Hey, sie saufen doch auch innen!

  • Ich hab heute abend zum ersten Mal (leider ohne Kamera wg viel Regens) eine Biene dabei erwischt, daß sie IM Stock das Kondenswasser von der Unterseite der Makrolonplatte rüsselte.*yeah*
    Das hätte ich ohne neue Lesebrille und LED-Taschenlampe NIE gesehen.:lol:
    Faszinierend.
    Sie hat etwa 4qcm geputzt, sehr ordentlich einmal um sich rum - und dann ging sie runter in die nächste Wabengasse.
    Dauerte ungefähr 2 Minuten.
    Da hat Dennis Murrell also doch wieder recht gehabt, daß sie durchaus auch innen Wasser aufnehmen - auch wenn es bei mir nicht im Winter war, wie bei ihm.
    Er hat ja mehrfach eine wassergefüllte Futtertasche ans Brutnest gestellt, und an frostfreien Tagen eine beachtliche Abnahme verzeichnet, an sonnigen Tagen bis zu 1 inch weniger in der Tasche.
    Ich hab für die "Hausbienen" hier ja eine gut angenommene Tränke, und ich hab auch noch keine Biene an einem großen Tropfen gesehen, aber ich glaub nicht, daß der beobachteten Biene langweilig war - irgendeinen Grund wird sie gehabt haben, das zu machen.
    Bloß welchen?


    LG, Sabine - die die Makrolonplatten immer spannender findet zum Gucken.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • eine Biene dabei erwischt, daß sie IM Stock das Kondenswasser von der Unterseite der Makrolonplatte rüsselte.*yeah*
    Sie hat etwa 4qcm geputzt, sehr ordentlich einmal um sich rum - und dann ging sie runter in die nächste Wabengasse.


    ..mit dem Wasser innerhalb einer Beute - egal wie es entsteht - passiert das Gleiche wie mit zusätzliche eingebrachten Futter - egal um welche Zeit man es gibt. Es wird abgenommen, weil es dort nicht hingehört.


    Beim Futter kann man davon ausgehen, dass es als Energietrager verbraucht wird.
    Beim Wasser nehmen wir das auch an. Es wäre aber auch möglich/denkbar, dass größere Naßbereiche ganz gezielt 'trockengelegt' werden und diese Flüssigkeit NICHT verfüttert wird, sondern ebenso hochgewürgt und außerhalb des Stockes abgelegt wird.
    Die Aufnahmen und 'Verarbeitung' von Kondenswasser steht im krassen Widerspruch zum Wassersammelverhalten in der freien Natur. Hier ist ein Beflug von Wassertränken zu beobachen, wo reichlich gelöste Mineralien enthalten sind. Selbst Sickerwasser aus Mistgruben werden beflogen obwohl 'frisches' Wasser als Bienentränke bereit gestellt wird.


    Ich gehe davon aus, dass Kondenswasser für die Bienengesundheit NICHT förderlich. Echte Wassernot inkl. der Verfütterung mal davon ausgenommen.


    sinngemäß: "...Dennis Murell hat doch wieder recht gehabt.."
    Diesen Satz verstehe ich nicht ganz. Gibt oder gab es Imker die bezweifeln, dass Kondenswasser innerhalb der Beute NICHT abgenommen wird.
    Oder meinst Du da etwas anderes?


    Jonas

  • Zitat

    Da hat Dennis Murrell also doch wieder recht gehabt, daß sie durchaus auch innen Wasser aufnehmen

    So weit musst du nicht gehen. Die alten Korbimker wussten. Wenn die Bienen bei tiefen Temperaturen Wasser holen, sitzt das Flugloch falsch.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Es ging hier wohl auch um Wasserbedarf und Kondeswasser. Kondenswasser an der Beutenwand ist nicht mehr steril. Wenn ich jetzt einer der großen Theoretiker wäre, würde ich die behauptende Erkenntnis aufstellen, dass gerade der hohe Propolisanteil dieses Wassers für Bienen gesund ist. Seit Einführung des Gitterbodens ist Wabenschimmel recht selten. Leiden die Bienen jetzt im Winter unter Wassermangel?
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ..Die alten Korbimker wussten. Wenn die Bienen bei tiefen Temperaturen Wasser holen, sitzt das Flugloch falsch.


    Remstalimker


    Jörg K. schrieb:

    Könntest Du darauf bitte näher eingehen?


    "Falsch" meint in diesem Fall, das Flugloch sitzt so, dass die Beutenbelüftung eine Kondenswasserbildung im Stock verhindert.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)