Welche eichfähige Waage empfehlt ihr?

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    Hallo Marion, guten Morgen,


    habe ich doch gedacht, dass ich dich mit dem Neutralglas herauslocken kann.:lol::lol::liebe002: Doch da kannst du "diskurieren" wie du willst, die Neutralgläser haben hohe Gewichtsdifferenzen. Bei den DIB-Gläsern haben die von Weck so gut wie keine Differenzen. Wie haben wir uns da mal wieder letztes Jahr bei einem freundschaftlichen Abfüllen für eine Nullhonigimkerin geärgert.


    Guten Montag, keinen Wabenbruch und viel Honig
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ne Remsi, die waren nicht in Brasilien, sondern einer der ersten Besuche kurz nach unserer Ankunft in Deutschland. Nur damit wir gleich wieder richtig auf deutsch "geeicht" sind und nicht denken, wir könnten hier wie in Brasilien unseren Honig Pi mal Auge in gebrauchte 2-Liter-PET-Flaschen füllen. So war von Honiglagerraum bis Schleuder-Besichtigung und das Abstauben von Gratishonig fürs Betriebsfrühstück (ein Scherz - keine Unterstellung, nur gleich als rechtliche Absicherung, bevor wir hier verklagt werden ;-) alles mal dran.


    Gut Honig noch,
    Borschard


  • Von daher alles halb so Wild. Wenn du dir selber so ein Teil zulegst kommen alle 2 Jahre eichgebühren dazu, diese liegen glaub ich bei 75€. Das Geld kann man echt sinnvoller anlegen.


    Grüße,


    Maxikaner




    Die letzten Jahre kostete das Eichen hier in Niedersachsen 26,50 € für 2 Jahre, dieses Jahr gab es eine leichte Erhöhung auf 29 €.


    Das sind im Jahr 14,50 €, geht noch denke ich.:wink:

  • Ich verwende Kalibriergewichte, z.B. dieses. Das stelle ich vor dem Einfüllen auf meine ganz einfache Haushaltswaage, registriere die Abweichung und fülle danach die Gläser mit der registrierten Abweichung. Das kann ich während der Abfüllung beliebig oft wiederholen. Genauer geht es kaum.
    Und übrigens: 500g Honig ergeben bei einem unterschiedlichen Wassergehalt einen deutlich unterschiedlichen Füllstand. Deshalb ist die Befüllung bis zu einer Marke unzuverlässig.


    Gruß Ralph

  • Hallo Ralph,


    die Kalibriergewichte sind bestimmt eine gute Möglichkeit zur Kontrolle ob man sich selbst sicher sein kann dass das Gewicht stimmt.
    Aber ersetzen sie auch die gesetzlich vorgeschriebene eichbare Waage?
    Ich meine, kannst du damit bei den Kontrolleuren erfolgreich argumentieren?


    Gruß Doro
    (keine Provokation, echte Frage!)

  • Hi,


    ich halte es genauso wie Kleingartendrohn, habe mir Kalibriergewichte besorgt. Und ich habe die gleiche Frage wie Doro, wobei ich ja eigentlich die Antwort zu kennen glaube: vermutlich reicht es den Behörden nicht. Obwohl ich mir sicher bin, dank des Kalibriergewichtes die richtige Menge einzufüllen.


    Grüße,
    Robert

  • Hi,


    nein, die reichen offiziell nicht, da kann man vorm Eichamt labern, bis die Fusseln am Mund sind.
    Zählen tut nur die Kontrolle mittels einer geeichten Waage. Und zu der sollte man Zugriff haben oder nachweisen können. (Was den Besitz nicht ausschießt aber auch nicht unabdingbar macht) :wink:


    Das Einfüllen bis zu einer Markierung geht schon, wenn Kontrollen zwischendurch erfolgen, den Wassergehalt des gerade abzufüllenden Hobboks im Vergleich zumnächsten sollte man vielleicht auch vorher bereits gemessen haben.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Kalibriergewichte müssen doch auch geeicht werden. Ist es da nicht sinnvoller die Waage zu eichen oder den Chays gleich ganz zu lassen?


    Eichfähige Waagen unterscheiden sich technisch manchmal nur durch zwei Löcher im Boden und zwei eingelötete Potis oder einen Menüpunkt von den nichteichfähigen Modellen. Und natürlich im Preis!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Kalibriergewichte müssen doch auch geeicht werden. Ist es da nicht sinnvoller die Waage zu eichen oder den Chays gleich ganz zu lassen?


    Rechtlich gesehen: kann schon sein. Technisch gesehen gehe ich davon aus, dass so ein Kalibriergewicht sein Gewicht bei pfleglicher Behandlung auch über zwanzig Jahre hinweg beibehält, während sich eine Waage verstellen könnte.


    Mir kommt es (bisher) ja nur darauf an, dass auch wirklich (mindestens) 500 g drin sind, wenn ich 500 g draufschreibe. Hätte ich meiner Küchenwaage blind vertraut (was wohl durchaus einige Imker tun), dann wären nur ca. 496 g drin gewesen, denn die Küchenwaage geht ein paar Gramm vor.


    Grüße,
    Robert

  • Hallo Robert,


    wenn ich keine geeichte Waage hätte, würde ich genau so vorgehen. Es besteht keine allgemeine Pflicht, eine derartige Waage zu besitzen, außer die Honigvermarktung hat gewerbliche Ausmaße.


    Grüße
    Ulrich

  • Ich finde es ja auch wichtiger, dass das Gewicht stimmt, als dass man so eine Waage vorzeigen kann.


    Allerdings wurde bei der letzten Fortbildung mitgeteilt, dass die Kontrollen jetzt schärfer würden.
    Man hätte lange genug eine Auge zugedrückt und die Imker hätten ja in der Vergangenheit genug eingenommen, um sich endlich so eine Waage zulegen zu können.


    Hmmm... die langjährigen vielleicht, aber die neuen?


    Also bei uns zumindest kommen wir wohl nicht drum rum, ab dem ersten verkauften oder verschenkten Glas.:-(


    Gruß Doro

  • Es besteht keine allgemeine Pflicht, eine derartige Waage zu besitzen, außer die Honigvermarktung hat gewerbliche Ausmaße.

    Vorsicht mit solchen Aussagen! Honigvermarktung hat immer gewerbliche Ausmaße, schon weil sie wiederholt erfolgt! Trotzdem gilt:


    Fertigpackungsverordnung: § 28*Verwendung von Meßgeräten
    Fertigpackungen gleicher Nennfüllmenge dürfen ohne Verwendung von Meßgeräten hergestellt und in den
    Verkehr gebracht werden, wenn die §§ 22 bis 24 und 27 eingehalten sind. Unter der gleichen Voraussetzung sind
    Meßgeräte, die nur zur Herstellung von Fertigpackungen gleicher Nennfüllmenge verwendet werden, von der
    Eichpflicht ausgenommen.


    Wehe, Ihr wiegt den Kuchenteig damit oder was loses.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry, das würde ja bedeuten,
    wenn man immer 500 g Honig abwiegt,
    keine 250 g und keinen Kuchenteig...


    dann würde die Eichpflicht entfallen?


    Aber es wird doch eine eichfähige Waage ausdrücklich vorgeschrieben...


    Kann ich mit diesen §en dagegen argumentieren? erfolgreich?


    Danke für den Hinweis.
    Bitte noch: welches Gesetz ist das genau?


    Gruß Doro