Was konntet ihr als Anfänger lernen, bevor ihr mit der imkern anfingt?

  • Liebe Imker,


    diese Frage ist ehrlich gemeint und nicht sarkastisch. Nachdem ich in diesem Jahr Völker verkauft habe, habe ich auch einige Gespräche mit Jungimkern gehabt. Mich würde interessieren, ob ihr grundlegende Dinge lernen konntet, wenn es denn gewünscht war. Hintergrund ist, dass "man" erstaunt war, dass ohne Handschuhe Bienen bearbeitet werden können, Rauch grundsätzlich vorher gegeben wird und bestimmte Handgriffe erst erklärt werden mussten. Bei einem Gespräch z.B. kam raus, dass die Frau einen von einem Verein organisierten WE-Bienenkurs besucht und bezahlt hatte. Inklusive Übergabe eines Ablegers und einer Imkerpatenschaft. Das klang erst mal nach einer klasse Idee.
    Nachdem WE kamen die Bienen Ende Mai, der Imkerpate hatte keine Zeit, kam aber 2 x zur AS und 1 x zur OS-Behandlung. Das war die Patenschaft. Die Frau geht inzwischen nur mit Ganzkörperkondom an die Bienen, die sie inzwischen allerdings bis zum Haus (20m) dann verfolgen. Die einfachen Regeln wie Rauch durch Beutenöffnung/Boden und später Deckel sind nicht bekannt. Die Entnahme einer Wabe und zwischenlagern in einem seperaten Kasten zum besseren Arbeiten - nicht gewusst. Ich glaube, ich hätte das Handtuch schon längst geschmissen, wenn ich nicht so verständnisvolle Imkerpaten gehabt hätte. Ich konnte jedenfalls immer anrufen, zuschauen oder sie sind gekommen. Habt ihr diese Erfahrungen auch gemacht? Oder sind das Ausnahmen?
    Liebe Grüße
    Katrin

  • Also ich bin blutiger Anfänger.


    Ich war jetzt schon bei verschiedenen Imkern und habe schon paar verschiedene Sachen gesehen und war z.T. auch verwundert, was so alles wie gemacht wird (und das z.T. nicht erst seit gestern) gleichzeitig habe ich mir da auch tolle Kniffe schon abgeschaut, die man halt nicht in Büchern und Foren liest.


    Auch war ich verwundert, wie völlig unbefleckt die z.T. beim Imkerkurs sind, bzw. wie wenig da selbständig dazugelernt wird (auch dazwischen)


    ABER:
    - ich sehe das so - entweder gibt es einen sehr guten Imkerpaten oder halt viel Eigeninitative - ich weiß nicht wie die Kurse so bei anderen sind, aber das hier ist wirklich nur einfachstes Basiswissen und hilft sicher nicht, wenn am Heimstand Probleme auftauchen.
    - ich versuche eigentlich alles für mich gut zu dokumentieren (Bild und Schrift) um bei Bedarf auch Bilder im Internet zu verschicken und mir meine Anregungen u.a. auch hier zu holen. Gleichzeitig dient mein Tagebuch auch dazu im Nachhinein genau zu schauen, wie war das beim letzten mal und was will oder kann ich anders oder sogar gleich machen.
    - des weiteren steht man als Anfänger immer vor dem bekannten Problem (stark ausgeprägt auch in Foren) 5 Imker 7 Meinungen - d.h. hier gibt es meiner Ansicht nur zwei Möglichkeiten, bzw. etwas dazwischen vielleicht.
    - sich sehr sehr viel beschäftigen mit den Themen - viele verschiedene Meinungen/Ansichten einzuholen zu vergleichen und sich dann auf eines festzulegen und dies dann auszuprobieren
    - sich an "eine " Vorgehensweise/Meinung zu halten und die mehr oder weniger 1zu1 zu halten und zu übernehmen (Kurs-Pate-Buch)


    wie sagen die Kölner: Jeder Jeck ist anders


    Wenn mich jetzt einer frägt, wie er sich denn an das Imkern ran machen soll würde ich verschiedene Dinge empfehlen.
    - lesen lesen lesen (Bücher - I-Net - Foren - pdf´s)
    - YouTube Videos schauen (viele verschiedene - man entwickelt dann schon ein wenig ein Gefühl, was da so auf einen zu kommt)
    - Imker besuchen (verschieden und auch verschiedene Betriebsweisen --- man entwickelt auch hier ein Gefühl was man will und was nicht)
    - Imker suchen, bei dem man bei Problemen auch mal anrufen kann (der Imkerpate so zusagen)


    - Imkerkurs besuchen (ich empfehle dies aber erst nachdem man sich die wichtigsten Begrifflichkeiten und theoretischen Abläufe schon selbst beigebracht hat, um den vollen Nutzen aus dem Kurs - nämlich die Praxis ziehen zu könne und nicht noch sich z.B. überlegen muss was ist den "Beute - Zarge - AS - OS - verdampfen - Baurahmen ect." - man ist auch dann in der Lage das gelernte im Kurs gleich in das bisher gelernte einzureichen und zuzuordnen (sehe dies grad an meiner Frau: Sie hat bisher noch nichts gelesen und angeschaut und wir müssen dann immer das gehörte im Kurs nacharbeiten, sie könnte das aus dem Kurs einfach soo niemals umsetzen, da ihr zu viele Begrifflichkeiten nicht geläufig sind - diese werden zwar erklärt, aber das ist dann einfach kein "aktives" Wissen)


    Ich fühle mich sehr unsicher am Kasten, aber ich hampel nicht rum - ich weiß vorher auf was ich achten will - ich habe eine klare Vorstellung von dem was ich sehen müsste (ob ich das dann sehe ist was anderes - bzw. erkenne) - meine Kinder oder Frau machen Bilder von allem was sie sehen und was ich machen und ich kann mir das dann im Nachhinein in Ruhe anschauen ect. und ich dokumentiere ausführlich in der Stockkarte und schreibe dann mein Blogeintrag (für mich in erster Linie) und speichere die wichtigsten Bilder nach Datum sortiert.


    Parallel habe ich mir auf dem Rechner eine gut sortierte Sammlung an Schriften angelegt (gibt es im Netz ja massen) welche bei Apple dann ja in Volltextsuche durchsuchbar sind. D.h. ich finde mitlerweile schon viel wenn ich in die interne Suche Wörter eingebe und nicht in google.
    Ich sammle Lesezeichen schön sortiert (Links - Podcasts - Videos) zu allen möglichen Themen.


    Ich sitze jede freie Minute vor meinen Fluglöchern (Frau schimpft schon) und versuche Unterschiede zu sehen.


    So und trotz alle dem hab ich täglich mehr Fragen als Antworten - auf die ich dann versuche Antworten zu bekommen, bevor ich wieder ins Volk schaue (gut um die Zeit zu überbrücken, man will ja täglich reinschauen - habe bisher geschafft mich an den 7Tage Rythmus zu halten)


    Jetzt könnt ihr mich für gestört und verrückt halten oder mich auslachen - ich bin so und es macht mir Spaß und ich habe das Gefühl jeden Tag was neues zu lernen - mich hat es so was von gepackt - der Tag hat viel zu wenig Stunden um sich mit allem zu beschäftigen was immer wieder in meinem Kopf zum Thema Bienen hochpoppt. Ich lege es einfach wo ab und wenn ich dann an dem Punkt bin, dass ich es brauche oder die Zeit dafür ist hole ich es wieder hoch.


    Und es ist eine rießen Freude, wenn ich dann nach ner Woche warten wieder die Beute aufmache um zu sehen was sich verändert hat ;) und im besten Fall zu sehen, dass die letzte Maßnahme geklappt hat, bzw. ich eigentlich nichts machen muss und alles gut ist.


    freue mich schon auf die Ablegerbildung

    mein Fahrradlicht ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und ich ganz knapp hinterher

  • Hallo Janos,

    Zitat

    Imker besuchen (verschieden und auch verschiedene Betriebsweisen --- man entwickelt auch hier ein Gefühl was man will und was nicht)
    - Imker suchen, bei dem man bei Problemen auch mal anrufen kann (der Imkerpate so zusagen)

    . Dann ist es bei dir ja so gut gelaufen, wie bei mir. Die Möglichkeit sollte man haben, anderen über die Schulter zu schauen. Es ist schließlich noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Danke, Katrin

  • Ich habe meinen Anfängerkurs bei der Volkshochschule gemacht. Dozenten waren 3 erfahrene Mitglieder des örtlichen Imkervereins. 6 theoretische Doppelstunden und 6 mal Praxis am Lehrbienenstand gehörten dazu.


    Ein Dozent imkerte in der Praxis ohne Schleier und ohne Handschuhe. Die anderen beiden hatten einen "Raumanzug".
    In der Praxis wurden unter anderem die Auswinterung, Völkerdurchsicht, Ablegerbildung, Varroabehandlung der Ableger mit Milchsäure, Königinnen suchen und zeichnen, Honigschleudern durchgeführt. Wir hatten sogar das Glück, dass wir einen Schwarmfang sehen konnten. Ich hab in der Praxis jede Menge Rähmchen in der Hand gehabt und alles wurde wirklich gut und geduldig erklärt.
    Der Kurs endete Anfang Juli. Auf die Varroabehandlung mit Amersensäure wurden wir nur theoretisch, dafür aber sehr gründlich vorbereitet.


    Smokereinsatz wurde gut erklärt ebenso die Arbeit mit dem "Nelkenöltuch". Ein seperater Kasten für die Zwischenlagerung einer entnommen Wabe ist mir völlig unbekannt. Ich stelle die entnommene Wabe neben die Beute und so wurde mir das auch beigebracht.


    Meinen Imkerpaten betrachte ich als kompetent und hilfsbereit. Die Terminfindung ist oft schwierig den er arbeitet auch regelmässig am Wochenende. Aber irgendwer vom Verein ist immer zu erreichen.


    Ich glaube aber auchm, dass jeder Anfänger gut beraten ist anderen Imkern zuzusehen und auch zu helfen wenn die an ihren Völkern arbeiten und nicht nur zu warten, dass der Pate zu einem nach Hause kommt. Beim Warten alleine sieht und lernt man natürlich nichts. Und wenn man sucht findet man bestimmt überall hilfsbereite Imker.
    Glaub ich wirklich:-D


    Gruss
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Hallo Katrin,


    auch ich habe 2012 einen Anfängerkurs besucht, ihn aber nach 2 Stunden wieder verlassen, da der Referent mehr über Gentechnik als über das Imkern für Anfänger allgemein referiert hat. Habe aber im Anschluss direkt eine Patenschaft inklusive Patenvolk beim Imker genutzt, um so in die Imkerei zu starten. Bis zum letzten Abschleudern Ende Juli12 war das Volk auch beim Paten, wir haben viele arbeiten gemeinsam gemacht, danach wurde es zu mir umgesetzt und die Varroabehandlung habe ich dann alleine durchgeführt.
    Natürlich hab ich in der Zeit jede Menge Fachliteratur verschlungen, ganz ohne diese Informationen hätte ich bestimmt manches nicht so schnell begriffen.
    Geholfen hat auch, das ich den Imkerstammtisch im Verein initiiert habe, was vielen Jungimkern große Unterstützung war, auch von den "alten Hasen" zu lernen. Ebenso hilfreich war dieses Imkerforum hier. Klar die Redeart 10 Imker 12 Meinungen stimmt natürlich auch hier, aber man muss für sich den besten Weg auch alleine finden, aber Fehler nicht unbedingt 2x machen.
    Mittlerweile habe ich auch 2 Neuimker als "Patenkinder" bei mir, denen ich versuche, das Imkern umfassend beizubringen, wobei ich auch ganz sicher noch nicht ausgelernt habe. Das zeigt dieses Bienenjahr auch, ganz anders wie im letzten Jahr. Aber nur so kann ich und meine "Patenkinder" auch die verschiedenen Facetten der Imkerei kennenlernen.
    Übrigens sind unsere beiden Standorte gerade mal 50-60km entfernt.


    So muss jetzt zum Imker-Stammtisch.
    Wünsche einen netten Abend.


  • Jetzt könnt ihr mich für gestört und verrückt halten oder mich auslachen - ich bin so und es macht mir Spaß und ich habe das Gefühl jeden Tag was neues zu lernen...


    :-)


    Bei mir könnt ihr selbiges tun. Mein "Lernprozess" ist ziemlich ähnlich!


    Gruß, Stefan

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie.

