Leinöl auf Beuten – Erfahrungsbericht

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    UPDATE von mir:
    Ein einmaliges Anstreichen der Beuten mit Leinölfirnis ist bei mir nicht genug gewesen. Die UV Strahlung hat die dünne Schicht weggebrannt und jetzt im Winter sind die Beuten der Witterung komplett ausgesetzt.


    Jetzt muss ich gucken, dass die Beuten wieder trocken werden und gucken, was für Möglichkeiten man bei den Bio-Farben hat. Der Natur-Farbton fand ich halt am schönsten. Aber das hilft ja nix, wenn die Beuten nach 2 Jahren Schrott sind...

  • UPDATE von mir:
    Ein einmaliges Anstreichen der Beuten mit Leinölfirnis ist bei mir nicht genug gewesen. Die UV Strahlung hat die dünne Schicht weggebrannt und jetzt im Winter sind die Beuten der Witterung komplett ausgesetzt.


    Jetzt muss ich gucken, dass die Beuten wieder trocken werden und gucken, was für Möglichkeiten man bei den Bio-Farben hat. Der Natur-Farbton fand ich halt am schönsten. Aber das hilft ja nix, wenn die Beuten nach 2 Jahren Schrott sind...


    Du kanns ockerfarbenes Pigment beimischen, damit erhältst Du einen schönen Holzfarbton, gleichzeitig ist die Beute geschützt. Kleiner Tipp: das Pigment muss die Farbe richtig pastös machen, am Anfang neigt man dazu, viel zu wenig Pigment einzurühren, jemand im Forum nannte das mal "Aquarellmalerei", als er meine erste Beute gesehen hatte... Zu dick gibt es nicht, zu dünn schon


    viele Grüsse


    Pisolo

  • Hallo Genscher!


    Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Wie heißt das Sprichwort: Versuch macht kluch!


    Die Pigmente 'schlucken' das UV-Licht und verhindern die Zerstörung des schützenden Leinöls. Wenn Du unbedingt den Holzton willst, dann muss das Beutendach soweit überstehen, dass der konstruktive Holzschutz gegeben ist und das Holz schnell wieder abtrocknet, wie bei den Häusern im Schwarzwald oder in den Alpen.


    Zum Selberanreiben geht auch ein großer Granitkiesel aus dem Baumarkt, der gut in der Hand liegt und den du dann mit der Flex absägst, so dass eine schöne Reibefläche entsteht. Eine billige Granitplatte dazu oder bei großen Mengen mein Tipp oben vom Gurkenglas und den Murmeln.


    Bei Interesse über das Anreiben könnte dieser Sendebeitrag über Kremer-Pigmente hilfreich sein. Man kann ja je nach Vorkommen, seinen ganz persönlichen Farbton aus der Umgebung entwickeln, siehe das Albgeld in dem Film:


    Hier der Link: http://swrmediathek.de/player.…48-11e4-8029-0026b975f2e6


    Herzliche Grüße


    Andreas

  • Bei mir sind die Beuten, die ich nur mit Leinenöl gestrichen habe, nach dem ersten Winter an den Stellen, die am feuchtesten Sind, komplett schwarz geworden. Ich nutze daher seit dem Pigrol. Da hab ich keine Probleme.


    Schönen Gruß
    Frank

  • Hallo,


    man kann die Beuten (und auch Anderes) auch mit Naturholzlasuren streichen, die recht wetterfest und gut zu verarbeiten sind. Ich benutze dazu
    Auro-Lasuren, entweder Holzlasur Aqua (auf Wasserbasis aber trotzdem sehr haltbar) oder Holzlasur Classic (Lösungsmittel Orangenschalenöl).
    Auch Eure verwitterten Leinölanstriche kann man sehr gut mit diesen Produkten übersteichen.http://www.auro.de/de/produkte…zflaechen/holzlasuren.php



    Quirin

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Quirin ()

  • Hallo zusammen!


    Also AURO wäre mir persönlich zu teuer, insbesondere weil ich mit dem Leinöl-Pigment-Anstrich auch nach gut einem Jahr mehr als zufrieden bin. Die Beuten sehen noch immer aus wie am ersten Tag. Es keinerlei Vergang zu erkennen.
    Ein befreundeter Bioland-Berufsimker hat den Anstrich von mir übernommen und damit nun 800 Beuten angesprüht. Auch von der einfachen Verarbeitung mit einem Farbsprühgerät als Alternative zum langsameren Pinselstrich ist das Zeug für mich das optimale Mittel der Wahl.


    Beste Grüße,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.

  • Bei mir sind die Beuten, die ich nur mit Leinenöl gestrichen habe, nach dem ersten Winter an den Stellen, die am feuchtesten Sind, komplett schwarz geworden. Ich nutze daher seit dem Pigrol.


    Die bessere Lösung wäre allerdings gewesen, schrittweise den konstruktiven Holzschutz zu verbessern (Dachüberstand, ausreichendes Gefälle nahezu horizontaler Flächen, usw.), bis das Problem nicht mehr auftritt.

  • Benutze seit Jahren reines Leinöl in Lebensmittelqualität. Bei manchen Zargen muss der Anstrich nach 1-2 Jahren erneuert werden. Andere sehen nach 2-3 Jahren wie neu aus. Hängt vom Holz ab. Wenn das Öl ins Holz gut eingedrungen ist und an der Sonne getrocknet wird, hält der Anstrich ewig. Arbeite mit Leinöl gern, da ökologisch und sonst keine Sauerei beim Streichen. Der Pinsel muss nach der Arbeit nicht mal gereinigt werden.

  • Wir haben das ganze Zeugs vor etwa 5 Jahren mit Leinöl plus echtem Balsam-Terpentin plus Eisenpigmenten gestrichen - kein Vergang dran bisher.


    Sabiene.da hätte ich gerne noch mehr info


    Eisenpigmente, was verstehst Du darunter?


    denn ich streiche meine auch teilweise mit Eisengliemmerfarbe

  • Eisenpigmente, was verstehst Du darunter?


    Ich bin zwar nicht Sabine, aber ich antworte dennoch mal: Es geht um Eisenoxid-Pigmente. Gib das mal bei ebay ein. Gibt es in allen möglichen Farbtönen...


    Grüße,


    vic

    «Kasseler Stadthonig» – Ertragreiche und sanftmütige Buckfast-Bienen in 10er-Dadant, rund 30 Völker auf verschiedenen Dächern in der Kasseler Innenstadt.