Ein Brutraum

  • Hallo,



    welche Vorteile/Nachteile haben 1 im Gegensatz zu 2 oder mehrere Bruträume,
    insbesondere wenn der eine Brutraaum grösser/gross genug ist?


    Hat 1 Brutraum, wenn er gross ist Vorteile bei der Schwarmverhinderung bzw. hemmt er die Schwarmstimmung?


    Ist das Überwintern in einem Brutraum besser?


    Wird beim Überwintern de Wintertraube bei 2 Zargen nicht zerrissen?


    Und was ist in dieser Hinsicht von Flachzargen zu halten?



    Danke

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt


  • Hier mal was zum lesen. >>> http://www.imkerei-gerdes.de <<<


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Es kommt aber auf die Größe des Brutraumes an. Ein Zanderbrutraum ist grenzwertig, wenn man keine Brutwaben in den Honigraum hängen will. Der angepasste immer empfohlenen Brutraum (Pressing), ist grenzwertig. Dieses Jahr waren möglichst niedrige Honigräume von Vorteil. Den besten Erfolg hatten freie, nicht eingeengte Völker, Völker. Durch die frühe Pollentracht musste den Bienen der ganze Raum gegeben werden. Reine Zandervölker krebsen immer noch misstrauisch unter dem hohen Honigraum.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Es kommt aber auf die Größe des Brutraumes an. Ein Zanderbrutraum ist grenzwertig, wenn man keine Brutwaben in den Honigraum hängen will. Der angepasste immer empfohlenen Brutraum (Pressing), ist grenzwertig. Dieses Jahr waren möglichst niedrige Honigräume von Vorteil. Den besten Erfolg hatten freie, nicht eingeengte Völker, Völker. Durch die frühe Pollentracht musste den Bienen der ganze Raum gegeben werden. Reine Zandervölker krebsen immer noch misstrauisch unter dem hohen Honigraum.
    Remstalimker


    :lol::p

  • Hallo,


    "Hat 1 Brutraum, wenn er gross ist Vorteile bei der Schwarmverhinderung bzw. hemmt er die Schwarmstimmung?"


    Kann, muss aber nicht sein - ein frei in einem hohlen Baum nistendes Volk schwärmt schließlich auch selbst wenn der Baum noch genug Platz bietet.


    "Ist das Überwintern in einem Brutraum besser?"


    Auch so eine "Kann"-Bestimmung. Was heisst denn "besser"? Letztlich ist die Stärke und Gesundheit des Bienenvolkes bei der Einwinterung entscheidender dafür ob ein Volk über den Winter kommt oder nicht. Allenfalls das bei bestimmten Wetterverläufen auftretende Problem des "Futterabrisses" scheinen Völker mit etwas mehr Raum besser wegzustecken aber das würde ich nicht als "statistisch signifikant" bezeichnen wollen. Natürlich hat ein Großraum-Magazinvolk auch mehr Platz für Futter und Brutgeschäft als ein auf einer DN-Zarge eingeengtes Volk. Aber schwierig, daraus nun eine generelle Aussage machen zu wollen...


    "Wird beim Überwintern de Wintertraube bei 2 Zargen nicht zerrissen?"


    Normalerweise nur dann wenn der Imker Winterbehandlung macht - und da gebe ich Dir recht: eine Großraumzarge empfinde ich für die Winterbehandlung für besser eben weil ich nicht Zargen auseinanderreissen und wieder stapeln muss. Aber es geht auch - zu Beginn (als OS noch nicht als Alternative bekannt war) habe ich die Winterbehandlung noch in Zweizargern mit Milchsäure gemacht...ging auch obwohl man da nun wirklich rähmchenweise auseinanderreisst. Die Immen halten doch mehr aus als man denkt aber man ihnen das nun zumuten sollte, steht auf einem anderen Blatt.


    "Und was ist in dieser Hinsicht von Flachzargen zu halten?"


    Ich halte davon gar nichts - für mich wäre es ein Rückschritt...


    Herzliche Grüße


    Melanie

  • Allenfalls das bei bestimmten Wetterverläufen auftretende Problem des "Futterabrisses" scheinen Völker mit etwas mehr Raum besser wegzustecken aber das würde ich nicht als "statistisch signifikant" bezeichnen wollen.


    Hallo Melanie,


    welche signifikanten Wetterverläufe sind denn das, die zu einem Futterabriss führen können. Sehr lange Kälteperioden?


    Frage nur deshalb, weil mein Imkerkollege auch gerade auf 1,5 DNM umstellt, weils zuletzt zu Futterabrissen und Völkerverlusten kam. Nur ... der letzte Winter war ja eigentlich gar keiner....


