Eh kein Klimawandel - habts schon Aufgestzt?

  • Nun, ich hat auch schon Jahre, wo ich Anfang April die Honigräume gab.


    Auch schon mal am 1. April!


    Dies zwar 30 km nördlich meines Wohnortes - aber das ist vegetationsmäßig, temporär so verfolgbar.



    Naja, mein ehemaliger Nachbar, der als Bub bei meinem grandpa in die Lehre ging, bienenmäßig, mein ich, sagte immer zu mir
    Frischling: Vor den Eisheiligen brauchst gar net Aufsetzen! (Bekanntlich 11 - 15 Mai)


    Ich nehme an, daß ettliche von Euch den HR schon oben haben. (wir sind noch etwas hintennach)


    So schnell vollzieht sich in meinen Augen der Klimawandel!


    25 Jahre sind vergangen seit der Lehrbub von meinem Opa mir das sagte.



    Griass Simmerl

  • Ich habe heute einem Volk schon den ersten HR gegeben, es belagerte alle 10 Waben (Dadant) und hatte den vor 2 Wochen gegebenen Baurahmen auch schon ausgebaut aber nicht mit Drohnenzellen sondern allerfeinsten Arbeiterzellen und in diese haben sie auch schon angefangen Honig einzulagern.
    Die Süßkirsche steht kurz vor der Blühte.


    Da fällt mir noch Mozart ein:
    "Komm lieber Mai und mache, die Bäume wieder grün ..."


    Schönen Abend noch
    Gruß Jan

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes

  • Hallo Simon,


    Ich würde das nicht als Folge des Klimwandels sehen. Es gab schon immer solche und solche Jahre. Wann hättest du denn letztes Jahr den HR drauf ? :wink:
    Nur ich habe festgestellt, dass das menschliche Gehirn nicht für Wetteraufzeichnungen gemacht ist.
    So hatten alle die geschrieben haben, dass es so ein Frühjahr noch nie gab, vergessen dass der Winter 2006/7 ebenfalls ein total Ausfall war und von der Durchschnittstemperatur noch höher war.
    Was man aber feststellen kann in meinen Augen, dass alle Starkwetter Ereignisse zunehmen, in der Häufigkeit und vorallem in der Intensität.
    Mit Hcohwasserr, Orkanen, Schneestürmen und auch Tornados werden wir immer mehr zu tun bekommen.
    So gab es vor 10 Jahren in einem Nachbarort von hier der sich auf einer Hochlager befindet einen richtigen Tornado der durch den Ort zog.


    Viele Grüße


    Maxikaner

  • Hallo, als wir noch Freudensteinimker waren, wurde in einem Jahr auch mal Weidenhonig gerntet.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • ......
    Was man aber feststellen kann in meinen Augen, dass alle Starkwetter Ereignisse zunehmen, in der Häufigkeit und vorallem in der Intensität.
    Mit Hcohwasserr, Orkanen, Schneestürmen und auch Tornados werden wir immer mehr zu tun bekommen.
    So gab es vor 10 Jahren in einem Nachbarort von hier der sich auf einer Hochlager befindet einen richtigen Tornado der durch den Ort zog.


    Viele Grüße


    Maxikaner


    Beliebtes Thema. Zu den Extremen möchte ich darauf hinweisen, dass die letzten F5- Tornados in D. 1764 und 1800 waren, in Mecklenburg (Selbst Baumstümpfe sollen aus der Erde gerissen worden sein) und in Sachsen. F4 gabs in Pforzheim 1968 und Bad Liebenwerda 1979, dort sollen Mähdrescher durch die Luft geflogen sein. Osnabrück 2001 war glaub ich auch F4.
    Die Elbeflut 2002 war vom Pegel her die höchste, von der Abflussmenge her aber nur die fünftgrößte Flut seit 1501.
    Eine auffällige Häufung der Hochwasser an der Elbe gabs im 19.Jh.
    Lustigerweise ist es so, dass z. B. die Ortskerne der Dörfer, aus denen Dresden entstand, auch 2002 trocken blieben...


    Die Magdalenenflut um dreizehnhundertwasweissich, ließ in ganz D. die Flüsse derart steigen, dass man in Köln "mit den Kähnen über die Stadtmauer fahren" konnte, so schreibt ein Chronist. Man darf sich vorstellen, was bei jetztiger Flussbegradigung, Kanalisierung, Bebauungsdichte los wäre...


    Aus meiner Ecke gibt es Überlieferungen von Kirschblüte zu Weihnachten und Erdbeeren im Januar genauso wie die, dass es 29 Tage lang ununterbrochen geschneit hätte und der Schnee 13 Ellen hoch gelegen hätte.
    Im Hitzesommer 2003 hatte unser Brunnen noch eine Schüttmenge von 200l/Tag. Meine Großmutter berichtete von Trockenheiten im 1940-er Sommern, wo er völlig trocken war.


    Eine signifikante Häufung von Extremwetterereignissen konnte bisher auch offiziell nicht festgestellt werden. Selbst der AR5 spricht im Wesentlichen davon, dass man es für die Zukunft erwartet. Warum auch immer... Schon im Vorfeld des AR4 gab es Streit um dieses Thema, der Chef des Us- Hurrikan- Center, Chris Landsea, kündigte deswegen seine IPCC- Mitarbeit.


    Dieser Hype um die angeblich zunehmenden Wetterextreme soll wohl nur eines erzeugen, Angst. Angst macht gefügig. Angst lässt Ängstliche ihren angeblichen Rettern folgen. Mit Angst bewege ich zu Ablasszahlungen. Auf Grund von Angst kann ich angebliche Fürsorge begründen und Gesetze beschliessen. usw.


    Gruß
    Erzgebirgler


    PS: Am Wochenende mache ich meine Frühjahrsdurchsicht.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)

  • Ich würde das nicht als Folge des Klimwandels sehen. Es gab schon immer solche und solche Jahre. Wann hättest du denn letztes Jahr den HR drauf ? :wink:
    Nur ich habe festgestellt, dass das menschliche Gehirn nicht für Wetteraufzeichnungen gemacht ist.
    So hatten alle die geschrieben haben, dass es so ein Frühjahr noch nie gab, vergessen dass der Winter 2006/7 ebenfalls ein total Ausfall war und von der Durchschnittstemperatur noch höher war.
    Was man aber feststellen kann in meinen Augen, dass alle Starkwetter Ereignisse zunehmen, in der Häufigkeit und vorallem in der Intensität.


    Doch, es ist eine klare Folge des Klimawandels. Denn das Jahr 2006/07 gehört in die Reihe sehr viel wärmerer Jahre, die wir seit etwa Beginn der 90er Jahre haben. Damals gab es einen signifikanten Sprung und Winter wie Sommer sind im Schnitt deutlich wärmer geworden. Einzelne Extremjahre gab es natürlich tatsächlich schon "immer". Auch in der so genannten Kleinen Eiszeit gab es einzelne Superhitzesommer, obwohl die meisten anderen Sommer damals praktisch alle ausgefallen sind.


    Mit dem menschlichen Gedächtnis hast du allerdings recht, Witterung bleibt nur sehr selektiv hängen.
    Zum Beispiel auch, dass die Zahl der Extremwetterereignisse angeblich zugenommen habe. Das kann so einfach nicht nachgewiesen werden, obwohl es naheliegt. Zugenommen haben nur die Beobachtungs- und Aufzeichnungsmöglichkeiten.


    Heute gibt es mehr Menschen, mehr Kameras, mehr Zeit damit das Wetter zu filmen, es gibt das Internet wo man das allen gleichzeitig zeigen kann während früher kein Mensch etwas von einem Tornado in irgendeinem Landdorf erfahren hätte. Und heute gibt es auch viel, viel mehr Objekte, die betroffen werden können und deren Beschädigung man sich eben merkt, während früher ein solcher Sturm einfach schadlos irgendwo in der Pampa vorbeigezogen ist und vergessen wurde.


    Was stimmt ist, dass mehr Wärme immer auch mehr Energie und damit Aktivität beim Wetter bedeutet, ist halt chemisch-physikalisch so.


    Und zurück zum Thema: Phänologisch lässt sich seit langem nachweisen, dass die Frühjahre sehr deutlich früher einsetzen und die Herbste später beginnen. Das ist eine Tatsache, keine Vermutung. Dieser Trend hat sich seit Beginn der 90er Jahre sprunghaft verstärkt.



    Gruß
    hornet

  • Doch, es ist eine klare Folge des Klimawandels. Denn das Jahr 2006/07 gehört in die Reihe sehr viel wärmerer Jahre, die wir seit etwa Beginn der 90er Jahre haben........
    Gruß
    hornet


    Auf Deutschland bezogen, lässt sich bezüglich Klimawandel bis jetzt wohl sehr wenig feststellen. Phänologische Daten deuten darauf hin, gleichzeitig ist es so, dass die Wintertemp. wieder abzunehmen scheinen.


    Auf Wetter.net war im Vorjahr zu lesen, dass die letzten fünf Deutschland-Winter alle unter dem Mittel von 1971-2000 (0,8°) (Mittel von 1981-2010: ebenfalls 0,8°) lagen:
    2008/2009 minus 0,2 Grad (um 1 Grad kälter als das Mittel)
    2009/2010 minus 1,2 Grad (um 2 Grad kälter als das Mittel)
    2010/2011 minus 0,5 Grad (um 1,3 Grad kälter als das Mittel)
    2011/2012 plus 0,7 Grad (um 0,1 Grad kälter als das Mittel)
    2012/2013 plus 0,4 Grad (um 0,4 Grad kälter als das Mittel)


    nun hatte der Macher von Wetter.net, Meteorologe Dominique Jung, auch für 2013/2014 einen knackigen Winter vorhergesagt -und lag voll daneben. Insofern sollten wir mal abwarten.



    Was stimmt ist, dass mehr Wärme immer auch mehr Energie und damit Aktivität beim Wetter bedeutet, ist halt chemisch-physikalisch so.


    Problem ist, dass für "turbulenteres Wetter" weniger der Energieinhalt als solcher, sondern Energieunterschiede zwischen verschiedenen Regionen und Atmosphärenschichten bedeutsam sind. Durch die wohl wirklich stärkere Erwärmung der Arktis im Vergleich zu den tropischen/subtropischen Regionen werden diese Unterschiede aber kleiner...
    Das wiederum könnte eine Ursache sein, dass der Jetstream, der das Polargebiet umgibt, sich zunehmend nach Süden ausbuchtet, aber das relativ stationär tut und so den Amis einen Rekord- Winter beschehrte und uns diesjahr etwas, was man evtl. als Trockenzeit oder so bezeichnen könnte, Winter wars jedenfalls nich wirklich.


    Skeptische Grüße
    Erzgebirgler

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)