Fortbildung zum Apitherapeut via "Fernstudium" / Selbststudium

  • Hallo zusammen,
    ich hab eine Frage zur Ausbildung Apitherapeut.
    Hat jemand von euch schon mal die Fortbildung absolviert, die durch den API -Verband via CD und verschiedenen Lektionen angeboten und durchgeführt wird? Kosten ca. 400€ .


    mich würde interessieren, wie eure Erfahrungen damit sind, ob es lohnenswert ist, umfassende Informationen zur Verfügung gestellt werden, die Präsenzzeiten akzeptabel und der Austausch mit den Referenten gut funktioniert.


    oder was würdet ihr für eine Ausbildung und Ausbildungsstätte empfehlen?
    Da ich im norddeutschen Raum ansässig bin, wäre eine Empfehlung für Ost /Nord-Ost/Nord/Nord-West sehr willkommen.


    vielen Dank und einen netten Abend
    Grüsse aktuell von der Nordsee
    Kessi

  • Die Ausbildung dürfen, soweit ich weiß nur Ärzte oder Heilpraktiker machen
    Zitat vom Flyer:
    Sind Sie Imker, Bienenfreund oder Interessent der Apitherapie?
    Hier denken wir vor allem an imkerlich Tätige und an Apitherapie-interessierte Personen.
    Da dieser Personenkreis laut Gesetz nicht therapeutisch tätig sein darf, möchten wir ihm die Möglichkeit geben, fachlich kompetente Apitherapie-Vorträge im Sinne des DAB durchführen zu können


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Anni,


    ja ich weiß, hab den Flyer gelesen,bin medizinisch ausgebildet und überlege den Heilpraktiker mit Spezialisierung Apitherapie zu machen. Dachte ich fang mal mit der Apitherapie an und wenn ich ab nächstem Jahr vielleicht mehr private Zeit haben würde, könnte ich den HP einschieben.
    Von daher die Frage, ob jemand Erfahrung damit hat.


    viele Grüße
    Kessi

  • Schade, dass keiner Antwortet.
    Seit ich vor einem Jahr gelesen habe, dass ein Herr Musch einen "ApiAir" erfunden hat,
    lässt mich dieses Thema nicht mehr los ( aus der Sicht des Imkers!)
    Wie oft habe ich verschiedenste Konstruktionen gesehen oder davon gelesen, die es einem Menschen möglich macht,
    die Stockluft aus dem Bienenvolk einzuatmen. Meißt war dies weniger zu therapheutischen Zwecken, als einfach "weil es gut riecht" oder zu Demonstrationszwecken.


    Nun hat Herr Musch ein Gerät "entwickelt", welches er auch hat patentieren lassen.
    Ich kenne mich mit Patenten nicht aus und war etwas verwundert, dass man das Verbinden eines
    PC-Lüfters, eines handelsüblichen Schlauches und einer in Apotheken erhältlichen Pari-Maske patentieren lassen kann.
    Aber man kann wohl. Und ich finde seine Idee auch klasse.


    Nun gibt es zeitgleich auch noch diesen Apitherapiebund, welcher Seminare für Heilpraktiker, aber auch für Imker anbietet.
    Hier lernt man als Imker an einem Wochenendkurs für ein entsprechendes Entgeld, die Bienenprodukte fachgerecht anzuwenden und zu vermarkten.
    Man erhält dann ein Zertifikat des DAB.
    Und man kann auch in seiner Imkerei mittels des erfundenen ApiAir des Herrn Musch, welchen er auch für das
    entsprechende Geld verkauft, für interessierte "Stockluftatmer" entsprechend entlohnte 20-Minutenatmungen am Bienenstock anbieten.


    Klingt alles mächtig toll.


    Ist allerdings auch gar nicht so billig.
    Und wenn man sich die seit 2009 dort eingetragenen Heilpraktiker und Imker mit Zertifikat ansieht, sind es ja nicht gerade viele.


    Mir kommen Zweifel auf:



    Muss ich einen Kurs eines (selbsternannten?) DAB absolvieren, um Leuten anzubieten, Stockluft einzuatmen?
    Muss ich als Imker, der eigentlich über die Bienenprodukte genau so viel Wissen sollte, wie über die Bienen, einen solchen Kurs absolvieren?


    Muss ich dann zur "Apitherapie" mit Stockluft den ApiAir beim einzigen Vertreiber Herrn Musch erwerben, da - wenn ich selber einen
    PC-Lüfter mit einer Pari-Maske zusammenschraube, ich ein Patent verletze?
    Muss ich als Imker, der eigentlich über die Bienenprodukte genau so viel Wissen sollte, wie über die Bienen, einen solchen Kurs absolvieren?
    Als Heilpraktiker kann ich es noch verstehen, aber als Imker schon ein wenig weniger.


    Was spricht dafür, was dagegen?


    Nicht, dass Ihr mich falsch versteht, mein Honig-Zertifikat für den DIB habe ich gerne erlangt, die Infos, welche ich erworben habe sind es wert.
    Zudem darf ich ohne dieses Zertifikat keinen Honig im DIB-Gls verkaufen, sollte ich dies irgendwann mal wollen.


    Aber das Apitherapiezertifikat, ist das wirklich notwendig?
    Auf deren Flyer steht geschrieben:
    Zitat:
    Da dieser Personenkreis ( Anmerkung von mir:Imker ohne Therapeuten oder Heilpraktikerausbildung) laut Gesetz nicht therapeutisch tätig sein darf, möchten wir ihm die Möglichkeit geben, fachlich kompetente Apitherapie-Vorträge im Sinne des DAB durchführen zu können
    Zitat ENDE


    ABER meines Wissens ist:
    In Deutschland die Bezeichnung Therapeut allein oder ergänzt mit bestimmten Begriffen gesetzlich nicht geschützt und daher kein Hinweis auf ein erfolgreich abgeschlossenes Studium oder auch nur fachliche Kompetenz
    Kann ich diesen Dienst also nicht auch einfach so anbieten?


    Viele Grüße: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von Anni ()

  • Die Leute vom Deutschen Apitherapiebund sind eine bunte und tolle Truppe. Das Beste ist, die Gelegenheit wahrzunehmen und zum Internationalen Kongress nach Passau zu fahren, der dort jedes Jahr im Frühjahr stattfindet.


    An den zwei Tagen vor dem Kongress findet ein Einsteigerseminar statt. Das ist ein guter Einstieg. Dann sollte man sich den Kongress selbst ansehen. Der ist von den Vorträgen her total interessant - aber so richtig interessant sind die Pausen. Wo man die Gelegenheit hat, Ärzte und Praktiker aus aller Herren Länder dieser Welt mit Fragen zu löchern.


    Von Mensch zu Mensch lernt man in einigen Stunden mehr, als in wochenlangen Internetseminaren.


    Ansonsten kann jeder selbst die Bienenprodukte herstellen und anbieten, wobei die medizinische Nutzung natürlich nicht im illegalen Maße beworben werden darf und auch nicht sollte. Immer schön seriös bleiben.


    Helmut, kannst Du nicht nochmal das Apitherapie-/Bienenproduktebuch zum Selbermachen verlinken?!

  • Hallo Anni, Bernhard und Helmut,


    danke für eure netten Antworten. Ja der Kongress in Passau steht bei mir im nächsten Jahr auf der Liste, konnte dieses jahr leider nicht, da ich für unseren Imkerverein einiges zu tun hatte.
    Bis dahin werde ich mir besagtes Buch als Nachtlektüre gönnen und von einer Teilnahme an dem "Fernseminar" erst einmal absehen. Ich hab ja das Forum und lauter nette Imkerkollegen, wie sich hier zeigt.
    Wenn nächste Woche meine Imkerstube:wink:fertig gestellt ist, kann ich ja anfangen, einiges aus dem Büchlein zu produzieren.


    Vielen Dank, ich wünsche einen netten Abend
    Viele Grüße