Freudenstein Magazinbeuten

  • ..."Imkerei mit größeren Maßen ist *fehlerverzeihender*?"


    Als Postkartenimker mit einzelnen Langstroth-, Dadant- und DNM-Beuten im direkten Vergleich, kann ich das nicht bestätigen. Ich sehe da kaum Unterschiede, ehrlich gesagt. Die Bienen sind in allen Kästen die gleichen Bienen. Und jeder Kasten hat so seine eigenen Tücken. Aber diese Diskussionen sind eher nebensächlich in diesem (noch nicht ganz) konkreten Fall.


    Hier fehlen noch eindeutig mehr Informationen!


    ...noch einige Magazinbeuten und Rähmchen im Freudenstein-Maß.


    Was heißt denn "einige" denn genau? Sind es drei-vier Beuten oder zehn Beuten? Und was sind deine Ziele? Willst Du drei Beuten im Garten halten? Oder eher 15 Völker oder 30 Völker?


    ...Lohnt ein Wiedereinstieg auf dem Freundenstein-Maß oder ist es sinnvoll gleich komplett auf modernere Beutensysteme wie DN oder Zander zu setzen und mir hier eine neue Ausstattung anzuschaffen?


    Je nachdem, wie deine Pläne so ausschauen, ist es mehr oder weniger sinnvoll, mit dem vorhandenen Material anzufangen. Wenn Du zum Beispiel drei Völker im Garten halten willst, brauchst Du sechs Beuten. Ich rechne immer mit dem doppelten Material für den angestrebten Völkerbestand. Sprich: Haben ist immer besser als brauchen.


    Wenn Du dann in dem angenommenen Fall - drei Völker im Garten - sechs Freudensteinbeuten hast, lohnt es sich überhaupt nicht, neues Material anzuschaffen. Eine Dadantbeute mit Rähmchen und Fütterer und allem kostet 230-250 Euro. Rechne das mal 3 oder 6 = 690-750 Euro bzw. 1.380-1.500 Euro. Ist es das wert? Für eine kleine Imkerei: in keinem Fall.


    Schwierig ist bei der Sache, daß man für Ersatz oder Erweiterung nachkaufen muß. Hier gibt es für Freudenstein zumindest einzelne Lieferanten für Rähmchen. Z. B.: https://bienen-ruck.de/imkersh…nteile/1345-freundenstein


    Wenn Du also eine genügende Anzahl an Beuten aus dem Altbestand zur Verfügung hast - doppelt so viele, wie Du Völker planst - dann würde ich an deiner Stelle mir die 1 1/2 T€ anders investieren. Lieber ein paar neue Rähmchen dazukaufen oder das Geld für eine Schleuder zurücklegen. Jedenfalls ist von der Entscheidung eine ganze Stange Geld abhängig und die Sinnhaftigkeit ist bei kleiner Völkerzahl eher in Frage gestellt als gegeben.


    Je größer die Völkerzahl, desto abhängiger bist Du vom Materialzukauf und in diesem Fall ist es sinnvoller, von Anfang an mit neuem Material einzusteigen.

  • Wenn Du dann in dem angenommenen Fall - drei Völker im Garten - sechs Freudensteinbeuten hast, lohnt es sich überhaupt nicht, neues Material anzuschaffen. ... Wenn Du also eine genügende Anzahl an Beuten aus dem Altbestand zur Verfügung hast - doppelt so viele, wie Du Völker planst - dann würde ich an deiner Stelle ... das Geld für eine Schleuder zurücklegen.

    Seh'sch genauso! Zwei Imker - Eine Meinung?!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge. Ich habe mich dazu entschlossen mir die nötige Ausrüstung im Zandermaß zu besorgen. Zum einen aufgrund einiger hier genannter Gründe und zum anderen weil Zander hier in der Region üblich ist und es somit deutlich einfacher ist Ableger zu bekommen.


    Die Idee mit dem Freudensteinmaß habe ich allerdings noch nicht ganz verworfen. Ich werde eventuell in Zukunft die ein oder andere der alten Beuten aus Liebhaberei einsetzen, wohl im Bewusstsein zwei Rähmchenmaße managen zu müssen.



    Wobei ich gerade feststellte, dem Threaderöffner gings um *Wiedereinstieg*, also hat auch er Erfahrungen.


    Mehr oder weniger. Meine eigenen Erfahrungen liegen über 20 Jahre zurück. In dieser Zeit hat sich viel verändert und vieles ist auch meinerseits in Vergessenheit geraten. Gewisse (theoretische) Grundlagen sind aber noch vorhanden.

  • ......... wohl im Bewusstsein zwei Rähmchenmaße managen zu müssen.


    Diese Befürchtungen scheinen , je dichter man an Hohenheim ist,größer zu werden :O)


    Die Entscheidung zu einem modernen Maß ist gut.


    Bis bald
    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Die Entscheidung, die Freudensteinchen nicht zu verbrennen aber auch.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Zitat

    Diese Befürchtungen scheinen , je dichter man an Hohenheim ist,größer zu werden :O)


    Hallo Marcus,
    dein Beitrag ist nicht ganz verständlich. Hohenheim ist Zanderland, hat aber, weil auch Lehrlinge ausgebildet werden auch Dadant. Obwohl das gegenüber der Kippkontrolle zu aufwendig sein soll.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker

    ........ Hohenheim ist Zanderland,......


