Kleine Zellen - Brutraumgroesse? Absperrgitter?

  • Hallo zusammen,


    bitte entschuldigt meine komische Schreibe. Benutze US-Tastatur.


    Ich steh noch ganz am Anfang, besuche gerade den Imkerkurs, habe viel gelesen - v.a. hier im Forum - und moechte diesen Fruehling mit ein paar eigenen Voelkchen loslegen. Betriebstechnisch werde ich voraussichtlich mit angepasstem Brutraum im kompatiblen Langstroth Jumbo (10er Dadant) beginnen.


    Habe auch viel ueber kleine Zellen (5,1/4,9 mm) gelesen. Ich weiss, die Meinungen gehen da auseinander - v.a. auch was den Erfolg gegen die Varroa angeht -, und manch erfahrener Imker raet Anfaengern nachdruecklich davon ab, gleich mit kleinen Zellen zu beginnen. Ich wuerd's schon gern versuchen. Aber ich hab ja auch noch ein bissl Zeit, es mir zu ueberlegen...
    Folgende Fragen jedenfalls sind nach der Lektuere themenrelevanter Forenbeitraege bei mir noch offengeblieben:


    1.) Bauen "kleine" Arbeiterinnen auch kleinere Weisel- bzw. Nachschaffungszellen und sind die daraus schluepfenden Koeniginnen dann auch kleiner? Bauen "kleine" Arbeiterinnenn kleinere Drohnenzellen und zeugen diese "kleinen" Drohnen auch wiederum kleinere Koeniginnen? Ich frage deshalb, weil mich interessiert, ob das normale Absperrgitter dann noch passt oder kleinere Koeniginnen durchschluepfen koennten.


    2.) Bei 4,9 mm Zellmass und 32 mm Wabenabstand kriegt man 11 Dadant-Raehmchen mit jeweils ca. 10260 Zellen (10,8 dm2 x 950 Zellen pro dm2) in eine 10er-Kiste. Das macht 112860 Zellen insgesamt. Bei 5,3 mm Zellmass und 35 mm Wabenabstand sind es 86400 (10 x 10,8 dm2 x 800 Zellen pro dm2). Laut Reiner Schwarz wuerde bei kleinen Zellen sogar ein 10er Zander-Brutraum ausreichen (http://blog.apis-mellifera.de/?p=790). Koennte man statt des 10er bzw. 11er Dadants auch einen 10er (11er) 1/1 Langstroth-Brutraum mit Schied benutzen? Eine 4,9er Langstroth-Wabe haette mit 8360 Zellen (8,8 dm2 x 950 Zellen pro dm2) ja fast soviele wie eine 5,3er Dadant-Wabe mit 8640 (10,8 dm2 x 800 Zellen pro dm2). Oder doch lieber Dadant-Raehmchen, weil man durch die zusaetzliche Hoehe noch mehr Platz hat und flexibler ist?


    Ich wuerde mich freuen, wenn jemand aus seiner Erfahrung etwas zu meinen Ueberlegungen beitragen moechte.


    Vielen Dank und viele Gruesse,


    frisbee

  • Hallo,


    na. wie gut, dass Bienen nicht rechnen können. :p


    Darüber hinaus frage ich mich: wieso will ein Neuimker gleich zu Beginn seine Bienen künstlich auf kleine Zellen zwängen? Zu welchem Zweck?


    Wie unnatürlich ist das denn!


    Ich würde erstmal raten: Lern bitte erstmal die Völkerführung im Jahresablauf, die sachgerechte Einwinterung, die bienengemäße Durchlenzung, die fachlich korrekte Varroabehandlung!


    Nach diesem Erfolg wird sich Dein Können messen. So ist das bei den Bienen!


    Viel Erfolg wünscht
    KME

  • Hallo KME,


    dass ich das alles lernen muss, ist mir natuerlich vollkommen klar. Das koennen kleine Zellen ja auch nicht ersetzen.


    Ich finde die Argumente der Befuerworter kleiner Zellen wie schnellere Fruehjahrsentwicklung, besseres Putzverhalten bis hin zur umstrittenen erhoehten Varroatoleranz etc. halt schon interessant. Angeblich soll die Umgewoehnung auf 5,1er MW auch gut klappen. Und da ich noch weder Raehmchen noch MW besitze, klang das fuer mich schon interessant.


    Bezueglich "unnatuerlichen Zwaengens" ist interessant, wie es zur ueblichen 5,3er/5,4er Zellpraegung ueberhaupt gekommen ist...