliche fliegt - die würden sinnvoll und vergleichbar sein. Nur die Drohnen stammen ausschließlich von der Königin ab und die sind praktisch immer sanft. selbst die von Stechern. :lol: Ansonsten wirst Du alle Kreuzungen von Bienen in Deinen Völkern finden, die die Gegend so bereit hält. Paar die kitten, paar die sich aufregen, paar die stechen, paar die verfolgen und paar die bloß rumlungern. Paar werden Klumpen auf den Waben bilden und paar werden sicher auch Sammeln. Wer sich einmal Zuchtstoff an den Stand holt, tut wenig für die Genetik der daraus entstehenden Völker. Der tut was für sich und seinen Spiel-Trieb. Von den Drohnen hat er ganz konkret nämlich garnix! Und nur die hat er ja geholt - also genetisch. Die setzt er dann im nächsten Frühjahr frei zur Freude aller Standbegatter, die vielleicht auch paar Eier holen.


    Andersrum wird ein Schuh drauß!


    Vom besten Volke am Stand nachziehen und diese Königinnen zur Belegung schicken oder besamen lassen mit homogenem Material und dann am Stand vergleichen.


    Wer nur über die Mutterlinien selektieren kann am Stand, weil er nur immer einfach die beste verfügbare Königin auswählt oder sich deren Eier schicken läßt, der kämpft gerade bei so wenigen inhomogenen Völkern am Stand, gegen die Sammelleidenschaft aller Anderen um ihn herrum und hat nicht die Macht, diese ständig nachkaufenden Anderen zwangszubeglücken. Das Ergebnis darf ich immer wieder bestaunen, wenn ich an fremde Bienen gehe.


    Die supersanften sind inzwischen allesamt gekaufte KB und nur in großen Imkereien mit planmäßiger Völkervermehrung sind die Völker noch halbwegs homogen.


    Bereite Dich also auf eine Enttäuschung vor - dann freuste Dich, wenn anders kommt. Oder redest Dir das einfach schön. Machen ja viele so.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • 4 X neue Königinnen = Lerneffekt 0 (naja das zusetzen der Königin mal ausgenommen). Was mache ich dann nächstes Jahr? Da brauche ich auch keine 30 Königinnen sondern vielleicht 5 - 10?!? Wieder zukaufen, da sich der Aufwand nicht lohnt? Wenns danach geht, müsste ich mir jedes Jahr meine Völker kaufen und nach der Honigernte auflösen. Für drei Völker extra AS kaufen und behandeln? Geigelei. Ich schaue einfach, ob die es überstehen und wenn nicht, kaufe ich mir neue. Einfacher als diesen ganzen Aufwand mit zig mal hinfahren, windeln kontrollieren, Tücher auflegen, wieder hinfahren...


    Das kann man auf alles mögliche ausdehnen. Der Aschenbecher ist voll? Son mist, ich kaufe mir ein neues Auto - immer diese Arbeit mit dem auslehren des Dinges *g*

  • Wieder zukaufen, da sich der Aufwand nicht lohnt?

    Richtig!


    Denn dann weißt Du von diesem Jahr schon, daß Deine Standbegattung scheitert und Du doch lieber Begattete haben willst. Das tolle ist doch, daß Du erkannt hast, daß der Aufwand zum R-gebnis in Relation steht und nicht zum Zwischenergebnis. Das Zwischenergebnis sind 4 ordentlich aufgezogene begattet Königinnen. Das Ergebnis aber wären friedliche fleißige winterharte Völker daraus. Denn wir Imker arbeiten nicht mit Königinnen - es sind Arbeitsbienen die uns stechen oder den Nektar holen. Königinnen sind auch immer lieb ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder