Honigwaben über den Winter bröckelig geworden

  • Ich habe letztes Jahr zum ersten Mal geschleudert und die Honigwaben über den Winter eingelagert. Gestern habe ich die HR aufgesetzt und mit den Waben vom Vorjahr bestückt, dabei ist mir ganz schön viel Wachs entgegengebröckelt. Irgendwie kamen mir die Waben "Trocken", spröde vor.


    Reparieren das die Bienen? Liegt das an der Temperatur?


    Viele Grüße
    Pisolo

  • Ich habe nie Honigwaben übrig! Sollte man die nicht der Hyiene wegen als Ersatz für dunkle Brutwaben einsetzen? Oder bin ich zu pingelig?
    Grüße von Gabriele

  • Hallo Ralph,
    ich glaube, du hast mich falsch verstanden! Die Honigwaben sehen natürlich schön aus, deshalb verwende ich sie, um dunklere Waben vom Brutnest rauszunehmen.
    Gabriele

  • Ich habe nie Honigwaben übrig! Sollte man die nicht der Hyiene wegen als Ersatz für dunkle Brutwaben einsetzen? Oder bin ich zu pingelig?


    So eine Beute hat doch im Sommer mind. 3 Honigräume, aber nur 2 Bruträume, also bleiben Honigwaben zur Lagerung im Winter... :-P:cool: 
    (Und was sollen erst wir Dadantimker sagen...)


    Meine Honigwaben waren jetzt auch so spröde, dass sie fast vom anfassen zerbröseln. Ich kann nur hoffen, dass die Bienen sie vor oder bei Befüllung stabilisieren.


    Grüße,
    Robert

  • Wachs braucht Wärme, um elastisch/plastisch zu werden - stell sie mal mittags kurz(!) in die Sonne.
    (Dito mit Honig - ein Nachmittag in der Sonne parken spart den Auftauschrank.:Biene:)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hoffentlich ist das nicht zu viel Arbeit für die Damen, jede einzelne bröckelige Zelle zu vermessen, den Kopf zu schütteln und dann auszubessern... :Biene:


    Ich gehe davon aus, dass sie eh in jede Zelle den Kopf reinstecken, um sie zu säubern. Fragt sich nur, ob sie beim auslecken/putzen irgendwelche Stoffe abgeben, die das Wachs geschmeidiger machen.


    Grüße,
    Robert

  • Wachs braucht Wärme, um elastisch/plastisch zu werden - stell sie mal mittags kurz(!) in die Sonne.


    Stimmt zwar, aber ich hatte den Eindruck, dass die Sprödigkeit der Honigwaben nach dem Winter nicht nur an der Temperatur liegt. Stelle mir das so ählich vor wie bei Propolis: das wird mit der Zeit ja auch trocken, hart und spröde. Entweder härtet darin etwas aus/polymerisiert o.ä., oder es verdampfen irgendwelche flüchtigen Bestandteile.


    Grüße,
    Robert

  • Moin Robert,


    mindestens 3 Honigräume? Bei ganzen habe ich voriges Jahr mal verwegen einen 2. aufgesetzt... Den brauchten sie nicht ganz. Bei halben oder flachen HR kann ich mir das für manche Völker vorstellen, so wie die Tracht hier ist. Ich hatte aber auch schon Völker, die einen 2. Brutraum gar nicht angenommen haben... Dies Jahr hoffe ich, sie kommen besser in Gang. Dann muss ich vielleicht zulernen. Ein Freund hatte letztes Jahr von 5 Völkern nur den Eigenbedarf...


    Gestern, zum Beispiel, war hier kein Flugwetter, sondern kalter Nebel, grau bis 16:30 Uhr. Dann gehen die nicht mehr los. Heute sieht es bisher nicht besser aus. Das soll anderswo anders sein... Angesagt war ursprünglich, am Sonntag noch, es werde schön und sonnig, nach Auflösung des Frühnebels. Also hatte ich durchgesehen und aufgesetzt, bröckelige Honigwaben...


    Die Versprödung scheint mir ein Temperaturproblem zu sein. Wachs hat ja nicht einen klaren Schmelzpunkt als Übergang aus dem festen in den flüssigen Zustand, sondern erweicht zunehmend und erhärtet wieder zunehmend. Ob der Bienenduft auch als Weichmacher wirkt, weiß ich nicht. Dass aber mehr als eine Biene mehr als einmal den Kopf in die Zelle steckt, bevor und wenn da Honig reinkommt, das ist deutlich. Deswegen braucht man ja auch genügend Bienen, bevor es Sinn ergibt, aufzusetzen...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Jetzt bin ich mal gespannt, was die Physiker und Chemiker hier zu Schmelzpunkten sagen...


    Theoretisch müsste, wenn es nur Temperaturabhängig wäre, die Wabe schon direkt nach dem Schleudern so brüchig sein. Ist sie das? Kann mich nicht genau erinnern, glaube aber eher nicht...


    Viele Grüße
    Pisolo

  • Jetzt bin ich mal gespannt, was die Physiker und Chemiker hier zu Schmelzpunkten sagen...


    Theoretisch müsste, wenn es nur Temperaturabhängig wäre, die Wabe schon direkt nach dem Schleudern so brüchig sein. Ist sie das? Kann mich nicht genau erinnern, glaube aber eher nicht...


    Schmelzbereich bzw. Erweichungsbereich bei Wachs ist ein komplexes Thema, würde ich sagen.


    Zur Erntezeit im Sommer war die Lufttemperatur allgemein etwas höher als jetzt, deshalb kann ich das auch nicht so genau sagen. Aber ich meine nach wie vor, dass die Honigwaben jetzt nach der langen Lagerung spröder geworden sind, aus den einige Postings weiter oben genannten Gründen.


    Grüße,
    Robert