• Hallo alle zusammen,
    ich hätte da mal ne Frage zur Wabenhygiene.
    Wir haben 5 Völker 2-zargig überwintert, davon war eines ein Schwächling, wurde ausgeraubt und ist bis Dezember verhungert. (Anderer Faden).
    Nun zu meiner Überlegung.
    Von den Verbleibenden 4 Völkern, die allesamt sehr stark sind und schon kräftig brüten, sind 2 letztjährige Schwärme, welche auf Mittelwände eingeschlagen wurden und 14 Tage später den 2.ten Brutraum ebenfalls mit Mittelwänden bekommen haben. Eines ist ein Königinnen Flugling, der ebenfalls nur mit Mittelwänden und einer Futterwabe gebildet wurde. Das letzte Volk ist ein Vollvolk vom letzten Jahr und hat im unteren Brutraum noch Waben von 2012 und im oberen Brutraum sind ebenfalls ausgebaute Mittelwände vom letzten Jahr.
    Jetzt heißt es doch man soll jedes Jahr den unteren Brutraum im Frühjahr entfernen und die Altwaben einschmelzen. Aber außer dem untersten Brutraum des letztgenannten Volkes sind die Waben doch noch gar nicht alt (letztjährig). Da wir letztes Jahr nur 2 Völker geführt haben von denen auch Honig geerntet wurde, haben wir nicht gerade ausgebaute Honigwaben im Überfluß!
    Meine Frage wäre nun ob es unbedingt notwendig wäre den letztjährigen Schwärmen den unteren Brutraum zu entnehmen und ihnen frische Mittelwände aufzusetzen?


    Was meint ihr?
    Über Ratschläge wäre ich sehr dankbar. Wir haben im Moment 20 ausgebaute Honigwaben zur Verfügung, in denen sich aber teilweise noch reichlich Melizitose befindet!


    Sonnige Grüße aus dem Altmühltal
    Dominic

  • ob es unbedingt notwendig wäre den letztjährigen Schwärmen den unteren Brutraum zu entnehmen und ihnen frische Mittelwände aufzusetzen?

    Das ist Quatsch!


    Es geht darum, daß beim Durchlauf von oben nach unten in den letzten HR eingefüttert wird, der dann die obere BR-Zarge wird. Ein Jahr später rutscht der dann auf's Bodenbrett und im 3. Jahr fliegt der raus. Aber doch keine neuen Waben aus dem letzten Sommer.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Domonic,


    Mach dir keinen Kopf, wo keiner ist (oder so:lol:).
    Setz dieses Frühjahr Mittelwände als Honigräume auf, lasse die Waben ausbauen, dann Honig ernten und dann kannst du nach dem Schema arbeiten, also wie Henry geschrieben hat: die neuen Honigräume als neuen oberen Brutraum, usw. Beschreibung ist ja nicht nötig, kennst du ja schon.


    Und eine andere Regel zum Wabentausch sagt auch: Hält man die Wabe in die Sonne, die Patschehand dahinter und man sieht noch den Handumriss, ist die Wabe noch gut. :-P


    Stefan

  • Vielen Dank für eure fundierten Ratschläge!
    Ich dachte es mir schon dass das Tauschen der neuen Waben Quatsch ist. Aber als Imkerlehrling in der 2.ten Saison ist man doch noch recht unsicher in manchen Fragen und macht sich wohl doch nochn Kopf wo man sich eigentlich keinen machen müßte.
    Aber gut das es Euch hier gibt! Bin ja schon stolz wie Bolle das wir unseren Völkerbestand letztes Jahr verdoppeln konnten und kein Volk an Varroa verloren haben.
    Mit 4 starken Völkern läßt sich dieses Jahr doch schon so manches gesteckte Ziel erreichen.


    Gruß aus dem südlichen Altmühltal
    Dominic

  • Hallo Dominic,


    Du bist auf einem guten Weg! Und zu viel Kopf machen ist besser, wie zu wenig Kopf machen ;-)


    Weiterhin viel Erfolg:
    Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.