  • Hallo,


    ich habe einen "Liebig-Tag" mitgemacht. Das hat mich soweit überzeugt, dass Bienenhaltung mit wenigen Völkern nicht am Zeitfaktor scheitern muss. Den Anfängerlehrgang konnte ich nicht mitmachen, weil andere Termine standen.
    Einen Imkerpaten habe ich nicht. Zumindest nicht in dem Sinn, dass ich mit ihm gemeinsam am Volk arbeite. Mehr in dem Sinne: Wenn ich Fragen habe kann ich mich melden. Das ist mir auch ganz recht. Es gibt genügend gute Fachliteratur um sich ein ordentliches Grundlagenwissen anzeignen. Auf jede Frage, die darüber hinaus ging, habe ich hier im Forum nette und fachkompetente Anworten bekommen. Dafür danke ich Euch.
    Auf diese Art ist es leichter seinen eigenen Weg zu finden. Die Bienen sagen mir, was sie mögen und was nicht.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Hallo,


    da dass Thema Anfängerwerbung auch bei uns im Verein steht, scheint es ja doch insgesamt über Anfängerlehrgänge gut zu klappen. Das freut mich. Und wenn es, wie bei uns am WE auch so ein Schwarmwetter gibt, kommen Anfänger auch günstig zu Völkern.

    Zitat

    ...dass jeder Anfänger gut beraten ist anderen Imkern zuzusehen und auch zu helfen wenn die an ihren Völkern arbeiten und nicht nur zu warten, dass der Pate zu einem nach Hause kommt.

    . Dem stimme ich voll zu. Anderen (verschiedenen) Imkern zuzusehen und evtl. mitzumachen kann kein Internet ersetzen. Und eine Haltung: "seid doch froh, dass ich Bienen halten will und macht mal...." ist hoffentlich die Ausnahme.
    Danke
    Katrin

  • Hallo Leute,
    unser Imkerkurs hat bereits im Winter mit zwei Theorieterminen begonnen. Bis wir dann zu den nächsten Terminen an die Bienen durften waren da zwei oder drei Monate vergangen. Die verbrachte ich hier im Forum als Beobachter, ich habe mir ein Standartwerk zugelegt ( empfohlen im Imkerkurs und es ging im Titel irgendwie um einfaches Imkern, oder so ;-) ). Was mir auch geholfen hat waren die Lehrfilmchen mit der schmächtigen hübschen jungen Dame, die die Rotation in der Heide vorgeführt hat und die Monatsbetrachtungen von Pia. Der Imkerkurs zog sich bis August glaube ich und paralel dazu hatte ich mir bereits zwei weitere Völker gekauft und Zuhause hingestellt. Auch mit einem Verein habe ich bereits zeitgleich Kontakt aufgenommen. Und wenn man sich fast 7 Monate lang aus verschiedenen Seiten mit dem Thema beschäftigt, dann sollte man schon ein gewisses Grundwissen angeschafft haben. Das wird dann später Jahr für Jahr vertieft.
    Ich denke, man muss nicht beim ersten Kontakt mit den Bienen oder mit dem Vereinsvorsitzenden gleich ein Profi sein. So furchtbar kompliziert ist es nun auch nicht und man lernt eben viel schneller und besser am eigenen Objekt als in der Theorie. Ich habe mich in der Anfangszeit damit getröstet, dass die einzelne Biene im Sommer eh nur 34 - 38 Tage alt wird. Wenn sie nun durch mein Verschulden nur 3o oder 28 Tage alt wurde, naja, letztlich handelt es sich auch nur um ein Insekt. Und eine störende Mücke wird bei mir im Haushalt mit der Fliegenklatsche erschlagen, lange vor ihrem natürlichen Tod. Ich stürze mich auch nicht ins Opinel wegen eines Volkes, das nicht mehr da oder überhaupt ist. Wie die Kelten sich nicht Kelten nannten und die Baumeister von Notre Dame nicht wussten dass sie gotische Architektur machten, so hat eine Biene keine Ahnung von der doppeldeutigen Bedeutung, von der national aufgeblähten Idee des Volkes. Darüber macht sich die Biene keinen Kopf. Volk halb weg, einfangen, zwei Völker. Volk weg, schade dass es weg ist, schön, dass es da war. Gott sei Dank, die Kiste ist noch da, also neues Volk, neuer Ableger oder neuer Schwarm rein. Vermehren und ersetzen ist ein Bestandteil der Imkerei, genau wie Schwärmen nachjagen. Abenteuer pur. Ich jage gerade seit zwei Tagen zwei Schwärmen nach. Den einen hole ich heute Abend ab, der andere brauch wohl noch ein paar Tage oder er wird vom Schädlingsbekämpfer versorgt :-).
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Wolfgang,


    erst mal viel Erfolg beim Schwarm einfangen ;-)


    Ich habe am Anfang dann notgedrungen auch sehr viel gelesen - in Büchern und natürlich hier im Forum. Nichts geht aber über gestandene Imker vor Ort, die einem weiterhelfen können. Allerdings meint ja jeder, seine Art zu imkern ist die einzig richtige. Mit der Zeit merkt man aber, welche Arbeitsweise zu einem passt, was einem liegt.

