Einfluss der Trockenheit auf die Nektarmenge

  • Hallo!


    Ich bin heut im Garten gewesen. Beim Umgraben wurde mir deutlich vor Augen geführt wie trocken doch dieser Frühling ist.
    Ich stelle mir deshalb die Frage, in wiefern sich diese Trockenheit auch auf die Nektarmenge auswirkt. Ist also davon auszugehen, dass je weniger Wasser der Baum bzw. die Pflanze aufnehmen kann umso weniger kann er auch Nektar produzieren?


    Ich danke euch...

    Gelegentlich verstecke ich Rechtschreibfehler.Wer Einen findet, darf sich freuen und ihn behalten...

  • In einer Baumtracht eher unproblematisch,
    bei Blühpflanzen ohne Verholzung eher ein Riesenproblem.
    Raps?
    Buchweizen?
    Phazelia?
    Senf?
    ...

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Spielt das bei der Linde nicht doch eine erhebliche Rolle, wie die Wasserversorung ist?
    Das liest man doch immer wieder.
    Erfahrungen hab ich dazu keine.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • ich kann mich erinnern, dass letztes Jahr hier geschrieben wurde, die Kirsche sei trocken.
    Fehlender Niederschlag.
    Ich habe deshalb unsere Kirsche genauer angeschaut.
    Kleine Staubgefäße, schmeckte nicht süß, war auch keine Biene darin zu finden.

  • Zitat

    Spielt das bei der Linde nicht doch eine erhebliche Rolle, wie die Wasserversorung ist?


    Linden wurzeln recht flach (kaum mehr als einen Meter). Trotzdem hatte ich auch in trockenen Sommern immer eine verlässliche Lindentracht.
    Dabei herrschen bei uns sandige Boden vor und der Grundwasserspiegel liegt in trockenen Sommern deutlich unter zwei Meter.


    Gruß Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Habt vielen Dank bisher. Bei ins blüht die Kirsche jetzt den 3. Tag, bisher finde ich ist die Nektarmenge noch gering...

    Gelegentlich verstecke ich Rechtschreibfehler.Wer Einen findet, darf sich freuen und ihn behalten...

  • Bei uns ist es auch seit Wochen knochentrocken ( Chemnitz ist 50 km entfernt) die Weide etc. hat Nektar gespendet zu meinem Erstaunen... doch wenn nich langsam mal Regen kommt mach ich mir echt langsam Gedanken.

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Linden wurzeln recht flach (kaum mehr als einen Meter). Trotzdem hatte ich auch in trockenen Sommern immer eine verlässliche Lindentracht.
    Dabei herrschen bei uns sandige Boden vor und der Grundwasserspiegel liegt in trockenen Sommern deutlich unter zwei Meter.


    Hm, die Linde spielt hier keine wesentliche Rolle.
    Aber ich habe das anders gehört und gelesen. Es heißt oft, nicht jede blühende Linde honigt, oder hier
    und dass sie "mit den Füssen im Wasser" stehen solle, damit es richtig Erträge gibt, die Blüte der Winterlinde soll unter trockenen Sommern leiden.


    "Die Nektarabsonderung hängt ohnehin in hohem Maße vom Standort ab, der möglichst hohe Bodenfeuchtigkeit aufweisen soll, auch die Temperatur ist ausschlaggebend. Bekannt ist die gute Nektarabsonderung bei Beständen in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen (Wasserstand / Wassernähe), aber auch in dem Letzlinger Wald bei Magdeburg. " Zitiert von hier


    Ja, was stimmt denn nun?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo, nach meinem Wissen honigt die Winterlinde richtig nur alle 7 Jahre, aber es hat einen sehr großen Einfluß, wenn die Linden an einem Gewässer stehen, dann honigen sie besser. Nicht nur die Trockenheit hat Einfluß auf die Nektarabsonderung, sondern auch die Luftfeuchtigkeit.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Obwohl es hier schon lange nicht mehr richtg geregnet hat und der schwere Lehmboden in seinen oberen Schichten langsam aber sicher völlig austrocknet, habe ich einen signifikanten Nektareintrag zur Zeit. Starke Völker haben 6 -8 Waben mit unreifen Honig voll. Ich denke die Bienen befliegen besonders den in Vollblüte stehenden Spitzahorn und auch die Süsskirsche, bin mir aber nicht sicher. Hoffentlich regnet es bald. Für die Rapswanderung suche ich mir immer Felder in unmittelbarer Flussnähe, dort gibt es wenigstens etwas Tau in den Morgenstunden. Wenn man Rapsfelder in der Flussaue mit denen die auf Hügelkuppen liegen vergleicht, stelle ich immer wieder fest das die Pfanzen auf den Hügeln bedeutend kleiner sind wie in der Flussaue. Ich denke dies liegt daran das sie in trockeneren Lagen einem höheren Stressfaktor ausgsetzt sind und bestimmt auch weniger Nektar produzieren.