MAQS beehive strip ...


  • Honig nur noch von Mai bis Juli und am besten 3 - 4 Brutlücken im Jahr. Oder alternativ lässt man sie brüten und lässt sie möglichst viel Brut selbst ausräumen und räumt noch zusätzlich alles aus, was nicht unbedingt zum Honig machen gebraucht wird.
    Ich habe starke Bedenken, wo das hinführt.


    Lieber Wolfgang,


    sprichst Du mit "alternativ" die TBE gem. Dissertation von Dr. Radtke an?:


    http://d-nb.info/1025135512/34


    Fragend - Gottfried

  • Hallo Gottfried,
    ja, was Bruder Wasgau meint ist das TBE-Verfahren nach Dr. Radtke. Ich versuche dieses Verfahren ebenfalls anzuwenden, bin aber auch ziemlich liederlich und manchmal im Urlaub, wenn der richtige Zeitpunkt ist. Dieses Jahr war ich zu spät bzw. das Jahr war zu früh.
    Ich hingegen habe in meinem Beitrag andeuten wollen, dass wir entweder auf mehrere Brutlücken hoffen, was es nicht sein kann, wenn wir sich entwickelnde starke Völker wollen, dass aber für mich die Zucht der sog. Varroatoleranz und das zusätzliche Drohnenbrutschneiden ebenfalls auf eine Brutzerstörung hinausläuft. Bei der Zucht auf Varroatoleranz bzw. Varroaintoleranz werden ja die von den Bienen in der Brut ausgeräumten Brutzellen auf einer gewissen Größe der Brutwabe gezählt. Je mehr ausgeräumt wird, desto besser ist wohl der Plan.
    Zeigt das aber wirklich wie toll die Bienen kranke Brut ausräumen oder zeigt es auch wie viel kranke Brut drin ist?
    Ist jetzt also mehr ausgeräumte kranke Brut wirklich besser als weniger ausgeräumte kranke Brut?
    Mag sein, dass ich da was falsch verstanden habe, letztlich ist es egal, ob ich die Brut durch AS umbringe und eine Brutpause erzeuge oder ob es die Bienen selbst machen.
    Letztlich setze ich auf Dr. Radtke, wobei, früher habe ich auch auf Dr. Liebig gesetzt :-).
    Und ja, auch schon Bruder Adam hat die Brutscheune, also die TBE angewandt und erwähnt.
    Jedenfalls ist die Methode auch schon recht alt und ich dachte mir schon, dass es einer von den Catwrights war, wusste nur nicht mehr genau ob Hoss, little Joe oder eben Adam :-).
    Viele Grüße
    Wolfgang, der genau, wie er seiner Steuerfrau verspricht in Zukunft ordentlicher zu werden, seinen Bienen verspricht nächstes Jahr ordentlicher zu werden, mal sehn

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Wolfgang,


    wenn du den bei den Varroatoleranzzucht genutzten Nadeltest meinst, um das Ausräumverhalten zu messen, so wird nicht die gesamte ausgeräumte Brut gemessen, sondern der ausgeräumte Anteil eines künstlich abgetöteten Brutbereichs. Würde die gesamte ausgeräumte Brut gemessen, hättest du Recht und es könnte ein Volk mit viel kranker Brut gut abschneiden. Gemessen wird hingegen, welcher Prozentteil einer gezielt abgetöteten Brutmenge innerhalb einer vorgegebenen Zeit ausgeräumt wurde. Dazu wird eine abgezählte Anzahl von Larven auf der Wabe durch einen Nadelstich getötet und genau markiert, welche Larven das waren. Nach (ich glaube inzwischen nur noch) 8 Stunden wird gezählt wieviele dieser Larven vom Volk erkannt und ausgeräumt wurden.
    Die Hoffnung ist, das Bienen, die bei diesem Test gut abschneiden, auch sonst gut kranke Brut erkennen und diese frühzeitig ausräumen. Je schneller dies geschieht, umso weniger Brutkrankheiten sind im Volk, umso weniger Brut müssen diese Völker im Gegenzug ausräumen.


    Gruß
    Ludger

  • Jep,
    Hat der erfunden, und vieles was ihr heute so macht und gebraucht auch!
    Ehre wem Ehre gebürt.
    Der war schon klasse!
    Auch heutzutage noch wird vieles was er gemacht hat, aufgewärmt und verdreht benutzt, um sich damit selber Orden an den Revers zu tackern.
    db

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Richtige Auslese und exaktes Verpaaren, ist das Ruder mit dem das Schiff auf Kurs gehalten wird.

    Paul Jungels


    https://www.bienen-plus.de/

  • Danke Bernhard! Nach erstem Überfliegen: 500ppm AS braucht es mindestens, um Milbenatmung zu schädigen. Wobei auch Kurzzeit (i.S. der AS-Konzepte) reichen würde.
    Um die Milben unter den Deckeln zu erwischen, scheint es nötig zu sein, auch die Larve entsprechend zu schädigen - zumal, wenn die Milben seitlich oder sogar unter der Larve sitzen.
    Die Stockluftmessungen der RUB ergaben Werte von tlw. unter 300 (ppm?) bei Temperatur von 14 Grad und nur bei MAQS von über 500 (auch nur in den ersten 5 Tagen):


    http://www.vbio.ruhr-uni-bochum.de/downloads/beinert.pdf


    Leider kann ich die Diagramme nicht vergrößern, um die zweifelsfrei lesen zu können.
    Ich nehme an, daß Schwammtuch ähnliche Konzentrationsverläufe wie MAQS zeigen würde.


    Mich irritiert bei HK Bolli, S Bogdanov, A Imdorf, P Fluri, daß die an jacobsoni geforscht haben. Uns quält doch die destructor oder ist das damals (1993) noch nicht unterschieden worden?


    Mit freundlichen Grüßen - Gottfried

  • Den Unterschied kannte man damals noch nicht.


    Ich habe das bisher so verstanden,


    dass es keine tatsächlich andere Art ist, sondern die selbe Art, die aber abseits ihrer asiatischen Heimat "destructor" genannt wird, weil sie hier als ernsthafter Schädling auftritt. Dies aber nicht, weil sich die Milbe geändert hat, sondern weil die hiesigen Bienenrassen nicht mit ihr umgehen können wie es die asiatischen Bienen der Milbenheimat können.


    Gruß
    hornet

  • Jetzt, ein halbes Jahr nach der MAQS-Behandlung zu den verbleibenden Rückständen: das Papier hat mich strahlend weiß angelacht, obwohl es doch zerschrotet werden sollte nach Waschzettel. Den haben meine Bienen wohl nicht bis zum Ende gelesen.


    Gruß Peter

  • Worauf würdest Du achten, um in diesem Jahr Unterschiede zwischen einer AS-Langzeitbehandlung und MAQS-Behandlung festzustellen? Bisher kann ich nur sagen, dass die OS-blockbehandelten Völker mehr Kaka hinterlassen haben. Aber auch bei denen sehen die Därme aus wie eine Bernsteinfabrik, nicht wie eine Molkerei!
    Aber da ich insgesamt nur zehn Völker gleichzeitig, aber unterschiedlich (MAQS/AS-lang/OS-Block) behandelt habe, wird natürlich einige Unsicherheit bleiben...
    Momentan stehen alle Völker eher unter- bis mittelprächtig da, aber ziemlich einheitlich. Vor einer Woche habe ich verdeckelte Brut und Stifte gesehen, aber keine Larven. Worauf sollte ich jetzt besonders achten?


    Gruß Peter