Königinnenzucht nach Reiner Schwarz - Frage zum Ablauf

  • ...Das mit dem 'Zusetzen' von schlupfreifen Zellen in KS halte ich aber für problematisch.


    Was meinst du damit? Werden die evtl. nicht gewärmt? Ich hatte einmal beobachtet, dass die Bienen sich auf das Futter im Kieler gestürzt hatten und eine gekäfigte Jungfer in der Nähe des Fluglochs verhungern ließen. Ich hoffe, dass so etwas nicht passiert, wenn die Zelle in der Nähe des Futters platziert wird.


    Gruß Ralph

  • Aber aus Kielern, die noch nicht geflogen sind, die Zellen herauszufischen, dürfte auch mit der Folie, nicht so ganz einfach sein.


    Finger neben die Zelle als Niederhalter, Zelle vorsichtig herausdrehen, Finger auf das Loch, Loch verschließen mit etwas Tesa, evtl. 3 Bienen abfegen, Deckel drauf.


    Gruß Ralph

  • Was meinst du damit? Werden die evtl. nicht gewärmt?...


    Ja. Ohne Königin sind die KS-Bienen ja nur ein wirrer Haufen. Vielleicht geht es wenn du den genau Schlupfzeitpunkt eingrenzen kannst und sie quasi direkt nach dem Aufstellen schlüpft.
    Ich hatte das mal vor längerer Zeit mit EWKs ausprobiert, war nichts.


    Mir wäre das zu riskant und zu viel Aufwand ohne wirklichen Vorteil.


    Gruß Jörg

  • Ganz klar ist für mich eine Frage noch nicht: Wenn die Königinnen im Honigraum eines weiselrichtigen, nicht schwarmtriebigen, Volkes gepflegt werden, kann man sie dort im Käfig auch schlüpfen lassen oder lösen die geschlüpften Königinnen einen Schwarm aus?

    Gegenfrage, warum schwärmt ein Volk? Weil urplötzlich ne Jungfer da ist? Du weisst, dass das ein laanger Ablauf ist und den durchmacht so ein Volk nicht


    Wie verträglich ist die Situation eigentlich, wenn sich im Honigraum frisch geschlüpfte Jungfern und im Brutraum die Altkönigin befindet?

    Kein Problem


    Werden die Jungfern dann überhaupt geduldet, d.h. gefüttert? Wie lange?

    SIe werden nicht gefüttert, benötigen deshalb einen Handvorrat an Honig im Schlüpfkäfig. Länger als ein paar Tage habe ich das und würde ich das nicht versuchen


    Noch eine Frage: Wenn man mit Nicot arbeitet, könnte man nach dem Verdeckeln der Weiselzellen die Schlupfkäfige aufstecken und den Deckel offen lassen. Die Bienen behalten dann den direkten Kontakt zur Weiselzelle zum Wärmen. Ein Verbau der Weiselzelle ist dann aber nicht möglich. Am 10. Tag wird dann der Deckel der Schlupfkäfige verschlossen. Dann würden sich aber Bienen im Käfig befinden. Kann man sie mit Rauch raustreiben, ohne der Jungkönigin zu schaden? Muss man die Bienen überhaupt raustreiben? Hat jemand mal das Aufstecken offener Schlupfkäfige zur Vermeidung des Verbaus probiert?

    Das sollte funktionieren, könnte aber sein, dass die Deckel verbaut werden. Du kannst den Deckel auch zumachen wenn noch zwei Bienen drin sind. Das schadet nicht.


    Gruß Ralph, der bisher im weisellosen Volk Königinnen gezogen hat und dem die Pflege im weiselrichtigen Volk unheimlich ist.

    Es gibt IMHO nix natürlicheres als die Zucht im weiselrichtigen Volk!


    Viel Erfolg
    Reiner

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • SIe werden nicht gefüttert, benötigen deshalb einen Handvorrat an Honig im Schlüpfkäfig.


    Ja, dafür sind ja die Vertiefungen im Deckel da, aber:

    Zitat

    Du kannst den Deckel auch zumachen wenn noch zwei Bienen drin sind. Das schadet nicht.