  • Hallo,


    da gebe ich auch mal meinen Senf dazu ( nicht zum Nachmachen geeignet). Ich imkere seit ca. 40 Jahren. Ich suchte mir von jetzt auf gleich eine Freizeitbeschäftigung, das Ergebnis war ein Erbe eines verstorbenen Imkers. Unbesehen 1000, in W. eintausend DM bezahlt. Von Tuten und Blasen keine Ahnung. Bienenhaus gebaut, Völker transportiert. Beim Transport sind die Kästen ( Freudenstein Hinterlader) wegen Holzwurmbefall, Wachsmottenfraß und Altersschwäche teilweise auseinandergefallen.
    Bienen quollen hervor und gaben im Dunklen ein Begrüßungskonzert. Ein Helfer lies die Kiste fallen, dann gings erst richtig los. Einen Tag später erste Nachschau. 50 Meter vor dem Bienenhaus kam mir das Empfangskomitee entgegen. Kehrt marsch zurück, Schleier und Handschuhe holen, dazu eine leere durchlöcherte 1-Liter Dose mit faulem Holz gefüllt und unter Feuer gesetzt. Die Bienen hats wenig interessiert, aber ich hatte fast eine Rauchvergiftung. In jede Kiste passten nur bestimmte Rähmchen ( obwohl Freudenstein). Kein Imkerpate, keine Hilfe. Bei der ersten " Honigernte" wurden aller verdeckelten Waben entnommen zum Schleudern, Nachdem ich festgestellt hatte, dass unter manchen Deckeln Bienen saßen, stellte ich fest, dass es sowohl Honigwaben, als auch Brutwaben gibt. Nun wurden Bücher gekauft. Im 2. Jahr wurden neue Kästen gebaut in DN als Auszugbeuten ( Eigenbau), der nächste Fehler. Nach ein paar Jahren habe ich Magazine gebaut, DN- quadratisch.
    Die sind seit Jahren bei mir auch nicht mehr in Betrieb. Habe nun Großraumbeuten ( 1, 5 Zander im BR und 2/3 Zander im HR- wegen dem Rücken-) Meine Bienen habe ich in den nächsten Jahren alle auf Carnika umgeweiselt. Mittlerweile habe ich nur noch Buckfast und deren Nachkommen als Standbegattung.
    Aber der "Bienenvirus" hat mich nie mehr losgelassen, Lehrgänge an der Landesanstalt in Mayen erbrachten auch das nötige Grundwissen.
    Ich selbst helfe gerne jedem Neuanfänger als Pate zum Start, ich übe aber keine Kontrolle aus. sondern helfe gerne mit Rat und Tat bei Nachfrage.


    Ich könnte noch viel mehr Anekdoten erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen.


    Grüße in den Abend, Peter

  • Aufgewachsen mit, um,usw und das mit den ganzen 5 Bienenwanderwaden und Bienenhäusern zu DDR Zeiten wo es bis zur Ostsee ging und einer unsere Ostseeunterkunft war
    .Nur waren die Zeiten damals anders ,gelernt sehr viel.Lehrgeld gezahlt aber auch vor allem als zu den damaligen Zeiten die Außerirdischen kamen
    lg Stephan

  • Und,
    wer dabei die Außer- oder Unterirdischen waren liegt im Auge des Betrachters bzw. seinem Standort. Auch bei uns im Westen war nicht alles schlecht :-). Und vor 3o Jahren war sowieso alles besser, auf allen Seiten. Ich war jung und im Fernsehn lief die Rockpalastnacht. Manfred Mann sang über einen gewissen Quinn und wir tanzten im Kreis bis die Decke nachgab. Und Hüben wie Drüben, jammerten die 5o - 8o - Jährigen, dass früher alles besser war. Kumm geh ford.
    Viele Grüße vom Wossie
    Wolfgang, nun 2o Jahre Wolfen

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.