Imkern trotz eingeschränktem Hebegewichts

  • Guten Tag werte Imker und Frohe Ostern!


    Bevor ich euch mit meinen Fragen überhäufe möchte ich mich kurz vorstellen.
    Bin 49, komme aus dem Vogtland und überlege schon seit längerer Zeit mir eventuell eine kleine Hobbyimkerei aufzubauen, so 3-5 Stöcke.
    Das Vorhaben wollte ich schonmal vor 2 Jahren starten, da sich meine berufliche Situation verändert hatte und ich entlich wieder in der Umgebung arbeiten konnte. Genau zu diesen Zeitpunkt ereilte mich ein BS-Vorfall im HWS- Bereich mit anschließender OP.
    Genau da liegt nun mein Problem, das vom Arzt emphohlene Hebegewicht sollte nicht über 15kg liegen. Leider gibt es scheinbar kein System mit Magazinen welches diese Grenze nicht übersteigt, oder doch?


    Nun habe ich durch Zufall die Seite von Wagner gesehen und seit diesem Tag ist in mir etwas Hoffnung aufgeflammt, das Vorhaben doch noch umsetzen zu können.
    Und zwar geht es um den Mini Plus midifizierten Überwinterungskasten nach Wagner. Wenn ich das richtig sehe, hätte man da in einer Zarge 6 Dadant Rähmchen von der Größe 448x285, sozusagen die Hälte eines Dadant Brutraumes. Wenn man nun 2 Zargen übereinander stellt, wäre es ein geteilter Brutraum mit der Größe vom Dadant Magazin.
    Als Honigraum könnte man die Zarge von Wagner verwenden, Artikel-Nr. 3180 Größe 509x274x168, passend für die Rahmengröße Langstroth Flach 448x159. Absperrgitter gibt es ebenfalls in der Zargengröße. Zum Überwintern müsste man eventuell eine 3 Zarge aufsetzen oder die kleinere "Honigzarge" mitbenutzen. Am Boden müsste man vielleicht etwas verändern zum Zwecke der Varroa-Kontrolle.


    Nun meine Frage an Euch, wäre so etwas Möglich und vorstellbar?
    Oder unterliege ich einen mächtigen Denkfehler?
    Es geht ja nicht nur um meine Gesundheit sondern auch um das Wohlergehen des Biens.


    Danke schonmal für eure Antworten.

  • Hallo, es gibt noch eine elegantere Möglichkeit:
    Segeberger Kunstoffmagazine.
    Brutraum 1,5 fach, der bleibt stehen und man muss ihn nicht heben. Dann 0,5er Honigaufsätze, davon wiegt einer gefüllt höchstens 15 kg.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Markus. daran habe ich auch schon gedacht, nur bin ich bei genaueren überlegen davon abgekommen.
    Der Grund sind die Spechte die es hier gibt. Die Schrecken nichtmal davor zurück die Meisenkästen zu zerhacken.
    Hätte ich eigentlich gleich im Eingangsposting erwähnen können.

  • Hallo Bienenschreck, ein große Imkerhändler in Mittelhessen bietet eine Beschichtung an, die Spechtsicher sein soll. Da kosten dann aber alle Beutenteile das doppelte.
    Spechte zerstören auch einfache Holzkisten.
    http://www.bienenzuchtbedarf-s…hichtete-Beuten-von-Seip/
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo,
    muß es unbedingt ein Magazin sein.
    Wenn ich nicht mehr heben kann würde ich es bei der geplanten Anzahl von 3-5 Völkern auf jeden Fall mit Golz.- / Bremerbeuten probieren. http://www.peter-Adams.de


    Gruß Finvara


    Ps. Die Sache mit den Mini-Plus lass lieber. Dafür wurden sie nicht gemacht.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Es geht natürlich auch mit Hinterbehandlungsbeuten, wo man zwangsläufig jede Wabe einzeln heraus nehmen muss.
    Wenn die Zarge einem zu schwer ist, kann man auch bei den Magazinen die Waben einzeln ziehen, was ich auch manchmal mache.


    MFG Wolfgang

  • Der Gewichstvorteil von Styropor wird überschätzt. Er bewegt sich bei einem voll entwickelten Volk bei etwa 5% zum Nachteil von Holz. Das sind nicht mal 5kg auf das ganze Volk bezogen!


    Hallo, es gibt noch eine elegantere Möglichkeit:
    Segeberger Kunstoffmagazine.
    Brutraum 1,5 fach, der bleibt stehen und man muss ihn nicht heben. Dann 0,5er Honigaufsätze, davon wiegt einer gefüllt höchstens 15 kg.
    Bis bald
    Marcus

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Bienenschreck,
    hast du dir schon mal die Warré angesehen?
    Da kommst du bestimmt mit deiner Gewichtsgrenze zurecht.
    Und Magazine hast du dann auch.
    Kannst ja auch mit Rähmchen darin imkern.
    Mfg Lodgy

  • Der Gewichstvorteil von Styropor wird überschätzt. Er bewegt sich bei einem voll entwickelten Volk bei etwa 5% zum Nachteil von Holz. Das sind nicht mal 5kg auf das ganze Volk bezogen!


