Wie lege ich das Absperrgitter von Weber auf?

  • Hallo zusammen!


    Ich habe heute einmal eine ganz dumme Frage. Ich habe mir gestern die Absperrgitter von Weber (diese hier http://www.imkereibedarf-bienenweber.de/shop/cgi-bin/shop.dll?SESSIONID=0924015643307939&AnbieterID=32) für den Einsatz bereit gelegt. Dabei ist mir aufgefallen, dass das Gitter nicht in der Mitte des Holzrahmens eingebaut wurde. Auf einer Seite sind die Holzleisten dicker als auf der anderen. Wenn ich mir die Beschreibung vom Weber nun richtig durchlese, komme ich zu dem Schluss, dass das Absperrgitter mit der dicken Seite nach unten gelegt wird. Ist das soweit korrekt?


    Außerdem lese ich in der Beschreibung, dass es den Einsatz des Schiedes sowie der Bienenfluchten erst richtig ermöglicht. Das würde also heißen, dass man das Absperrgitter im Prinzip schon direkt nach dem Einengen - also noch vor der Gabe des Honigraumes - auflegen sollte. Wie seht ihr das? Gibt es denn dann nicht wieder Überbau über den Obertägern? Aktuell können die Bienen über den Trägern bei mir nicht laufen.

  • Hallo Frank, bei mir können die Bienen über den Oberträger laufen, DN auch vom Weber. Mein Absperrgitter kommt mit den Rutschleisten nach unten auf die Beute. Die Rutschleiste von der oberen Zarge passen dann genau in das Gitter.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Hallo Markus,


    bei Dadant ist aber einiges anders - auch die Absperrgitter. Da gibt es keine Rutschleisten und halt die Abstände sind oben und unten nicht gleich. Ich könnte also ohne Probleme das Gitter nach beiden Varianten auflegen.

  • Beespace nachmessen.


    Meine Beuten sind nach den Konstruktionsplänen der Magazinimker gebaut. Meine Zargen haben oben 7mm Beespace und unten 2mm, so komme ich auf 9mm.
    Mess mal bei dir den Abstand zwischen der Oberkante der Rähmchenoberträger und Oberkante Zargenwand, wenn das auch +-7mm sind, würde ich das Gitter so einlegen, dass es eher unten ist und oben mehr Freiraum.


    Sind dagegen (wie auf der Händlerseite) die Oberträger fast bündig mit der Zargenoberkante, dann andersrum, so dass ein Abstand von 8-10mm zwischen Brutraumrähmchen und Absperrgitter ist.


    Stefan

  • Hallo Stefan,


    da brauche ich nichts messen. Sind genau 0,000 mm Abstand zwischen dem Oberträger und dem oberen Ende der Beutenwand. Ich würde dann halt das Gitter so auflegen, dass erst der hohe Abstand kommt, dann das Gitter und dann noch mal ein kleinerer Abstand.


    Legt ihr denn auch das Gitter noch vor dem Honigraum bzw. zwischen Honigraum und Bienenflucht ein? Ich hätte das spätestens bei Einlage der Bienenflucht entnommen.


  • da brauche ich nichts messen. Sind genau 0,000 mm Abstand zwischen dem Oberträger und dem oberen Ende der Beutenwand. Ich würde dann halt das Gitter so auflegen, dass erst der hohe Abstand kommt, dann das Gitter und dann noch mal ein kleinerer Abstand.


    So würde ich das auch draufpacken. Bei mir liegt (leider) das Absperrgitter direkt auf den Oberträgern (da ohne Rahmen), da ist schon mal 70% der Gitterfläche nicht zugänglich-> eher hinderlich das Gitter.



    Legt ihr denn auch das Gitter noch vor dem Honigraum bzw. zwischen Honigraum und Bienenflucht ein? Ich hätte das spätestens bei Einlage der Bienenflucht entnommen.


    Nö, wozu auch: Das Gitter soll verhindern, dass die Königin nach oben in den Honigraum kommt. Die Bienenflucht verhindert sogar, dass Königin und/oder Bienen wieder in den Honigraum kommen. -> Doppeltgemoppelt.
    Gitter raus, Bienenflucht drauf, aus die Maus.


    Stefan

  • Hallo,


    ich kenne zwar das Gitter von Weber nicht (leider funktioniert dein Link auch nicht) aber bei Ruck ist es ähnlich.
    Der große Abstand gehört unten hin. Er soll den Bienen den Wabenwechsel auch über die Rähmchen gewähren.