    Und die Heimat von dem einem Herrn Doktor. der viele Gründe gegen 2 verschiedene Maße am Stand hat. Lieber die Honigräume senkrecht teilen usw. Oder waren es jetzt 2/3 Zargen aber durchgängig ?
    Bis bald
    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Lieber Marcus,
    man sollte nicht bei jedem Thema auch seinen Lieblingsfeind einflechten.

    Zitat

    Und die Heimat von dem einem Herrn Doktor


    Gewiss ist die Zanderphilosophie von Hohenheim lästig. Für dich eigentlich nicht, sondern für mich. Als Dadantimker bekomme ich als Pate lauter Zanderleute, welche in Hohen infiziert wurden. Das Beutenmaß ist halt Religion, auch hier im Forum. Du vergisst, dein Lieblingsfeind hat in Vergleichsversuchen festgestellt, dass bei der Entwicklung eines Bienenvolkes das Maß keine Rolle spielt. Freudenstein ist so gut oder schlecht wie Dadant. das kannst du in den Jahresberichten nachlesen. Ich bin anderer Meinung aber wie gesagt Meinung und nicht ausprobiert. Da ich als BSV tätig bin, sehe ich auch, dass DN-Imker starke Völker haben. Hallo Luffi, hallo Beehaed, es kommt auf den an, welcher hinter der Beute steht.:wink:


    Zur vertikalen Honigraumteilung habe ich wieder nur Meinung. Bei Standimkere mag es gehen aber beim Wandern werden zusätzliche Gurte nötig sein. das größte Problem ist, dass Holz arbeitet, deshalb wird die Sache mit der Zeit nicht passgenau. Man müsste Paare bilden und könnte sie nicht frei kombinieren. Dass die Hersteller oft keine Bienen haben oder herstellen was die Imker wollen ist schon ein Phänomen. Die einen verbauen für die Mittelwand wasserfestes Sperrholz, die anderen drei Wände werden aus natürlichem oder Leimholz gezimmert. Schrumpfungprozesse gehen außen vor. Ein anderer zimmert die Mittelwände aus dünnerem Holz. Auch hier ein Problem. aber man sollte es testen.
    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstaler, mein Lieblingsfeind ist er nicht. Was mich ärgert, jede seiner Erkenntnis wird als Dogma verkauft. Als Wissenschaftler sollte man eigentlich auch für andere Sachen offen sein. Es gibt sogar ein Plakat von ihm, wo er die "Vorteile" von 2 Zander Bruträume gegen Dadant aufzeigt. Diese Sachen werden oft "blind" nacherzählt.
    Hier in diesem Forum werden alle Meinungen sehr gut toleriert, dass finde ich gut so. Es gibt andere, wo nur der EINE Weg aufgezählt wird.
    Trotzdem schaue ich gerne in Immelieb rein, den fachlich hat mein "Lieblingsfeind" doch auch sehr gute Ideen.
    Bis bald
    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Ups,

    Zitat

    Hier in diesem Forum werden alle Meinungen sehr gut toleriert, dass finde ich gut so.

    da habe ich andere Erfahrung hier. Mich ärgert, dass man gerne mal zuerst dem Anderen unterstellt, er habe keine Ahnung. Aber in einem kann ich dir nicht widersprechen. Ich kenne keinen Bienenwissenschaftler, welcher einen anderen toleriert. Das erinnert mich an Handwerker. Habe mir am Wochenende zwei Experten angehört. Ich kenne die Welt nicht mehr. Das Wesentliche der Vorträge bestand aus fragwürdigen Statistiken. Dazu gehört zum Beispiel das Thema Winterverluste. In keiner Umfrage wird der Überlebenstermin abgefragt oder was gilt als überlebend. Auch ein Volk mit 100 Bienen und einer Königin? Ganz zu Schweigen, dass der Probandenkreis nicht repräsentativ ist. Der andere präsentiert ein Pedigree von 10 Generationen an der Wand. Da ergibt sich schon die Frage, was ist von der Ausgangspaarung genetisch noch vorhanden? Dabei ist noch nicht einmal geklärt ob das gesuchte Merkmal dominant oder rezessiv ist. Diskussion fand keine statt.


    Ich bin es übrigens satt. Nach dem Verzehr einer Bratwurst sofort einen Fragebogen beantworten zu müssen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ...dass man gerne mal zuerst dem Anderen unterstellt, er habe keine Ahnung.


    Na na. Das ist jetzt - vermutlich aus dem Ärger heraus - für meinen Geschmack etwas zu verallgemeinernd. Wenn Du das konkrete Beispiel mal heranziehst, wirst Du feststellen, daß es nicht "zuerst" war, also an erster Stelle. Und zweitens wurde die Unterstellung der "Nichtahnung" auf eine konkrete Sache begrenzt. Ganz so schlimm ist es hier im Forum also nicht. Ich schätze neben deinem Fachwissen vor allem deinen feinsinnigen Humor - den solltest Du bei der Sache behalten. :wink: