Verständnisfrage zur Ablegerbildung

  • Hallo,


    soweit ich es aus der Literatur verstanden haben, sind die Völker Mitte bis Ende Mai am stärksten. Von 2 Völkern möchte ich dann Ableger bilden, um einen Reserve zu haben, falls im Winter was schief geht.


    Bisher ist es mir noch nie gelungen, die Königin zu finden. Wenn sowohl Spendervolk, als auch Ableger Stifte und junge, offene Brut haben, sollten beide in der Lage sein, eine Kö heranzuziehen. Vermute ich richtig, dass es dann egal ist, ob die vorhandene Kö im Ableger landet, oder im Spendervolk bleibt?


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.


  • Bisher ist es mir noch nie gelungen, die Königin zu finden. Wenn sowohl Spendervolk, als auch Ableger Stifte und junge, offene Brut haben, sollten beide in der Lage sein, eine Kö heranzuziehen. Vermute ich richtig, dass es dann egal ist, ob die vorhandene Kö im Ableger landet, oder im Spendervolk bleibt?


    Hallo Tom, dass ist nicht egal. Du willst doch den Ableger sicher wenn er brutfrei ist mit Milchsäure behandeln ? Wenn dein Spendervolk brutfrei ist, und du es mit MS behandelst, darfst du den Honig dieses Jahr nicht in Verkehr bringen.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Tom,


    wie Du siehst geht auch hier selten was ohne einen Religionskrieg auszulösen :roll:


    Pia Aumeier empfiehlt die Ablegerbildung ohne Königin (auch) mit nur einer Brutwabe. Stichwort: Eine Wabe ergibt ein Volk. Ich habe damit letztes Jahr einen Ableger gebildet mit dem ich (Hobbyimker seit Juli 2012 mit 3 Völkern) bisher sehr zufrieden bin.
    Pia Aumeiers Methoden stossen hier oft auf Ablehnung. Nichtsdestotrotz scheint sie damit klarzukommen....


    Andere empfehlen den Ableger mit der Königin zu bilden, damit die neue Königin im großen Restvolk und somit "im Paradies" aufgezogen wird.
    Großversuche mit Gegenprobe zum Thema, welche Königinnen entwickeln sich besser, scheint es nicht zu geben.
    Tatsache ist aber wohl: Beide Seiten der Front imkern auch nach Jahren noch. Ich schließe daraus, dass beide Methoden funktionieren.


    Wenn Du nur den Ableger mit Milchsäure behandelst und das Spendervolk nicht gibts auch kein Problem mit der Honigernte. Im neuen Bienen Journal steht auch, dass durch Milchsäure keine Königinnenverluste zu befürchten sind. Man kann also auch den Königinnenableger it MS behandeln, wenn man das will.


    Gruss
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Hallo Tom,
    Dein Problem ist das Finden der Koenigin, richtig?
    Dann mach den Ableger fuer doofe(wie ich selber).
    Du suchst Dir eine Brutwabe mit juengster Brut, von der fegst Du vorsichtig alle Bienen ab und haengst sie in den Honigraum ueberASG.,
    Nach ca. einem halben Tag ist sie komplett mit juengsten Bienen besetzt ohne Koenigin, wei die kann ja nicht durchs Gitter.
    Nun die besetzte Wabe in den Kasten, evtl.noch die Bienen einer Honigwabe dazu kehren. Wabe an die Wand, Mittelwand daneben, dann
    Futtertasche oder Tetrapack mit 1:1 Futter.
    Bei dieser Methode musst Du keine Koenigin suchen und der Ableger kann am Stand bleiben, denn Du hast nur juengste Bienen, die noch nicht
    eingeflogen sind.


    Gruss Olli

  • Ich habe damit letztes Jahr einen Ableger gebildet mit dem ich (Hobbyimker seit Juli 2012 mit 3 Völkern) bisher sehr zufrieden bin.
    Pia Aumeiers Methoden stossen hier oft auf Ablehnung. Nichtsdestotrotz scheint sie damit klarzukommen....


    Hallo Holger, wenn ich von 10 solcher Versuche mindestens 2 Fehlversuche habe(80% Begattung auf der Belegstelle sind sehr gut), dann hätte ich die 2 Brutwaben einfacher direkt auf den Kompost geworfen. Das Bienenmaterial ist verloren.
    Wenn ein Begattungskästchen in die Hose geht, dann sind 200 ml Bienen verloren.
    Pia Aumeier lebt imkertechnisch im Paradies, sie muss nicht wirtschaftlich arbeiten, ist ja alles Forschung.
    Ich habe auch schon solche Ableger gemacht, aber im vergleich zu richtig gezüchteten Königinnen schneiden die nicht so gut ab.
    Bis bald
    Marcus, der noch schnell KMEs Beitrag für gut bewerten muss

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Zitat


    Pia Aumeiers Methoden stossen hier oft auf Ablehnung. Nichtsdestotrotz scheint sie damit klarzukommen....


    Ich glaube viel mehr stößt Pia Aumeiers Nähe zu gewissen Kreisen hier oft auf Ablehnung. Sie kommt ja auch damit klar zigtausend tote Bienenvölker öffentlich im TV auf ein paar tausend tote Flugbienen umzudichten.
    Zum Rest Stichwort Paradies wurde ja schon was gesagt.

  • Hallo Tom, laut Literatur ist es egal. Ich bilde Ableger aus 1-2 Brutwabe (wie Frau Aumeier). Da kann man schon genau gucken dass KO nicht drauf ist. Es ist besser während der Tracht die KO dem Trachtvolk zu lassen.Übrigens dieses Jahr ist alles 3 Wochen früher dran. Die Ableger können also schon jetzt gebildet werden.

  • Hallo Donaldo ,

    laut Literatur ist es egal.


    ......


    in welcher Literatur wird denn empfohlen, Ableger ohne Königin zu bilden? Welcher Autor schreibt, dass daraus hochwertige Königinnen zu erzielen sind?
    Gruß
    KME


    mich würde auch die Literatur interessieren, wo diese Ratschläge stehen. Zudem nenne bitte bei Frau Aumeier immer einen Vornamen dabei. Da gibt es die eine(Heike), die mit und von den Bienen lebt und die andere(Pia), die an den Bienen forscht.


    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Dann bin ich ja beruhigt, ich dachte schon Zander, Gerstungen, Ries, Kehle, Schundau, Bötcher usw.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Tom,


    wie Du siehst geht auch hier selten was ohne einen Religionskrieg auszulösen :roll:


    Pia Aumeier empfiehlt die Ablegerbildung ohne Königin (auch) mit nur einer Brutwabe. Stichwort: Eine Wabe ergibt ein Volk. Ich habe damit letztes Jahr einen Ableger gebildet mit dem ich (Hobbyimker seit Juli 2012 mit 3 Völkern) bisher sehr zufrieden bin.
    Pia Aumeiers Methoden stossen hier oft auf Ablehnung. Nichtsdestotrotz scheint sie damit klarzukommen....


    Jeder Imker schwört auf seine eigene Art zu Imkern. Wie bei den Autofahrern. Wenn es Probleme gibt, sind es immer die anderen. Liegt scheinbar in der menschlichen Natur. :lol:
    Auf jeden Fall weiss ich jetzt, dass es egal ist, wo die Kö landet. Mir geht es im Moment noch nicht um Nachzucht, sondern einfach darum, dass ich lieber mit 3 Völkern überwintere, als mit zweien. Wenn Ein Volk stirbt, kann ich daraus lernen und mit 2 Völkern weitermachen. Gehe ich mit 2 Völkern in den Winter und eines stirbt, muss ich ein neues Volk kaufen. Kostet nicht gerade wenig Geld...


    Ich werde die Methode von olli67 nutzen. Vielleicht finde ich aber auch die Königin.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Ich hätte da auch mal noch eine Verständnis Frage zur Ablegerbildung:


    Liebig (u.a.) empfiehlt eine Brutwabe mit jüngster Brut als Ausgangspunkt zu nehmen. Das könnte ich sofort tun.


    Mein Imkerpate meint, ich solle auf bestiftete oder verdeckelte Schwarmzellen warten und diese Waben als Basis für meine 2 Ableger verwenden. Es gibt im Moment und seit längerer Zeit ein paar Spielnäpfchen, aber noch ohne Stifte. Die Damen haben genug Platz zu bauen und offenbar keine Eile mit dem Schwärmen.


    Was ist denn der Unterschied zwischen beiden Vorgehensweisen?


    Und falls ich heute Ableger aus Brutwaben erstellen sollte: Ist denn das vorhergesagte kühlere Wetter in der kommenden Woche eher hinderlich oder förderlich für einen Ableger?