    Gruß



    Sebastian

  • Zum Link: Das liegt an der Art, wie Weber den Shop bereitgestellt hat. Die Seiten werden nur temporär angezeigt. Nach einer gewissen Zeit ist der Link ungültig. Naja hier noch mal der Hinweistext, der dort zu finden ist:


    Zitat

    Unser Absperrgitter mit dem Zargenanschlussmassen 509 mm x 509 mm für kompatible, falzlose Dadantbeuten nach (Br. Adam) Günther Ries.
    Das Absperrgitter im Hartholzrahmen aus verzinktem Stahldraht ist so konstruiert, dass es ca. 7 mm über den Rähmchen liegt und der sogenannte Bienenabstand nach unten eingehalten wird. Dadurch wird es weniger angekittet, die Bienen haben eine größere Durchstiegsfläche und nehmen in der Regel die Honigräume so an, als wäre kein Absperrgitter eingelegt. Auch der Kreislauf des Königinnenduftstoffes in den Honigraum, als steuerndes Element für die Arbeitsbienen wird durch unsere Absperrgitter im Holzrahmen nur unwesentlich gestört. Absperrgitter für Arbeitsbienen über dem Brutraum (unter den Honigraumzargen) erleichtern Ihnen Ihre Imkerei wesentlich. Absperrgitter schaffen erst die Voraussetzung für den effektiven Einsatz eines Trennschiedes zur Einengung des Brutraumes und dafür, dass Sie Bienenfluchten einsetzen und Ihre Honigwaben fast bienenfrei ernten können. Ebenso schafft das Absperrgitter eine wesentliche Voraussetzung für die Überwinterung unbebrüteter Waben ohne chemische und biologische Behandlung.


    Den von mir markierten Text verstehe ich aber noch immer nicht. Da ich ja bereits vorher schon einenge, müsste ich doch das Absperrgitter bereits jetzt - also noch weit vor der Gabe der Honigräume geben. Find ich aber etwas komisch. Warum dann den modifizierten Oberträger, der extra Dick ist, damit dieser bündig mit der Zargenkante abschließt?!?

  • Den von mir markierten Text verstehe ich aber noch immer nicht. Da ich ja bereits vorher schon einenge, müsste ich doch das Absperrgitter bereits jetzt - also noch weit vor der Gabe der Honigräume geben. Find ich aber etwas komisch. Warum dann den modifizierten Oberträger, der extra Dick ist, damit dieser bündig mit der Zargenkante abschließt?!?


    Ohne Absperrgitter könnte die Königin in den Honigraum hineinbrüten. Dann würde die Bienenflucht nicht mehr funktionieren. Und der Trennschied steuert dann auch nicht mehr viel...
    Ich denke, so ist das zu verstehen.


    Grüße,
    Robert

  • Den von mir markierten Text verstehe ich aber noch immer nicht. Da ich ja bereits vorher schon einenge, müsste ich doch das Absperrgitter bereits jetzt - also noch weit vor der Gabe der Honigräume geben. Find ich aber etwas komisch. Warum dann den modifizierten Oberträger, der extra Dick ist, damit dieser bündig mit der Zargenkante abschließt?!?


    Hallo Frank. Ist doch ganz einfach. Ohne Ansperrgitter kann die Königin alle Waben in der Kiste belaufen und wenn du die Bienenfluchten einlegen willst, entferne vorher das Absperrgitter. Und ohne Brut im Honigraum gehen die Bienen auch aus die Honigräume wenn die Bienenfluchten richtig herrum eingelegt sind.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Frank


    nochmal zu deiner Ausgangsfrage, also ich habe diese Absperrgitter der gleichen Art von Wagner und habe bis vergangenes Jahr den großen Abstand immer zum Brutraum gehabt. Es wird dann von den Bienen oft sehr viel verbaut, aber eben auf den Waben, in dieser Stellung würde auch das Schied richtig passen, da das Schied ja etwas höher ist als die Waben. Seit vergangenem Jahr drehe ich das Absperrgitter mit der dünnen Seite zum Brutraum, da wird auch auf dem Absperrgitter verbaut, aber es stört so gut wie nicht. Das sind dann nur Kletterhilfen für die Bienen, ich finde es so praktischer, obwohl es nicht ganz richtig ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)