Verlassenes Bienenhaus doch nicht verlassen?

  • Hallo zusammen,


    ich beziehe dieses Jahr einen Stellplatz im Wald. Aufgrund des Tipps eines befreundeten Imkers klappere ich alle mir bekannten Stände ab.
    Heute war ich am größten Schrottplatz aller Zeiten. Es gibt keinen direkten Weg zum Haus, wenn es mal 5 Tage regnet wird alles um das Haus Sumpf und dementsprechend sieht die Hütte aus.
    Dach sieht mehr als undicht aus und überall hat das Teil feuchte Schäden.
    Als ich heute ankam, flogen Bienen, der erste Gedanke war hervorragend..... was das jetzt wohl ist.
    Beim 2. Blick durch die Öffnung sah ich relativ neue Beuten. Verwundert ging ich um das Haus, an dem ein neues Schloß war.
    Jedoch ist am Haus kein Hinweis wer das betreibt, kein Name oder ein Gesundheitszeugnis nichts.
    Meine Frage was würdet ihr machen?
    Das so hinnehmen und hoffen das das so passt, oder mal beim Amt nachfragen ob da ein Betreiber gemeldet ist?
    Vielleicht bin ich da einfach zu pedantisch, aber wer diese Gammelhütte neu betreibt und nichtmal den Anschein erweckt, das es offiziell ist, das macht mir irgendwie Gedanken.


    Hier er mal ein Bild von diesem "Schmuckstück".


    imkerforum.de/attachment/5121/
    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Verwundert ging ich um das Haus, an dem ein neues Schloß war.
    Jedoch ist am Haus kein Hinweis wer das betreibt, kein Name oder ein Gesundheitszeugnis nichts.
    Meine Frage was würdet ihr machen?
    Das so hinnehmen und hoffen das das so passt, oder mal beim Amt nachfragen ob da ein Betreiber gemeldet ist?
    Vielleicht bin ich da einfach zu pedantisch, aber wer diese Gammelhütte neu betreibt und nichtmal den Anschein erweckt, das es offiziell ist, das macht mir irgendwie Gedanken.


    Ich denke du verstehst da was falsch. Die Geschichte mit der Adresse und dem Gesundheitszeugnis gilt nur für "vorübergehend an einen anderen Ort verbracht[e]" Bienenvölker (s. § 5a BienSeuchV), also Völker mit denen gewandert wird. Auf Standplätzen kannst du Völker "offiziell" auch ohne Zettelwirtschaft aufstellen.

  • Moin, moin,


    davon mal ab, ist es natürlich nett, die Nachbarn zu kennen... Möglicherweise steht jetzt aber einem entspannten Verhältnis dieser meinungstarke Eröffnungsbeitrag im Wege...?


    Nachdenklich das Haupt wiegend...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Maxi,


    das ist eine Bienenhütte, in der jemand, der das möchte, seine Bienen aufstellen kann. Dauerhaft darf er das ohne sich jedem vorzustellen. Er muss nur seine Völker und deren Standort(e) dem Amtsvet gemeldet haben und diese der Seuchenkasse.
    sonst nix.
    Ob da Sumpf ist nach Regen oder Sahara, ein Loch im Dach oder der die Hütte lila-grün-kariert gestrichen hat oder auch gar nicht, ist alles seine Sache.
    Wenn die Beuten bienendicht sind und drinnen kein Wabenmaterial rumliegt, darf die Hütte auch Löcher haben.


    Grüße


    Marion


    (die hier Bilder einen wahren Dreckschleuder von Bienenwagen einstellen könnte, mit offenen SchrottBeuten drumherum und Wabenmüll drinne bei kaputten Oberlichtern und Beuten mit schimmeligen Totenresten vom letzten Winter offen, es aber nicht macht...)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Guten Tag,


    Du hast dir die Antwort doch schon selbst gegeben. Relativ neue Beuten, was wollen die Mädels mehr?


    Ein Haus im Sumpf, das sieht schnell modrig aus.


    Ich sehe das keine Waben und alte Kästen rumliegen, ich kann mir nicht vorstellen das von da aus eine Seuchengefahr besteht.


    Ich selbst Imkere auch in einem Haus das von Ausen auf den 1. Blick etwas schäbig aussieht, da es schon über 100 jahre alt ist. Drin ist alles fein, und Sauber.


    Gruss


    Urs

    Wenn jeder an sich denkt ist an alle gedacht laut Garfield

  • Danke schon mal für eure Antworten.
    Vielleicht hab ich da wirklich etwas überreagiert, oder mach mir zuviel Gedanken.
    Ich war bloß verwundert als in dem Bienenhaus das seit was weiß ich wie lange leer Stand plötzlich Bienen Flogen.
    Dass er kein Gesundheitszeugnis am Haus anbringt ist klar, aber muss man Wirklich keinen Namen und Adresse dran machen, wenn man das in der Öffentlichkeit aufstellt?


    Ich mach das Bild vom Haus auch wieder raus!,da ihr mich überzeugt habt doch etwas zu pedantisch gewesen zu sein.



    Danke und Grüße,


    Maxikaner

  • Ich mach das Bild vom Haus auch wieder raus!,da ihr mich überzeugt habt doch etwas zu pedantisch gewesen zu sein.


    :daumen: Das find ich gut.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ...Ich war bloß verwundert als in dem Bienenhaus das seit was weiß ich wie lange leer Stand plötzlich Bienen Flogen.
    Dass er kein Gesundheitszeugnis am Haus anbringt ist klar, aber muss man Wirklich keinen Namen und Adresse dran machen, wenn man das in der Öffentlichkeit aufstellt?...


    Gegenvorschlag, warum schreibst Du nicht einen netten Brief in dem Du Dich als Nachbar vorstellst und mit der Bitte, ob man sich als "Nachbarn" nicht mal kennenlernen könnte. Diesen Brief hängst Du wetterfest ans Bienenhasu bzw. die Beuten. Vermutlich wird sich Deine neuer Imkernachbar dann bei Dir melden. Wir habe so z.B. den Jäger kennen gelernt, der seinen Hochsitz unmittelbar neben unserer Bienenwiese hat, man kann Handynummern für den Notfall austauschen und sich kennen lernen.


    LG,
    Axel, der an seinen Bienenvölkern Name und Telefonnummer stehen hat, obwohl man das wie o.g. am angemeldeten Heimatstand nicht muss. Aber wenn mal ein Depp eine Kiste umstürzt oder Fluglöcher blockiert, dann kann ein netter Mensch uns mal anrufen und warnen!