    Viele Grüße
    Sven

  • Hallo Sven, ich bin zwar nicht gefragt, Antworte trotzdem. Wenn ein Volk bei extremer Kälte das Futter vom unteren in das oberen Magazin wechseln muss und nicht über die beiden Leisten kommt. Man behalf sich, indem man den Beespace mit einer Leiste egalisierte. Also passende Leiste zwischen die beiden übereinander liegenden Rähmchen legt. Das Problem ist, dass oft die Rähmchen je nach Hersteller Differenzen haben. Beste Lösung, es wird so eingefüttert, dass Wintertraube vor der Kälte schon das obere Magazin erreicht hat.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Herbert,


    Danke für die Info. Na da werde ich auch bei mir nochmal nacharbeiten, die Bienchen wollen einfach nicht in den Honigraum, da scheint der Beespace mit 1,2 cm doch etwas zu viel zwischen BR und HR (ein 2/3 DNM), also kein sehr hohes Ungetüm :).


    Oder sind die Honigrähmchen so von der Höhe her ausgelegt, dass dort die 4-5 mm für ein Absperrgitter mit eingerechnet sind?


    Viele Grüße
    Sven

  • Hallo Sven,
    es ging hier um den Winter. Der Beespace mit 1,2cm ist wirklich zu hoch. Starke Völkers setzen immer dazwischen Wildbau und gut geschulte neuimker kratzen den ständig weg. Die Bienen ärgert das und sie bauen wieder.:lol: Ohne deine Beute zu kenne ist die Antwort schwierig. Es werden zum Beispiel in Zanderbeuten immer mehr gerahmte Absperrgitter verwendet, obwohl dies direkt auf der Oberleiste zu liegen hat. Da ergibt sich dann ein zu großer Abstand. Wenn sie im Moment nicht hoch gehen, hat das verschiedene Gründe. Lauter Mittelwände im Honigraum. Volk zu schwach. Keine Tracht. Honigraum für die Volksstärke zu groß und und....


    Man könnte, wenn man kann, eine voll bebrütete Wabe mit offener Brut nach oben über das Absperrgitter hängen und wenn Honigraum angenommen, diese wieder zurück. Wabe vorher in das Volk abstoßen, dass die Königin im Brutraum bleibt.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ich bin zwar noch Anfänger (siehe Proil), aber diese Flachzargen wozu das gut sein soll?
    Kann ausschliesslich ein Gewichtsgrund sein!
    Die Brut wird doch immer zerrissen?
    Das Königinnensuchen wird auch nicht einfacher.
    Und im Winter kann es doch nur besser sein, wenn die Traube auf einem Rähmchen bleibt!
    Oder geht die Traube bei 2 Fachzargen zuerst in die Breite bevor sie mind. 5 cm zu den Rähmchen in der oberen Zarge wechselt (was auch nix nützen würde)?

    Lg Franz - Zander 477x420x220 + 12er Dadant Blatt

  • Ich bin zwar noch Anfänger (siehe Proil), aber diese Flachzargen wozu das gut sein soll?
    Kann ausschliesslich ein Gewichtsgrund sein!
    Die Brut wird doch immer zerrissen?
    Das Königinnensuchen wird auch nicht einfacher.
    Und im Winter kann es doch nur besser sein, wenn die Traube auf einem Rähmchen bleibt!
    Oder geht die Traube bei 2 Fachzargen zuerst in die Breite bevor sie mind. 5 cm zu den Rähmchen in der oberen Zarge wechselt (was auch nix nützen würde)?


    Hochheimer . Auch bei Großwaben ist die Wintertraube immer auf mehreren Rähmchen verteilt. Ein Völkchen nur auf einer Wabe würde den Winter nicht überleben.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Moin Hochheiner,


    mindestens 5 cm hast Du dann, wenn Du Flachrähmchen in eine ganze Zarge hängen solltest.


    Das geht, im Winter, im Wabenlager.


    Das geht nicht, zu keiner Zeit, im Bienenvolk. Wenn da flach, dann auch die Zarge, und dann hast Du einen ganz normalen Zwischenraum von deutlich unter 5 cm...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Melanie,


    welche signifikanten Wetterverläufe sind denn das, die zu einem Futterabriss führen können. Sehr lange Kälteperioden?


    Nein, das alleine reicht eigentlich nicht. Gefährlich ist folgende Konstellation: Über längere Zeit milde Tag- und Nachttemperaturen >> Volk geht in Brut >>plötzlicher, starker Temperaturrückgang und dies sowohl am Tag als auch in der Nacht >> Volk zieht sich um die Brut zusammen um sie zu wärmen >> Volk verzehrt Futter im Brutnestbereich aber kann auch am Tage die Traube nicht soweit auflockern um Futter aus den brutnestfernen Bereichen zu errreichen >> Volk will Brut aber dennoch nicht aufgeben >> Volk verhungert trotz reicher Vorräte eine Gasse weiter.


    Vor zwei Jahren hatten wir das mal...das war wirklich übel. Manchmal kann dann auch eine leere Wabe, eine zu spät gegebene Mittelwand wie ein Trennschied wirken und das Volk geht trotz reicher Reserven ein...ist aber nun wirklich nicht die Regel, keine Sorge also.


    Melanie