Neue Beträge Berufsgenossenschaft ab 2014

  • Hallo


    Auf den Seiten der BG


    http://www.svlfg.de/


    sind die neuen Werte zur Berechnung des Beitrags aufgeführt.


    Ich verstehe, das so:
    Bis 25 Völker könnte man sich freiwillig versichern.
    Darüber bezahlt man min. 60 Euro Grundbeitrag plus
    ca. 160 Euro bei 26 Völkern oder über 500 Euro bei 100 Völkern - minus einem staatlichen Zuschuss von ca. 20%.


    Für uns in NRW sind damit die Kosten ziemlich gestiegen.


    Gruß
    Dirk

  • Für Unternehmer, die regelmäßig nicht automatisch bei der BG ihrer eigenen Betriebe versichert sind, ist die freiwillige Absicherung sehr günstig. Insbesondere diese den ausfallenden Unternehmerlohn (Ertrag) zahlen. Allerdings ist dieser meist um die 70T€ jährlich gedeckelt, aber immerhin. Der Preis für die freiwillige Absicherung ist äußerst gering, im Vergleich zu anderen privaten Gesellschaften.

  • Guten Abend!


    Diese SVLFG ist seit 2012 von einer Frau Aigner unter anderem "aus Wettbewerbsgründen" bundesweit zentralisiert worden. Telefonisch wurde mir die Auskunft erteilt, daß die Versicherten an die neuen Beitragssätze "herangeführt" würden.


    Ich habe mir dieses Gesetz angeschaut und feststellen dürfen, dass die circa ersten zehn Paragraphen mit keiner Silbe den Versicherungszweck oder gar die Versicherten erwähnen (weiter kam ich nicht mit der Lektüre). Die Versicherten bzw. der Versicherungszweck laufen in diesem Gesetz offensichtlich "unter ferner".


    Immerhin steht darin, dass die Verwaltungskosten gedeckelt seien, allerdings nicht die Altersrückstellungen für die Beschäftigten. Sind Altersrückstellungen von Verwaltungsbeschäftigten keine Verwaltungskosten?:roll:


    In einem Paragraphen wird bestimmt, dass sich diese neue Anstalt Beamte halten darf (!) Sollen hier eventuell abgehalfterte Politiker auf auskömmlichen Posten geparkt werden?:evil:


    Die landwirtschaftliche "Sozialversicherung" hat meine Magazine mit Hilfe von Luftbildern des Landes BW gezählt und meine Angaben bezweifelt. Konnte sie, da das entsprechende Grundstück mit Grundstücksnummer gemeldet werden musste (Obstanbau). Ich hatte wahrheitsgemäß die Anzahl Völker gemeldet, allerdings auch fabrikneue Beuten aufgestellt, die noch verschlossen waren. Aufgrund der gemeldeten Bienenvölker sollten meine Frau und ich sogar "alterkassenpflichtig" werden, was nur mit Befreiungsanträgen abgewendet werden kann. In meinem Falle hat man auf dem Formular gleich mein Geburtsdatum eingetragen, hätte dann aber feststellen müssen, daß ich "kraft Gesetzes" gar keinen Befreiungsantrag stellen muß, um befreit zu sein. Der Beitrag sollte übriges monatlich jeweils für mich und meine Frau EUR 227 betragen. Wir hätten uns dann jeweils nach 40 Beitragsjahren auf eine Rente von ca. EUR 500 freuen können.


    Im übrigen wurde mein Beitrag von 2012 auf 2013 um über 50% erhöht!


    Mit freundlichen Grüßen an das Imkerforum, mit weniger freundlichen Grüßen an alle Institutionen, die einen mit überflüssigem Papiermüll belästigen.

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  • Ich muss jetzt mal nachfragen: Für Unfall/Berufsunfähigkeit, Krankheits- und Altersabsicherung gibt es ja unterschiedliche Vorgaben für die Befreiung. In der Rentenversicherung pflichtversichert sind z.B. nur Vollerwerbsimker ohne nennenswertes weiteres Einkommen. Auf welche Versicherungspflichten bezieht sich denn das oben Gesagte? Sich als Hobbyimker freiwillig in der BG gegen Unfall zu versichern, macht ja nur bedingt Sinn, weil Unfälle außerhalb der Imkerei nicht abgesichert wären und ich mich dann wieder privat absichern müsste. Oder?


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Soweit ich das eigenwürdige Sozialversicherungsrecht verstehe, ist so eine BG für einen Imker mit 26 Völkern der finanzielle Horror - ohne dass er jemals einen Cent bei einem Unfall erhalten wird.


    Zumindest wurde einem "ehrlichen Dummen" die Leistung in einem Nachbarverein verweigert - er macht das ja nicht richtig beruflich.


    VG

  • Moinsen Dirk,
    als Berufsimker muß man, als Hobbyimker kann man.
    Zitat:
    Die SVLFG als landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft ist für Imkereien grundsätzlich der zuständige gesetzliche Unfallversicherungsträger. Beitragspflicht besteht, wenn die Imkerei


    als eigenständiges Unternehmen gewerbsmäßig oder
    als Bestandteil oder neben einer Landwirtschaft


    betrieben wird.


    Der früher unterschiedlich ausgelegte Begriff der Gewerbsmäßigkeit ist nun seit Jahren im Gesetz definiert:
    Gewerbsmäßigkeit und damit Beitragspflicht treten ein, wenn mehr als 25 Bienenvölker gehalten werden.


    Diese Festlegung dient der Verwaltungsvereinfachung und stellt eine einheitliche Verfahrensweise sicher.


    Ab mindestens 100 Bienenvölkern bestehen grundsätzlich auch Versicherungs- und Beitragspflicht zur landwirtschaftlichen Alterskasse (hier auch für den Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner) und zur landwirtschaftlichen Krankenkasse. Zitat Ende.


    Bist du nun Beruf oder Hobby?


    Den tieferen Sinn mit 20 Bienenvölkern freiwillige Beiträge zu entrichten muß mir mal "jemand Fachkompetent" erklären.
    Ich blicke es nicht? :confused:

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Also, wenn Du im Rahmen Deiner imkerlichen Tätigkeiten einen Unfall erleidest und über die BG versichert bist (ob freiwillig oder pflichtversichert ist egal), dann hast Du einen erweiterten Versicherungsschutz. Diese imkerliche Tätigkeit kann auch die Fahrt zu Deinen Bienen sein. Ein solcher Unfall muss dann von einem Durchgangsarzt aufgenommen werden. Natürlich wird jede Verletzungsfolge auch von der normalen Krankenversicherung bezahlt, aber die BG ist in aller Regel großzügiger bei Reha, Physiotherapie und Wiedereingliederung. Auch werden Fahrtkosten zum Arzt übernommen. Ob einem das die Beiträge wert sind, sollte jeder selbst entscheiden - wie bei allen Versicherungen...