Wechsel DN -> Zander

  • Hallo,
    folgendes Problem:


    Ich will komplett mit Zander imkern, habe aber ein Volk, dass ich auf DN gekauft habe (zwei Bruträume). Letztes Jahr habe ich im Frühjahr auf einen Brutraum eingeengt, bin also schon mal eine DN-Zarge losgeworden und habe dann eine Zander-Zarge aufgesetzt. Bin also das komplette letzte Jahr mit einem Brutraum DN und einem Brutraum Zander gefahren. Ich dachte mir, heuer mach ich es so wie letztes Jahr, enge im Frühjahr ein und werde so auch die zweite, untere DN-Zarge los und kann dann voll auf Zander umstellen. (Bitte keine Diskussion darüber, ob das jetzt sinnvoll war. Es ist wie es ist.)


    Nur leider ist mir schon während des letzten Jahres aufgefallen, dass die Königin so absolut gar keinen Bock auf Zander hat. Sie ist quasi das ganze letzte Jahr im unteren DN-Brutraum geblieben und hat nur sporatisch im oberen Zanderbrutraum Eier gelegt.


    Und genauso ist es jetzt auch gewesen, also ich gestern einengen wollte und die untere DN-Zarge rausnehmen wollte. Die DN-Zarge war voll mit Bienen besetzt und siehe da - auch die erste Brut war im unteren DN-Kasten angelegt. Im oberen Zander-Brutraum: nur Futter, Null Brut. Dieses Volk widerlegt also auch die These, dass die Bienen im laufe des Spätwinters/Frühjahrs nach oben in den oberen Brutraum ziehen. ;)


    Nun meine Frage: Wie gehe ich vor, damit ich endlich diese doofe DN-Brutraumzarge losbekomme und endlich voll auf Zander imkern kann???


    Vielen Dank schon im Voraus für die Antworten!

  • Hallo !


    Zur passenden Zeit:
    Absperrgitter zwischen die Bruträume und Königin auf Zander setzen ....


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo tuixui,
    Ich vermute einfach einmal das, das Wabenwerk in der DNM Zarge mehrfach bebrütet, und das in der Zander überwiegend helles Wabenwerk ist.
    Erfahrungsgemäß überwintern die Bienen lieber auf mehrfach bebrütete Waben, daher das jetzige Erscheinungsbild.
    Möglichkeit : 1. stille halten bis die Kö. in der Zander anfängt zu legen, dann die Zander nach unten Absperrgitter drauf, und DNM nach oben , den Brutraum nur mit Zander er, 2. Zarge erweitern, in der DNM läuft die Brut aus, dann zur Seite damit.
    2.Du lässt alles wie es ist, Absperrgitter drauf, Honigraum setzen, bei entsprechender Volkstärke die 3. Brutraumzarge ( mit Zander ) aufsetzen, das Absperrgitter drauf setzen, die untere DNM nach oben, als 2. Honigraum Zarge benutzen, Brut
    auslaufen lassen, das muß aber alles geschehen solange es im Volk eine Aufwärtsentwicklung gibt, es muß ausreichend Tracht vorhanden sein, ist das nicht, erlischt der Trieb, eine Reizfütterung mit Futterteig währe dann hilfreich.
    das sind alles schlaue nur Worte solange die Königin mitspielt, ist das Mädchen schon zu Alt, geht da nichts in der Richtung, dann hilft da nur eine Leistungsstarke Junge Königin.
    meine Vermutung ist, die MW der Zander wurden zu Spät ausgebaut und im Spätsommer nicht mehr ausreichend bebrütet, daher wie schon beschrieben, die Überwinterung jetzt wieder unten.
    oder die Königin ist in die jahre gekommen, das heißt sie ist zu Alt .


    FG. Jürgen

  • Hallo


    ichbin ein wenig irritiert, wenn du schreibst, du hast einen Zanderbrutraum auf einem DNM Brutraum dann müßten ja da 12 DNM Rähmchen drin sein und das quer und die Zanderrähmchen längs. Theoretisch müßten das dann komplatible Beuten sein und da müßten dann in die DNM -zarge die Zanderrähmchen längs reinpassen. Wenn ich das richtig sehe, sonst bitte ich um Aufklärung.
    Zu dem das die Bienen in der unteren Zarge ihr Brutnest haben, ist völlig normal. In drei wochen werden sie bestimmt ihr Brutnest nach oben erweitert haben. Übrigens wir haben noch Winter, das sollte man nicht vergessen, auch wenn das wetter uns was anderes vorgaukelt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo,


    ich habe dieses Umwohnen bei einem Kollegen gesehen. Dort wurde auf die untere Brutzarge DNM im Frühjahr eine Zanderzarge mit Mittelwänden aufgesetzt. Die Bienen bauten die Zarge innerhalb einer Woche aus und die Königin begann dort zu stiften. Danach wurde gleich die dritte Zarge aufgesetzt, die nach einigem Zögern auch zügig ausgebaut und bebrütet wurde. Die unterste Zarge DNM wurde dann nur noch zur Ablage von Pollen genutzt und konnte entfernt werden.
    In dem hier vorliegenden Fall besteht das Problem, dass die obere Zarge voller Futter ist. Ich würde daher überzählige volle Zander-Futterwaben entfernen und durch Zander-Mittelwände ersetzen. Leere Waben aus der unteren Zarge würde ich entfernen, um dort die Brutmöglichkeit einzuschränken. Die Königin sollte dann relativ bald oben brüten.
    Falls noch zuwenig Tracht sein sollte, sodass die Bienen nicht bauen, würde ich einen Teil der Zander-Futterwaben ausschleudern, um oben Platz zum Brüten zu schaffen. Das sollte ebenfalls den Erfolg bringen.
    Sowie die Königin oben brütet und die Bienen bauen, kann man die nächste Zarge mit Mittelwänden aufsetzen. Die Königin zieht dann weiter nach oben und wird ganz unten mit Sicherheit nicht mehr brüten. Ein Zargentausch ist so nicht erforderlich und ein zwischengelegtes Absperrgitter auch nicht.


    Gruß Ralph

  • Hallo,
    ich hab die Aktion jetzt wie folgt durchgeführt:
    Vor drei Wochen hab ich die Königin gesucht, dann hab ich auf den unteren DN-Brutraum (den ich ja loshaben wollte) ein Absperrgitter drauf. Dann hab ich darauf einen neuen Zanderbrutraum und den zweiten Zanderbrutraum, der ja vorher auf dem DN-Brutraum war. Dann hab ich die Königin in die Zanderbrutraumzargen gesetzt.
    Das ganze hab ich jetzt drei Wochen so gelassen, damit im unteren DN-Brutraum die restliche Brut ausläuft und die Königin nicht mehr runter kann.
    Heute wollte ich den unteren DN-Brutraum entfernen, hab aber festgestellt, dass die Bienen unten schon ziemlich Hönig eingelagert haben. Ich habe den alten DN-Brutraum jetzt trotzdem runter, die zwei Zanderbruträume auf den Hochboden aufgesetzt, Absperrgitter drauf, dann eine Zanderhonigraumzarge mit MW aufgesetzt und darauf wieder diesen alten DN-Brutraum, der jetzt ja teilweise voller Honig ist.
    Der Aufbau schaut also jetzt folgendermaßen aus:
    Brutraum Zander, Brutraum Zander, Absperrgitter, Honigraum Zander, alter Brutraum DN


    Meine Frage:
    War das jetzt richtig, dass ich den alten DN-Brutraum mit dem Honig ganz nach oben getan habe, oder ist der ganze Stock jetzt zu groß (Buckelbrutgefahr!?)
    Kann ich den Honig aus diesen alten DN-Brutraumzargen zur Not einfach mitschleudern (Die Waben sind schon uralt und haben jetzt zwei Varroabehandlungen mit Thymolplättchen hinter sich)???


    Vielen Dank im Voraus für die Antworten!

  • Hallo,


    Meine Frage:
    War das jetzt richtig, dass ich den alten DN-Brutraum mit dem Honig ganz nach oben getan habe, oder ist der ganze Stock jetzt zu groß (Buckelbrutgefahr!?)
    Kann ich den Honig aus diesen alten DN-Brutraumzargen zur Not einfach mitschleudern (Die Waben sind schon uralt und haben jetzt zwei Varroabehandlungen mit Thymolplättchen hinter sich)???


    Vielen Dank im Voraus für die Antworten!


    Hallo tuixui. Warum hast du den DN Brutraum nicht noch einige Tage unten gelassen. Die Bienen tragen den Honig schon nach oben so das unten leer wird. Jetzt als obere Zarge werden sie den Honig wieder ganz nach oben in die DN Zarge tragen.
    Und Buckelbrut hat nix mit der größe der Beute zu tun.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.