Foto als Etikett?

  • Hallo zusammen,


    ich als Neu/Jungimker hatte letztes Jahr bereits meinen ersten Honig geschleudert. Da es "nur" 80 Gläser waren habe ich mir das Etikett letztes Jahr gespart.


    Dieses Jahr bin ich allerdings guter Hoffnung noch etwas mehr ernten zu können und benötige daher ein Etikett. Da ich selber leider etwas unkreativ bin. Habe ich mir Rat bei der Familie geholt, diese lehnten aber leider mein Standard Etikett ab.


    Sie hatten die Idee einfach ein Foto mit entsprechendem Text als Etikett zu nehmen. Zb. Ein Foto von einer Biene im Rapsfeld.


    Nun wäre meine Frage dazu: Da ich keinen Sortenhonig produziere darf ich ein solches Foto verwenden, wenn ich als Bezeichnung deutlich Blütenhonig oder Frühjahrshonig auf das Etikett schreibe? Oder ist das nicht erlaubt da ich mit dem Etikett ja andeuten könnte es handle sich um Rapshonig? (Was ich im zweifelsfall nicht beweisen kann oder gar beabsichtige)


    Hat jemand Erfahrung damit Fotos als Etikett zunehmen bzgl. der Qualität? Werde auf jedenfall noch mal die Druckerei anschreiben und diesbezüglich nachfragen aber vielleicht hat ja Jemand schon Erfahrungen gemacht?
    Foto wurde mit einer Spiegelreflex aufgenommen und hinterher mit Photoshop bearbeitet Auflösung des fertigen Etiketts beträgt 600dpi. Das Original Foto hat natürlich weniger...


    Danke schon mal für eure Hilfe!

  • Hi danke schon mal,


    die Seite kenne ich überlege noch ob ich da oder hier: http://www.bienendruckerei.com/ bestelle.


    Leider steht auf der von dir genannten Seite nichts zu meiner eigentlichen Frage: Ob es erlaubt ist ein solches Foto mit Raps auf ein Honigglas mit Mischhonig zukleben? Oder ob das Irreführung der Verbraucher ist und damit nicht gestattet.


    Hat jemand den Erfahrung mit der Qualität von solchen Etiketten?

  • Hallo !


    Bei Honigmixern habe ich schon Alpenähnliche Berge auf dem Etikett gesehen,
    mit dem Titel "Bergblütenhonig", darauf stand: "Honig aus nicht EU Ländern".


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Moin Sebi,
    zu deinen Fragen:
    1. Foto als Etikett, warum nicht, es gibt 100e Beispiele, u.a. bei mir.
    Warum möchtest Du unbedingt ein Rapsfeld drauf haben? Knipse doch einen blühenden Apfelbaum mit dazu, und dein Problem der "Sorte" ist gelöst. Außerdem gilt das, was geschrieben da steht, nicht das Foto.
    Bei "Rotbäckchen" hast Du ja auch keine dickwangigen Kinder in der Flasche, und bei "Milka" keine Kuh in der Schachtel.
    2. Qualität: Die meisten Firmen liefern gute Qualität, vergleichbar mit den Etiketten vom DIB sind die alle. Ob dein Foto für die Druckqualität ausreicht, sagt dir der Etikettenhersteller. Der gibt normalerweise eine Mindestqualität vor.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Sorry, hab da ne kurze Zwischenfrage.
    Wenn du kein Etikett machst mit den geforderten Informationen, dann darfst du ja den Honig offiziell garnicht verkaufen eigentlich, oder?


    Gruß
    Specki

    Wir seh'n die Menschen um uns herum, viele krank und furchtbar dumm. Reden viel von Intellekt, doch der Natur zoll'n sie keinen Respekt. [XIV Dark Centuries]

  • Richtig Specki,
    Honig im Glas ohne Etikett nur auf dem eigenen Frühstückstisch oder Kaffeetisch etc. Alles was aus dem Haus geht, verkauft oder geschenkt, mit Etikett.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo danke für eure Antworten,


    Auf dem jetzt erarbeiteten Etiketten sind selbst verständlich alle geforderten Informationen. Es ist richtig das ich meinen letzten Honig eigentlich nicht abgeben durfte deshalb ging er auch nur an die engsten Freunde.


    Für das Etikett muss es kein Rapsfeld sein ich habe in der Tat mehrere entworfen unter anderem auch eins mit Apfel Blüte. Das schöne an dem Rapsfeld Etikett ist halt das es in meinen Augen farblich stimmig ist da dort das Gelb sehr schön zusammen passt und auf der Apfel Blüte eher grün.


    Ich bin aber erstmal beruhigt das ich von der rechtlichen Seite auf der sicheren Seite bin solange alles drauf steht unabhängig davon was das Hintergrundbild vermittelt.


    Bzgl der Qualität werde ich dann mal mit der Druckerei sprechen.


    Hat jemand Erfahrung mit den beiden hier genannten? Oder noch einen anderen Hinweis?

  • Hallo Sebastian,


    frag doch mal Tante Google nach "Honigglasetiketten Bilder".


