Futterteig aus Puderzucker

  • Hi, ich finde hier nicht die passende Antwort, habe gestern selbst Futterteig hergestellt, allerdings, weil hier im Forum vor fremdem Honig gewarnt wurde und ich keinen eigenen mehr habe, nur aus Puderzucker und etwas Wasser. Den Fladen habe ich gestern aufgelegt und gerade eben nachgeschaut - die Mädels nuckeln recht brav, ich bin mir aber trotzdem unsicher, ob ich nicht doch was falsch gemacht hab - jetzt kommen nochmal ein paar kalte Tage und ich dacht mir, ich geh lieber auf Nummer sicher, als dass das Futter ausgeht. Sie tragen ganz eifrig Pollen ein, das heisst ja, dass sie jede Menge Brut zu pflegen haben... Fragen über Fragen :roll: LG

  • :lol:
    Naja, ohne konkrete fragen ist Antworten schlecht möglich.
    Prinzipiell hast Du nichts falsch gemacht, es ist gut, keinen fremden Honig eingefüttert zu haben.


    Ich persönlich jedoch hätte erst mal kontrolliert, ob das Volk nicht doch genügend Futter hat, bevor ich zufüttere.
    Es heißt auch, dass Futterteig im Frühjahr schlecht abgenommen wird.
    Ich habe damit gar keine Erfahrung.


    Eine Konrolle meiner Völker ergab, dass noch genügend Futter drinne war und zudem shon in sehr geringen Mengen eingetragen wird.


    Liebe Grüße: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ich hab meinen schon ab Flugbetrieb Futterteig mit Invertase gegeben, sozusagen als Flugbenzin, weil es erst zu kalt zum honigen war - aber es pollte halt schon bei 8°C.
    Heute war das aufgefuttert, und wir haben angesichts der kommenden Wetterlage nochmal nachgelegt - da hat man ne halbe Stunde später vor lauter Bienen keinen Teig mehr gesehen - also brauchen sie den grad wirklich zum Verheizen.
    Ich sehe da kein Problem mit Honigverfälschung zu diesem Zeitpunkt - ich glaube nicht, daß vom Futterteig auch nur ein Gramm im HR landet.
    Wir haben hier nachts Frost, und die Bienen müssen "die Kinder warmhalten" - und bei den max.8°C tagsüber fehlen immer noch ne Menge Celsiusse von -4° bis 35°.
    Da wird alles verheizt, was reinkommt an Zucker - und so trocken, wie es hier ist, KANN nix honigen - das gibt der Boden einfach nicht her.
    In den unteren Zargen ist Winterfutter, aber da sind wenig Bienen - ich sehe das mit dem Umtragen nicht, das ist alles dunkel verdeckelt.
    Ab dem ersten Sonnenstrahl Betrieb in der gepimpten Tränke.
    Von Tracht kann noch lange keine Rede sein.
    Ich hab noch keine Drohnenbrut - also nix mit Schwarm am 1.Mai.:Biene:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen


  • Ich hab noch keine Drohnenbrut - also nix mit Schwarm am 1.Mai.:Biene:


    Danke schön Sabi(e)ne. Ich hab mir schon gedacht, dass es soooo falsch nicht gewesen sein kann, sonst hätte ich hier mit Sicherheit eins über die Rübe bekommen - wenig Antworten sind also auch manchmal hilfreich :-D 
    Aber, wie weisst Du, dass "unten" noch Futter ist, das nicht umgetragen wurde und auch noch keine Drohnenbrut drin ist - hast du schon Waben gezogen oder einen Röntgen-Blick? Ich dacht, es sei noch zu kalt... :confused:

  • Ich hab mir schon gedacht, dass es soooo falsch nicht gewesen sein kann, sonst hätte ich hier mit Sicherheit eins über die Rübe bekommen - wenig Antworten sind also auch manchmal hilfreich


    .. es könnte aber auch so sein, dass Dir nur wenige geantwortet haben, weil man sich fragt, was soll um diese Zeit Futterteig gegeben werden, wenn noch genügend Futter im Kasten ist. Schon mal diese Variante überlegt...?


    Jonas

  • Hi,


    ich hatte vor ein paar Wochen einigen Völkern Futterteig gegeben, sicherheitshalber, ohne vorher Waben zu ziehen. Jetzt frage ich mich, was mich da geritten hatte. Bis auf eines haben die alle noch mehr als genug Winterfutter. Ein Volk hat sogar so viel, dass der Platz zum Brüten eingeschränkt ist. Und irgendwie schienen mir eine Menge Zellen mit frisch glänzendem Inhalt vorhanden zu sein. Irgendwoher haben die Bienen Schon etwas eingetragen...
    Also selbst wenn wir jetzt drei Wochen Schlechtwetter bekommen werden meine Bienen nicht verhungern (ok, ich habe noch nicht alle Völker durchgesehen).


    Grüße,
    Robert

  • Zitat

    .. es könnte aber auch so sein, dass Dir nur wenige geantwortet haben, weil man sich fragt, was soll um diese Zeit Futterteig gegeben werden, wenn noch genügend Futter im Kasten ist. Schon mal diese Variante überlegt...?


