Freudenstein Magazinbeuten

  • Hallo zusammen.


    Ich werde nach langjähriger Abstinenz wieder in die Imkerei einsteigen. Aus Altbeständen habe ich noch einige Magazinbeuten und Rähmchen im Freudenstein-Maß. Dieses Maß scheint doch recht veraltet zu sein bzw. wird wohl kaum noch eingesetzt.


    Lohnt ein Wiedereinstieg auf dem Freundenstein-Maß oder ist es sinnvoll gleich komplett auf modernere Beutensysteme wie DN oder Zander zu setzen und mir hier eine neue Ausstattung anzuschaffen?


    Grüße
    Markus

  • Hallo Markus, ich würde nicht mehr im Freudensteinmaß anfangen(habe noch einen Feglingskasten passend dafür). Rechne zusammen, was du an Kisten hast und evtl sparst, noch ist der schritt sicher finanziell noch zu verkraften.


    Dann die Entscheidung, ob du mit einem Brutraum, oder mit zwei arbeiten möchtest. Bei einem Brutraum, wie Reiner schon geschrieben hat Dadant. Wenn du bei 2 Bruträumen auf Styropor und Segeberger setzten magst, so wie ich, dann DN, sonst Zander auf 2 Holzbruträumen.


    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • ich würde nicht mehr im Freudensteinmaß anfangen



    Nur um es nachvollziehen zu können: Welche Argumente sprechen denn primär gegen Freudensteinmaß? Ich habe gelesen, dass das Freudensteinmaß für "heutige Bienen" zu klein sein. Ist das der ausschlaggebende Grund oder sprechen noch andere gravierende Argumente dagegen?

  • Hallo, Freudenstein ist ein Tick kleiner als DN, dass dürfte nicht das Problem sein. Wenn du bei Freudenstein auch mit 2 Br arbeitest. Vor 30 Jahren wurde in einem Brutraum Freudenstein erfolgreich überwintert.
    Die Probleme kommen, wenn vernünftiges Zubehör gekauft werden soll. Manche "Wissenschaftler" sehen ja schon DN am aussterben und die ganze Welt wird im Zandermaß weiterimkern.....
    Noch gibt es Rähmchen und MW zu kaufen, aber auch nicht mehr überall.
    Edit: Bivo hat gar nichts im Programm
    Die anderen nur Rähmchen und MW, Beuten gibt es KEINE neuen.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Marcus Göbel ()

  • Obwohl ich das nicht so sehe. Hat Liebig in seinen Versuchen festgestellt, dass das Maß bei der Brutstärke keine Rolle spielt. Kannst du in den Jahresberichten von Hohenheim nachlesen. Problem wird sein, du bekommst weder Ableger, noch Mittelwände und neue Rähmchen in der Größe. Wenn dann, dann Dadant
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Freudenstein Vierling mit Brutdistanzierung ist aber auch nicht zu verachten.


    Hätte ich ein Bienenhaus damit und viel Zeit, dann hätt ich Freudenstein. Im Magazin ist das schon wegen der Slternativen Blödsinn. Aber HB mit Aufsätzen das hätte was.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Nur um es nachvollziehen zu können: Welche Argumente sprechen denn primär gegen Freudensteinmaß? Ich habe gelesen, dass das Freudensteinmaß für "heutige Bienen" zu klein sein. Ist das der ausschlaggebende Grund oder sprechen noch andere gravierende Argumente dagegen?


    Gegen Magazine im Freudenstein-Maß spricht eigentlich nicht viel. Außer: Es gibt keine neuen Beuten mehr. Mittelwände und Rähmchen sollten kein Problem sein, zu bekommen.


    Freudenstein ist vor allem bei Hinterbehandlungsbeuten viel zu klein bei den heutigen brutstarken Völkern. Deshalb ist dieses Maß "am Aussterben".

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Nur um es nachvollziehen zu können: Welche Argumente sprechen denn primär gegen Freudensteinmaß? Ich habe gelesen, dass das Freudensteinmaß für "heutige Bienen" zu klein sein. Ist das der ausschlaggebende Grund oder sprechen noch andere gravierende Argumente dagegen?


    Freudenstein hat ja sein Maß deswegen gewählt, weil es *genau* der ø Brutfläche seiner (damaligen) Bienen entsprach, ergo die Bienen *alles* an Honig über den Brutwaben lagern mussten, in der Hinterladerbeute sowieso, wo Wabenweise erweitert wurde. Jeder Tropfen Honig also ausgequetscht werden konnte. Wenn Du jetzt im Magazin (ich wusste gar nicht, dass es Freudenstein- Magazine gibt, sorry) mit mehreren Bruträumen arbeitest, dann schwindet dieser dem Fr.-Maß nachgesagte Vorteil sowieso. Würde ich jetzt mal so sehen.


    Überwinterung auf kleinen Formaten, zumal im freistehenden Magazin, ist auch schwieriger. Und Freudenstein ist wirklich klein. Postkartenimkerei, sagten manche.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • ....


    Überwinterung auf kleinen Formaten, zumal im freistehenden Magazin, ist auch schwieriger. Und Freudenstein ist wirklich klein. Postkartenimkerei, sagten manche.


    Hallo,
    das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe einige Jahre mit Crist.- und Warrebeuten ( 33 cm x 33cm) experimentiert. Und ich kann versichern, die Überwinterrung war bei ordentlichem Futtervorrat und sachgemäßer Entmilbung hervorragend. ( Bernhard H. kann sicher ähnliches bestätigen. Soweit mir bekannt ist benutzt er in seinen WArrebeuten ebenfalls Rähmchen.) Das Wabenmaß hat nichts mit dem Überwinterrungserfolg zu tun solange Grundsätzliches der Bienenbiologie nicht außer acht gelassen oder mißachtet wird.


    Da du ja bei Freudenstein mit zwei Bruträumen arbeitest und auch so überwinterst entspricht das in etwa dem Maß in der Warrebeute . Im Sommer stellst du halt bei Bedarf eine Honigzarge mehr drauf. Die Futter.- bzw. Honigstapelung dürfte in jedem Falle hervorragend sein. Auch kleinere Trachten kann man mit diesem Wabenmaß sehr gut abfassen. Ich denke das sich ein Versuch in jedem Falle lohnt.
    Versuche es . Wegwerfen kannst du du die Magazine immer noch. Und auf ein anderes Maß umzusteigen ist mit Freudenstein auch nicht so schwer ,(bei meisten modernen Rähmchenmaßen kann man die kleinen Freudensteinrähmchen einfach mit einem Ackuschrauber in das größere Rähmchen einschrauben.)
    Rämchen giebt es auch noch ( gieb mal bei Tante "Google" einach " Freudenstein Rähmchen" ein.) Und sich ein paar neue Zargen zusammenzuschrauben ist auch keine Hexerei.


    Es giebt also keinen Grund es nicht zu versuchen. Ganz im Gegenteil, diese Beute könnte meines Erachtens vieleicht noch für so manche positive Überraschung gut sein.


    Gruß Finvara


    Ps.: Nur weil ein Maß alt ist muß es doch nicht schlecht sein. Und zu klein geht nicht beim Magazin, man muß nur rechtzeitig genug Raum nach oben geben.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Es ist das viele Angefasse bei den vielen Rähmchen, wo nervd!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also, ich hab mir auch vor Jahren ein Magazin für die FS-Rähmchen gebaut und seit dem in Betrieb.


    Vorteil: Die Waben sind herrlich leicht und die Magazine auch nicht zu schwer. Ich nehm das Volk gern zum zerlegen und Königinnen Parken - so als Mini-Plus Ersatz.


    Nachteil: Viele Waben durchzusehen; es gibt immer weniger Anbieter, die Material im Programm haben.


    Ich selbst werde aus heutiger Sicht keine weiteren FS-Beuten bauen, sondern den Schwerpunkt auf Dadant lassen (was auch nicht ohne Nachteile ist).


    MfG André

  • Nur um es nachvollziehen zu können: Welche Argumente sprechen denn primär gegen Freudensteinmaß? Ich habe gelesen, dass das Freudensteinmaß für "heutige Bienen" zu klein sein.
    Ist das der ausschlaggebende Grund oder sprechen noch andere gravierende Argumente dagegen?


    Ich habe vor acht Jahren auf Freudenstein angefangen, 10er Magazine die ich geschenkt bekam. Ich wurde mit der Zeit immer weniger froh damit, hauptsächlich weil es beim Ziehen von Rähmchen zu häufig klemmte und ich parallel dazu auf Dadant umgestiegen bin - auf Empfehlung von dem Imker, von dem ich anfangs die Freudensteinmagazine bekam :daumen:
    Bei meinen Dadantbeuten habe ich einen deutlich besseren Überblick über den Brutraum, kann Rähmchen schieben anstatt sie aus einer dicht gepackten Zarge rausziehen zu müssen und es passt alles einwandfrei (wie aber wohl bei fast allen modernen Beuten) - es macht mehr Spaß und ist entspannter bei der Durchsicht. Platz hatte ich nach meinem Empfinden bei Freudenstein mit bis zu fünf Zargen (davon zwei Brutraum) immer genug, waren aber nette Türmchen :lol:


    Dieses Jahr ist mein erstes ohne Freudenstein, alle Völker sind umgewohnt. Falls jemand Interesse hat: die Freudensteinmagazine mit Rähmchen sind an Selbstabholer kostenlos abzugeben (in Idar-Oberstein)


    Klaus

  • Hallo,
    das kann ich so nicht bestätigen. Ich habe einige Jahre mit Crist.- und Warrebeuten ( 33 cm x 33cm) experimentiert. Und ich kann versichern, die Überwinterrung war bei ordentlichem Futtervorrat und sachgemäßer Entmilbung hervorragend. ( Bernhard H. kann sicher ähnliches bestätigen. Soweit mir bekannt ist benutzt er in seinen WArrebeuten ebenfalls Rähmchen.) Das Wabenmaß hat nichts mit dem Überwinterrungserfolg zu tun solange Grundsätzliches der Bienenbiologie nicht außer acht gelassen oder mißachtet wird.


    ......


    Moin Finvara,


    ich stelle das nicht in Frage, gerade ihr beiden seid ja mit diesen kleineren Maßen Profis. Wobei ich gerade feststellte, dem Threaderöffner gings um *Wiedereinstieg*, also hat auch er Erfahrungen.


    vllt. hätte ich schreiben sollen: "Imkerei mit größeren Maßen ist *fehlerverzeihender*?"


    Ich denke, dass es so ist, gerade im Hinblick auf Einfütterung und Überwinterung.


    Gruß
    Hagen

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)