    Hallo Reiner,
    Segeberger 1,5 Zarge mit Boden und Deckel 5,53 kg
    Einfachbeute mit Boden und Deckel 10,70kg
    auf das Gesamtgewicht sind es nur ein paar Kg, aber beim Bankdrücken, sind auch nur die letzen KG die zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Bienenschreck,
    ich darf ja noch weniger heben als du, aber ich glaube gar nicht, daß die Kilos die Hauptprobleme bei der Imkerei verursachen. Ich sehe eher die Probleme bei der ungleichen Arbeitshöhe und dem verdrehen des Rückens, sicher dann schon auch beim Heben voller Honigzargen, aber das muss ja nicht sein. Ich habe leider gemeint mit Zander imkern zu müssen weil das alle hier haben. Wenn ich nun meine drei Zandermagazine (auch noch Herold) durchgearbeitet habe reicht es mir ordentlich. Ich glaube mit Dadant wäre ich da besser beraten gewesen. Demnächst besiedle ich ja meine Lagerbeuten oder auch Einraumbeuten, die geben sicher mehr Arbeit bei der Schwarmkontrolle und der Ertrag wird nie an ein Magazin rankommen, aber ich habe mir die auf meine perfekte Arbeitshöhe eingerichtet. Aber ich finde es toll, daß du dich so wie ich auch nicht dem Selbstmitleid opferst und die Sache durchziehst. Viele sagen ja lass es, aber es geht, man muss es nur richtig machen.


    Gruß DB

  • Danke für eure Beteiligung nochmal.


    @ Marcus Göbel
    das mit dem behandeln der Beuten mag schon gehen, aber Styro ist nix für mich.


    wowalther
    Hinterbehandlung kenne ich noch von meinen Opa, aber ich Glaube das ist nichts für mich. Ist das überhaupt noch gängig bei einem Neubeginn?


    Finvara
    Ich glaube mit dem Gedanken an die Golzbeute könnte ich mich anfreunden.
    Danke für den Link.
    Hätte da auch einen Hersteller auf die Schnelle gefunden.
    Darin ist Kaltbau angesagt was ich bevorzugen würde.
    Allerdings bleiben da einige Fragen offen.
    1. Was wäre besser 2x17 oder 2x20 Rahmen?
    2. Ist eine Zufütterung über den Honigraum möglich?
    3 Varroa-Behandlung im Frühjahr ist das echt nur mit neuer Schwarmbildung und zusetzen einer neuen Königin zu veranstalten?
    4. Da ich vorhab die hier in der Gegend üblichen Bienen (Carnicas) mir zuzulegen, frage ich mich gerade ob eventuell das Kuntzsch-Rähmchen ein Hinternis sein könnte? Scheint nicht so verbreitet zu sein.
    OK, zu Not könnte man Jungschwärme in Minis kaufen und damit die Kuntzsch bestücken
    Da fällt mir bestimmt noch mehr ein, je länger ich mich mit der Golzbeute beschäftige.


    Ich hab mich da auch noch nicht festegelegt. Wer noch eine Idee hat ich bin offen dafür.


    MfG


    Bienenschreck

  • Hallo,
    Ich selbst habe noch nie mit der Golz.- od. Bremerbeute geimkert,( Allerdings mit Trogbeuten schon. Darum auch mein Rat.) .
    Aber einige Grundsätzliche Fragen werde ich trotzdem versuchen zu beantworten.


    1. Zufütterrung über den Honigraum ist möglich , da ja durch das Absperrgitter beide Räume miteinander verbunden sind.
    2. Ich würde mich immer für die größere Variante entscheiden. Denn Einengen kann man das Volk mit einem sog. "Schied" ja immer.
    (Eine große Beute kann auch immer gleich zur Ablegerbildung / Schwarmverhinderrung genutzt werden.)
    3. Die Varroabehandlung eines Trachtvolkes erfolgt IMMER erst nach der letzten Ernte.
    Nur Schwärme oder Ableger von denen man erst im folgenden Jahr Honig ernten will od. kann dürfen im Frühjahr behandelt werden.
    4. Es stimmt , das Kuntschmaß ist nicht so verbreitet, wird aber noch öfter, besonders von älteren Imkern, verwendet wie man denkt.
    Die einfachste Besiedelung wäre aber mit einem gekauften ( Kunst.-)Schwarm wenn man keinen Imker im Standmaß findet. In den Örtlichen Vereinen, od. hier im Forum findet man
    sicherlich einen Verkäufer.
    5. Die Bienenrasse ist erst einmal grundsätzlich zweitrangig. Man kann mit jeder Biene in jeder Beute imkern wenn gewisse grundsätzliche Biologische Anforderrungen hinsichtlicht Größe
    und Konstruktion und Materialbeschaffenheit der Beute erfüllt werden. Und die Golz.- sowie Bremerbeuten erfüllen diese Anforderrungen .


    Sehr günstig wäre es wenn du einen Imker findest bei dem du dir diese Beuten und die Bearbeitung bzw. Betriebsweise einmal in "Natura" anschauen könntest.
    Ansonsten ist diese Betriebsweise eigendlich sehr gut in " Herr Bremers Buch " (Siehe Link) beschrieben.
    Und ich bin mir sicher in diesem Forum finden sich auch erfahrene Imker die diese Beute bereits besitzen und darüber mehr schreiben können wie ich.


    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.


  • Viel Spaß damit
    Brummerchen