    Ich hab noch nicht gesehen, daß sie jetzt ans verdeckelte Futter gehen, und wenn es zu kalt ist zum Honigen, kommt zwar Pollen rein, aber eben kein Nektar.
    Und da ist invFutterteig wesentlich weniger aufwendig als das Gezumpel mit Futterzarge oder Notfall-Ziplockbeuteln, vor allem in der Entfernung, wenn nicht mehr nötig.
    Wir reden ja nicht von Kilomengen, sondern ca.250g, das reicht für 10 Tage.
    Gestern waren in der Wetter.com-Vorhersage noch 5 Tage mit -5°C nachts und tagsüber null - kein Fliegewetter.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich hab noch nicht gesehen, daß sie jetzt ans verdeckelte Futter gehen, und wenn es zu kalt ist zum Honigen, kommt zwar Pollen rein, aber eben kein Nektar.
    Und da ist invFutterteig wesentlich weniger aufwendig als das Gezumpel mit Futterzarge oder Notfall-Ziplockbeuteln, vor allem in der Entfernung, wenn nicht mehr nötig.
    Wir reden ja nicht von Kilomengen, sondern ca.250g, das reicht für 10 Tage.
    Gestern waren in der Wetter.com-Vorhersage noch 5 Tage mit -5°C nachts und tagsüber null - kein Fliegewetter.


    ..aus meiner Sicht:


    -- Futterwaben sind die natürlichen Reserven eines jeden Volkes
    -- bei Notfällen, wenn das Futter ausgegangen ist (meist ein Fehler des Imkers/in) ist die Gabe von Futterwaben oder wenn diese fehlen und es ist ein extremer Notfall, ist Futterteig angebracht
    Das war aber wohl bei Euch beiden nicht der Fall oder?


    Aus dieser Sichtweise ist alles andere dazwischen ein Rumfuschen am Volk und ein Eingriff der zu unterlassen ist.
    Selbst die Gabe von Fertigfutter mit künstlichem Pollen, hat oft - hier im Allgäu - die Funktion, dass die Völker zu wenig Winterfutter hatten und man damit die Völker vor dem Hungertod gerettet werden, obwohl diese Imker immer wieder auf die Aufbaufunktion ihrer Völker hinweisen.


    Kurz: ich halte die Gabe von Teig im Frühling für völligen Quatsch und für einen Blödsinn… wenn ausreichend - auch verdeckeltes - Winterfutter als Wabe vorhanden ist. Man sollte den Bienen nicht unterstellen, dass sie lieber verhungern, als verdeckelte Futterzellen zu öffnen. Ich wundere mich immer wieder auf was für Ideen Imker/in kommen.. und mit welcher Begründung. Ich kann das nicht nachvollziehen.


    Jonas

  • Ich kann das nicht nachvollziehen.


    Da bist Du nicht allein.



    Ich finde Imker/in sollte unterscheiden zwischen Reizfütterung und Notfütterung.


    Unter uns..welcher verantwortungsvolle,neugierige Imker hat bei dem sonnig-warmen Wetter der letzten Tage keinen kurzen Blick in die Beuten auf Futterwaben, Brutwaben bzw Weiselrichtigkeit geworfen?
    Imkerlein sollte im März wirklich wissen, ob noch genug (verdeckelte, speckige)Futterwaben da sind oder nicht.



    Sabienes Fütterei liest sich für mich wie eine Reizung.
    Sie füttert, damit ihren Bienen das Flugbenzin nicht ausgeht.
    Verdeckelte Winterfutterwaben sind noch vorhanden, d.h das Volk hungert nicht.
    Warum das Winterfutter allerdings in den unteren Zargen lagert und nicht oben oder seitlich, erschließt sich mir überhaupt nicht.


    Ich persönlich finde, jedes Bienenvolk sollte sich individuell an die aktuelle Witterung bzw Tracht anpassen.
    Eine Frühjahrsreizung durch den Imker ist eine Irritation.
    Da wird eine Tracht vorgegaukelt, die´s in Wirklichkeit gar nicht gibt.


    Also ich kann mir vorstellen, dass die Damen bei längerem kühlen und nektararmen Wetter, ihre Bruttätigkeit wieder zurückfahren.
    (ich kann mir das nicht nur vorstellen....ich hab´s auch schon gesehen:wink:)


    Natürlich sieht dies der Imker,der wo gerne massig Frühjahrshonig ernten möchte, nicht gern, wenn die Bienen auf Sparflamme schalten.


    Deshalb, wenn´s keine Notfütterung ist, versteh ich Sabienes Fütterei nicht.
    Ihr wird ja sogar übel, sobald sie von Betriebsweisen liest, die angeblich auf maximalen Honigertrag ausgerichtet sind.
    Was soll also diese überflüssige Futter-Geigelei?


    viele Grüße
    Regina, die gerne verstehen würde.


    P.S. ein kleiner Tipp von mir: statt wetter.com würde ich mal bei "mr-wetter.de" schauen. Bei denen sind die kommenden Nächte und Tage wärmer...:wink:

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von helianthus () aus folgendem Grund: rs

  • Ich wollte auch erst Futterwaben ziehen und Baurahmen rein machen, als ich aber den Wetterbericht gesehen habe, habe ich die Füße grade gelassen.
    Nach einer Woche auswärts arbeiten heute noch mal gewogen:
    Was soll ich sagen 5 Völker Segeberger zweizargig alle zwischen 28 bis 30 Kg. Also noch 11 bis 13 kg Futter drinn.
    Sollte es wieder wärmer werden so werde ich am Rand 1 bis 2 Futterwaben ziehen, einen Baurahmen einhängen und meine leeren Meli Waben befeuchten und ans Brutnest packen.
    Dann kann der Rest Meli Honig abgeleckt werden und die Waben sind sauber und die Königin freuts :-)


    Grüße Rainer