    Holen sich diese Bienen nicht den Handvorrat und geben ihn nach draußen? Dann ist dieser Handvorrat beim Schlupf doch nicht mehr vorhanden?


    Gruß Ralph

  • Es ist wahrscheinlich am besten, den Käfig abzuziehen, leer zu machen, den Deckel mit Honig zu füllen, zu verschließen, die Zelle abzufegen und den Käfig wieder aufzustecken. Warum bin ich denn vorher nicht darauf gekommen?:)

  • Ja. Ohne Königin sind die KS-Bienen ja nur ein wirrer Haufen. Vielleicht geht es wenn du den genau Schlupfzeitpunkt eingrenzen kannst und sie quasi direkt nach dem Aufstellen schlüpft.
    Ich hatte das mal vor längerer Zeit mit EWKs ausprobiert, war nichts.


    Also dann wie bisher: Im Pflegevolk schlüpfen lassen und dann nach Befüllung der Begattungskästen Königin in Honigwasser tunken und über das Flugloch zusetzen. Klappt fast immer und hat den Vorteil, dass man die Königin vorher zeichnen kann.
    Also: Nicht im Begattungskasten schlüpfen lassen.


    Gruß Ralph

  • Ja, dafür sind ja die Vertiefungen im Deckel da, aber:


    Holen sich diese Bienen nicht den Handvorrat und geben ihn nach draußen? Dann ist dieser Handvorrat beim Schlupf doch nicht mehr vorhanden?


    Gruß Ralph


    Mann Ralph, wenn du den Deckel zumachst muss logischerweise Futter drin sein. Das ist dein Job ;-)


    Gruß
    Reiner

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Mann Ralph, wenn du den Deckel zumachst muss logischerweise Futter drin sein. Das ist dein Job ;-)


    Du verstehst mich nicht. Wenn ich 1 Tag vor dem Schlupf die Vertiefungen im Deckel fülle, dann den Käfig schließe und nicht alle Bienen aus dem Käfig entfernt habe, was werden dann diese Bienen bis zum Schlupf mit dem Handvorrat angestellt haben? Meiner Meinung machen sie das, was sie immer tun: Sie betrachten das als verkleckertes Futter, rüsseln es auf und geben das an die Bienen außerhalb des Käfigs weiter. Ergebnis: Beim Schlupf kein Handvorrat mehr vorhanden. Deshalb müssen vor dem Verschließen alle Bienen raus.
    Gruß Ralph

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Kleingartendrohn () aus folgendem Grund: Deshalb müssen vor dem Verschließen alle Bienen raus.

  • Oder den ersten Begattungsdurchgang mit Mini-KS und zugesetzter Königin und die zweite Beweiselung über die Zelle


    Das wird sicher funktionieren, da dann ein Volk vorhanden ist und nicht ein unorganisierter Bienenhaufen. Ich werde aber nicht zweimal Königinnen ziehen, deshalb keine Option für mich.
    Gruß Ralph

  • Du verstehst mich nicht. Wenn ich 1 Tag vor dem Schlupf die Vertiefungen im Deckel fülle, dann den Käfig schließe und nicht alle Bienen aus dem Käfig entfernt habe, was werden dann diese Bienen bis zum Schlupf mit dem Handvorrat angestellt haben? Meiner Meinung machen sie das, was sie immer tun: Sie betrachten das als verkleckertes Futter, rüsseln es auf und geben das an die Bienen außerhalb des Käfigs weiter. Ergebnis: Beim Schlupf kein Handvorrat mehr vorhanden. Deshalb müssen vor dem Verschließen alle Bienen raus.
    Gruß Ralph


    Na wenn die Bienen im Käfig so weit ins Volksgeschen eingebunden sind, dass sie Futter nach draußen geben, werden sie sicherlich anschließend von den Außensitzenden auch weitergefüttert. Besteht dann noch Grund zur Sorge, dass sie die junge Königin nicht versorgen können?


    Gruß
    Ludger