Schaum beim Honigrühren !

  • Guten Morgen ,


    ich habe mit dem Rapido meine Honig gerührt , über Nacht stehen gelassen ,abgeschäumt und abgefüllt !
    Jetzt muss ich feststellen das in allen Gläsern eine Schaumschicht sichtbar ist.
    Selbst an der Innenseite der Gläser ist dieses ansatzweise sichtbar !
    Was habe ich falsch gemacht und ist der Honig so noch verkaufsfähig ?
    Viele Grüsse
    Wolfgang

  • Der Honig ist natuerlich verkaufsfaehig - etwas Schaum ist ja nun kein Makel, der das gute Zeug unverkaufbar macht (nur gaerig waere was anderes).
    Mein Tipp: Erst den festen Honig oben abkratzen/abziehen und nach dem Auftauen und Ruehren etwas laenger stehen lassen - eine Nacht reicht einfach manchmal nicht damit alle Blaeschen hochsteigen koennen. Manchmal liegt es auch an der Abschaeummethode - ich habe gute Erfahrungen mit Folie gemacht, das klappt besser als diese Teigschaber oder Abschaeumspatel.


    Melanie

  • Hallo:
    in welcher Form war der Honig vor dem Rühren?
    Aufgetaut?
    Angetaut?



    Schaum entsteht bei mir beim Überrühren und zu sehr auf und abrühren
    Mindert aber die Qualität des Honigs nicht.
    Aber die Käufer werden nachfragen und Du musst erklären....
    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo Wolfgang,


    das gleiche Problem hatte ich auch bei einem Eimer mit grob auskristallisiertem Honig.
    Der schnelllaufende Rapido zerschlägt einen Teil der großen Zuckerkristalle in kleine Partikel. An diese lagert sich Luft an und sie schwimmen dann auf. Ergibt dann einen dicken Schaumteppich mit der Konsistenz eines Mohrenkopfinnenlebens.
    Trotz 24 Stunden Wartezeit im Abfüllkübel, mit darauf folgendem Abschäumen, bildete sich auf den danach abgefüllten Gläsern innerhalb mehrerer Stunden wieder eine dünne Schaumschicht. Wärme begünstigt diesen Vorgang. Um den Honig zäher zu machen und ein weiteres aufschwimmen der Kristalle zu erschweren, stellte ich die Gläser in den Kühlschrank.
    Als ich nach einigen Tagen etikettieren wollte, kontrollierte ich die Gläser noch einmal. Zu meinem Erstaunen war kein Schaum mehr vorhanden.
    Schöner glatter Honig.
    Eine Erklärung für die Reduzierung des Schaumes habe ich nicht.


    Viele Grüße


    Ulrich

  • ...Zu meinem Erstaunen war kein Schaum mehr vorhanden.
    Schöner glatter Honig. Eine Erklärung für die Reduzierung des Schaumes habe ich nicht.


    Hallo Ulrich,


    der Schaum besteht aus einem Wasser-Honigfilm.


    Wasser verdunstet oder wird vom Honig wieder resorbiert > Plopp... :wink:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo, das Problem hatte ich au h schon, ich lasse den Honig nach dem rühren immer 2-3 Tage stehen.
    Erst dann schäume ich ihn ab, der Schaum ist wirklich wie das innere eines Mohrenkopf.
    Viele Grüsse, Heiner

  • Man sollte auch beim Rühren mit dem Rapido ( bei uns auch in Benutzung) aufpassen. Da hat man schnell mal Luft eingerührt die zieht es im "Wirbel" bis ganz nach unten zum Behälterboden und verteilt sich im Honig. Diese schwimmt dann im Glas wieder auf. Bei uns is mein Vater der Rapido Rührmeister und der hat das echt gut im Griff. Er hat es mir nur mal gezeigt mit dem Luft ziehen...

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Hallo


    ich bin überzeugt das die Hauptursache für den Schaum, eine zu hohe Drehzahl ist. Mit dem Rapido habe ich keine Erfahrung, aber mit meinem Doppelflügel ist mir das auch schon passiert. Also wenn das schon mal passiert, sollte man den Honig auch ein paar Tage bei 25°C stehen lassen bevor man den Schaum abschöpft und dann abfüllt.
    Der Hinweis von Ulrich, den Honig nochmal zu kühlen, finde ich sehr gut, vielleicht kann man auch den ganzen Kübel in den Kühlschrank stellen. Falls mir das mit dem Schaum nochmal passiert werde ich die Kühlung ausprobieren.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    mit dem Rapido ist es mir nicht gelungen alle Zuckerkristalle zu zerschlagen. Hohe Drehzahl ist erforderlich, bringt aber auch 1000 Watt Maschinen an ihre Leistungsgrenze.
    Durch die etwas längere Wartezeit bis zum Abfüllen setzten sich die großen Kristalle allerdings am Boden ab. Der darüber befindliche Honig war dann feinkristallin. Er war für mich so, daß ich ihn doch zum Verkauf anbot.


    Danke Hardy für die Erklärung.


    Viele Grüße


    Ulrich