Erdbienen an Schule: was tun?

  • Hallo,ich wurde von einer Schule angerufen: die haben ein heftiges Problem mit Bienen, die in der Erde zu wohnen scheinen. Der Pausenhof sei voll davon. Sie können auch keine Fenster öffnen. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis jemand gestochen wird.Was kann ich denn nun tun? Im Boden wird das Seyfertsche Rohr nicht funktionieren.Das Problem scheint dringend zu sein: wer kann mir Tipps geben, wie man am Besten das Problem in den Griff bekommt?

  • Erstmal Tierart bestimmen. Erdbienen stechen nicht. Sind aber geschützt. Problem ist das keines, sondern was Schönes, gerade im pädagogischen. Das müßte man vermitteln.

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Zu besagten Erdbienen wurde ich letztes jahr gerufen, nachdem der Herr selber versucht hat, mittels eines wasserschlauchs die Insekten zu ersäufen.
    Mehrere Stiche hielten ihn zuletzt von seinem vorhaben ab.
    Und: es waren Erdwespen.


    Ich hatte letztes jahr direkt am Pavillion Blattschneiderbienen, die dort im Pflanzgefäß ihre geschnittenen Blätter unterbrachten.
    Absolut harmlos waren die.
    Ist zwar alles keine Hilfe, aber ich würde mir das Ganze auch erst mal vor Ort ansehen


    Lg. Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Es wird sich wahrscheinlich um Sandbienen (http://de.wikipedia.org/wiki/Sandbienen) handeln.
    Ich wurde gestern auch gebeten, mir mal die Bienen in einem Kleingarten anzusehen, welche dort gehäuft auftreten.
    Es waren Sandbienen, gerade aus ihren Erdlöchern geschlüpft.
    Keine Angst, die sind harmlos und stechen nicht (sehr kleiner Stachel), in einer Woche ist der Spuk vorbei.


    Gruß Jan

    Dubium sapientiae initium. Zweifel ist der Weisheit Anfang. René Descartes

  • Für Erdwespen ist es meiner Ansicht nach noch zu früh im Jahr. Ich würde auch eher auf Sandbienen tippen. Von denen hatten wir gestern auch die ersten Sichtungen.


    Super Biologie-Projekt. Einfach mal den Biolehrer drauf ansetzen.

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Hallo Joew,


    vielleicht könntest du denen mal den Tipp geben, dass sie sich mit Solitärbienen beschäftigen sollten. Dann werden sie schnell erkennen (aber auch nur, wenn sie es wollen), dass von den Tieren keine Gefahr ausgeht. Klarheit hat man allerdings erst, wenn man wirklich weiß, dass es sich um Wildbienen handelt.
    Bei mir waren gestern auch unzählige Sandbienen im Garten unterwegs. Auch die schönen Mauerbienen sind jetzt wieder am Fliegen :cool:


    Viele Grüße
    Markus

  • bei uns ist ein ganzer Park von den Sandbienen bewohnt, sozusagen untergraben, aber die fliegen da nur ein, zwei Wochen, dann sind sie wieder weg. Sorgt aber jedes Jahr wieder für Sensationen.

  • Für Erdwespen ist es

    Erdbienen stechen nicht.

    es waren Erdwespen.

    Bitte verfestigt das mit den "Erdwespen" und "Erdbienen" nicht so. Wir wissen das doch besser.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ja nun, stimmt schon. Man kann´s aber auch übertreiben mit der Pingeligkeit. Wir wissen das besser. Der Joew aber offensichtlich nicht. Deshalb habe ich seine Begrifflichkeit aus der Thread-Überschrift übernommen. Nach dem guten alten Pädagogenmotto: "Wir müssen die Kinder dort abholen, wo sie stehen."


    Und wo die da in der Schule doch schon mit dem Insektenspray bereitstanden, war doch Gefahr im Verzug ...

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Henry, worauf wolltest Du denn mit Deinem Einwand in #10 anspielen?


    Nein, ich weiss es nicht besser, denn ich war nicht vor Ort und kann lediglich das wiedergeben, was mir telefonisch zugetragen wurde. Dass die wenigsten RTL-Zuschauer den Unterschied zwischen Bienen und Wespen kennen, ist auch mir klar.


    Dass die Viecher wahrscheinlich nicht stechen, habe ich am Telefon auch mehrfach erwähnt. Eine Garantie kann ich aber nicht übernehmen, denn ich habe sie ja noch nicht einmal gesehen.


    Aber versetzt euch doch mal in die Lage der Schulleitung, die für die Sicherheit der Kinder verantwortlich ist. Das wurde mir am Telefon auch klar so gesagt: Im Zweifel für die Sicherheit der Kinder. Da interessiert es auch nicht, dass die Viecher unter Naturschutz stehen. Schließlich kann ich ja keine Garantie geben, dass die nicht stechen.


    Selbst wenn es tatsächlich eine harmlose Sorte ist: es ist nicht ausgeschlossen, dass sich eine stechende Honigbiene (vielleicht sogar eine aus meinen Beuten) oder Wespe auf den Schulhof verirrt. Diese kann dann definitiv stechen, spätestens wenn sie gequetscht wird. In der Situation der Schulleitung wollte ich in so einem Fall dann nicht sein. Da kommen dann Argumente auf wie: "Sie haben versichert, dass keiner gestochen wird!". Wie will man dann nachweisen, dass das eine ganz andere Art war?


    Gerade in diesem Jahr ist es auch recht gewagt, sich allein auf die Jahreszeit zu verlassen. Wettermäßig haben wir schon seit Weihnachten Frühling! Der Winter ist komplett ausgefallen. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob sich die Biologie bei diesen Wetterkapriolen an die normalen Jahreszeiten hält.

  • Mir ging das nur um die Begrifflichkeit.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder