Da saust der Preis gen Keller

  • Aktuell sinken die Völkerpreise, wie der Raps schießt. Selbst sonst ausverkaufte Imker bringen Völker für 100 Euro kaum los. Meine Warteliste geht gegen Null und fast täglich bietet man mir Völker an.


    Ich kann nur jeden ermutigen, sich vielleicht doch mehr als nur ein Anfängervolk zu kaufen. Ein besseres Jahr kommt selten nach.


    Oder sollte ich gar jetzt schon jeden Boden und Honigraum benutzen und Rapshonig ernten im Überfluß? Ganz sicher wird das ob der vielen noch vollen Kisten, der vielen Völker und der frühen Massentracht ein Mordsschwarmjahr - was selbst die Neubienenkistler freuen könnte.


    Nur die Kirsche sieht alt aus und der Apfel, wenn ab übermorgen dem Raps blüht.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ja, gehandelt wird aktuell auch viel.


    Wer seine Völker nicht los kriegt, muß halt viele Gläser kaufen und ne größere Schleuder.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hm-hm,
    Anzeigen wiederholen sich, wenn man drauf achtet. Und immer nen Zwanni weniger...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Henry,
    du bist ja optimistisch, auch wenn viele Bienenvölker vorhanden sind, muß das nicht heißen, das die HR voll werden, da muß schon das Wetter auch mitspielen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Nö, man muß nur den Mut haben, aus zweien eines zu machen und zu wandern.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo !


    Ja, wir haben in diesem Jahr fünf Völker Überschuß,
    zwei konnten wir zum Vorjahreskurs absetzen.
    Für zwei weitere ist man für diesen Preis noch am überlegen.
    Das fünfte wird nicht verkauf für diesen Preis,
    dann sind eben die Begattungskästchen etwas stärker.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hi Henry,


    Ich glaube pauschal kann man das nicht sagen, es hängt auch viel mit der Qualität der Bienenvölker die verkauft werden zusammen.
    Für ein gutes aufsatzreifes Buckfastvolk, kannst du in Bayern 130€ verlangen und bekommst diese auch.
    Ich selbst hab 2 dieses Jahr gekauft.
    Für irgendwelche Völker, wo ich die Herkunft der Bienen nicht kenne bzw. wo ich mir nicht sicher bin was für Ambitionen der Verkäufer im Bereich Zucht hat würde ich gar nichts zahlen.


    Das Motto "Wer billig kauft, kauft zweimal" gilt in meinen Augen auch bzw. Gerade auch bei Bienen.


    Viele Grüße,


    Maxikaner

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Maxikaner ()

  • Wenn hier etwas wandert, dann bin ich das im Pfälzerwald zur nächsten Hütte een Schorle trinken.


    Die Preise bleiben da wo sie sind und waren, fertig. Unter Wert wird hier nix verkauft. Was nicht verkauft werden kann wird zu Ableger verwurstet oder kommt zurück in die Honigproduktion.
    Ein Volk hat seinen Preis, entweder sofort in Euronen oder später als güldener Honig.



    Witzigerweise geht dieses Jahr Dadant besser als DN ;)




    Sonnige Grüße,
    Arnd

  • Im Februar waren alle Reserve-Völker zum gleichen Preis wie 2013 verkauft und bezahlt.
    Kein Grund für mich Völker zu verramschen.


    Ich bin der gleichen Meinung wie Arnd.


    Meine Ableger ab Mitte Juni werden auch den gleichen Preis wie 2013 kosten.


    Viele Grüsse


    Petra

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  • Hallöchen und einen wunderschönen guten Morgen an diesem wunderschönen guten Morgen :)


    Der Preis den ich für meine Bienen verlange müssen die Käufer bezahlen, ohne wenn und aber.
    Aufsetzten, den Honig ernten, Ableger rausholen kann ich auch, da muß ich mich nicht runter handeln lassen.
    Jeder der ein Volk kauft, erntet normalerweiße auch Honig.
    Und jeder der ein Volk verkauft weiß das und er weiß auch das es meistens mehr ist als 130-150 € und Ableger kann/muß man auch machen.
    Welches Nutztier hat in einem Jahr den Preis des Kaufens durch ein Vielfaches wieder drin?
    Gibt eine Kuh die angenommen für 1900 € gekauft worden ist auch soviel Milch im ersten Jahr?
    Selbst wenn Sie als tragend gekauft wird und du noch ein Kuhkalb davon bekommst?

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Die Amis würden sagen: easy money, eeeaaasy money! Aber nur sarkastisch. Denn so einfach ist es auch wieder nicht: Volk kaufen und reich werden.


    Erstmal kommen zum Kaufpreis für das Volk noch Kosten entweder für eine komplette neue Beute hinzu, wenn Du das Volk auf Waben kaufst. Oder eben neue Zargen. Denn mit Honigräumen und Rähmchen und Mittelwänden usw. werden die Völker ja nicht verkauft. Dann kommen noch weitere laufende Kosten hinzu, die für ein Volk so 100-150 Euro im Jahr betragen. Für Futter, für Medikation, für Transporte, Honiggläser, Anteile an Verbrauchsmaterialien usw.


    Volk 130 €
    Beute oder Honigzargen 100 €
    Laufende Kosten 100 €


    Da ist man ja schnell bei 350-400 Euro pro Volk. Und das noch komplett ohne Berechnung der Arbeitszeit. Da muß man schon 40 Kilogramm Honig ernten und für 5 Euro/Glas verkaufen. Wer nicht die ganze Saison lang wandert, dessen Honigertrag wird gerade mal so die entstandenen Kosten decken. Selbst wenn man Ableger macht und Königinnen zieht und diese weiterverkauft - man benötigt Ablegerkästen oder Zargen und Rähmchen und Mittelwände und vor allem Futter und und und...


    So einfach verdientes Geld ist es also nicht. Der Sarkasmus der Amis ist da voll berechtigt, wenn sie sagen: easy money in beekeeping...


    Und wenn da noch das Wetter reinschlägt, die Kisten schwärmen oder die Königinnen versagen, dann wird es eng mit dem "Gewinn" aus einem zu Anfang des Jahres gekauften Volk. Ich glaube also nicht, daß die verkauften Völker "das Mehrfache des Preises" im ersten Jahr reinholen. Nicht, wenn man die Kosten berücksichtigt. Jede Investition hat Folgekosten!

  • Aber im Imkermarkt gibt es geradezu eine Bienenschwemme! Ich werde meine doch behalten, außer der paar Ableger, die nachgefragt wurden. Denn nächstes Jahr wird es ganz anders aussehen, da wird jeder froh sein, wenn er noch Völker zum Verkaufen hat.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Wir können das ja mal wissenschaftlicher angehen und die Preise und Menge der Völker in Korrelation zu der diesjährigen Honigernte setzen. :wink: Je mehr Völker angeboten werden, desto mehr Honig wird in diesem Jahr geerntet. Oder anders herum...oder so...