    Dort findest Du u.a. dieses hübsche Beispiel, auf dem auch steht "Deutscher Wald- und Blütenhonig" und drauf abgebildet ist? Rapsblüte mit Biene!:cool:


    Wenn es gelb sein soll der Optik wegen, überleg Dir doch noch ein Alternatives Foto, klemm Dich vor einen gelben Mohn, Ginster, gelbe Krokusse wären die Gelegenheit gewesen, Löwenzahn, Schlüsselblume?!,
    sonst mal im Blühkalender bei den Honigmachern forschen, Blüte in gelb finden, suchen und davor legen mit der Cam, bis eine Biene dran war. Das Liegekissen dazu nicht vergessen :wink:


    Grüße


    Marion


    die findet, dass das Foto so ähnlich ist wie sonst bei Lebensmitteln "Serviervorschlag". Der Text ist entscheidend!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Also,w elches Foto Du dafür nutzt ist völlig Wurscht, solange die Informationen richtig sind.


    Ich habe meine Ettiketten hier bestellt:
    http://www.imker-druckerei.de/
    Die Fotos habe ich selber ausgewählt ( 3 Honigbezeichnungen) und die Etiketten sind klasse, selbstklebend, lösen sich wieder wunderbar vom Glas.
    Kann ich nur empfehlen

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Sebastian,
    ich drucke meine Etiketten selbst aus. Auf einen Selbstkelbebogen passen gut 8 Etiketten drauf, für 5oo g/25og und 125 g. Für mich lohnt sich eine Druckerei noch nicht. Anstatt Serviervorschlag schreibe ich " Die Aussicht meiner Bienen " unter das Foto. Oder ich verwende eine Kinderzeichnung. Mütter und Omas fahren da voll drauf ab. Und wer kauft Honig, Mütter und Omas :-).
    Ich habe 3 oder gar 4 Gläsergrößen, schleudere drei bis vier mal im Jahr von 2 - 4 Standorten. Das macht gut 27 verschiedene Etiketten. Da lohnt sich die Druckerei wirklich noch nicht.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.


  • Ich habe 3 oder gar 4 Gläsergrößen, schleudere drei bis vier mal im Jahr von 2 - 4 Standorten. Das macht gut 27 verschiedene Etiketten. Da lohnt sich die Druckerei wirklich noch nicht.


    Hallo Wolfgang,


    was schreibst du denn alles auf deine Gläser, wenn du aktuell in drei vier Wochen die Frühtracht erntest? Ich komme auf 2: Raps und Frühtracht. Dazu noch im Sommer die Spättracht oder halt Sommerhonig. Oder schreibst du auf jedes Etikett "Frühtracht aus Standort" und deine Standorte sind komplett in anderen Orten?


    Ich bin auch noch am überlegen, was ich drauf schreibe. Eventuell "Frühtracht aus dem Münsterland" oder "Frühtracht aus dem Kreis Warendorf" dann brauche ich weiterhin nur drei Etikettenarten.

  • Hallo,


    ich würde "tracht" gar nicht verwenden, das hört sich so altbacken-bieder-fachjargon-mäßig an.
    Frühjahrshonig - das wollen die Leute doch auch im Glas haben;
    oder Sommerhonig aus....
    oder "....Landhonig"


    ?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Wolfgang,


    was schreibst du denn alles auf deine Gläser, wenn du aktuell in drei vier Wochen die Frühtracht erntest? Ich komme auf 2: Raps und Frühtracht. Dazu noch im Sommer die Spättracht oder halt Sommerhonig. Oder schreibst du auf jedes Etikett "Frühtracht aus Standort" und deine Standorte sind komplett in anderen Orten?


    Ich bin auch noch am überlegen, was ich drauf schreibe. Eventuell "Frühtracht aus dem Münsterland" oder "Frühtracht aus dem Kreis Warendorf" dann brauche ich weiterhin nur drei Etikettenarten.



    Wenn Du eine Sortenangabe draufschreibst, musst Du einen Nachweis führen können, dass das auch so ist. Bspw. Waldhonig muss glaube ich zu 60% aus Waldhonig bestehen. Das ist je nach Verband ein bißchen anders, aber sehr ähnlich.
    Den Honig kannst Du bestimmen lassen, das rentiert sich aber nur bei größeren Mengen, das es ab 50 EUR aufwärts kostet.
    Ich kannte mal einen Imker der schrieb Holunderblütenhonig drauf -> geht überhaupt nicht, Bienen gehen nicht an Holunderblüten.
    Auf meine Nachfrage sagte er: Er füttere die Bienen mit Holunderblütensirup. hmmm, das entspricht nicht der Honigverordnung.
    Dies solltest Du mal anschauen.


    Soviel ich weiß muss auf dem Honig stehen:


    -Herkunft: "Deutschland",
    -Losnummer,
    -Gewicht,
    -Mindesthaltbarheitsdatum = typisches Datum ist bis 2 Jahre nach Abfüllung ins Glas-nicht das Schleuderdatum,
    -Dein Name oder Imkereiname mit Adresse, optional Telefonnummer für Nachbesteller
    -Angabe "Reiner Honig" oder nur "Honig", "Sommerhonig", etc.
    - Sortenangabe, wenn man mag und einen Nachweis hat
    -als Marketinghinweis: Direkt vom Imker


    Gruss,
    Christian