Zweite Brutraumzarge bei Ablegern aufsetzen: wann und wie?

  • Guten Abend zusammen,


    nachdem ich heute im Rahmen einer Durchsicht feststellen konnte, daß sich meine beiden (im letzten Jahr gebildeten und daher noch einzargigen) Ableger recht gut entwickelt haben, stellt sich mir die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für die Erweiterung auf zwei Zargen. Natürlich wurde diese Frage hier im Forum in der Vergangenheit bereits diskutiert; da jedoch in diesem Frühling vieles / alles anders zu sein scheint, bitte ich um Beantwortung meiner Frage vor dem aktuellen klimatischen Hintergrund.
    Außerdem (das meine ich mit wie) interessiert mich: was spricht für eine Erweiterung nach oben, was für eine Erweiterung nach unten?


    Danke im voraus für Eure Antworten,


    Rainer

  • Hallo,
    bin ich mir nicht sicher, oder ist noch kein Bautrieb vorhanden, setze ich einfach eine Zarge unter . Allerdings mit ausgebauten Honigwaben vom Vorjahr.
    Es passiert dann das gleiche wie in einem zweizargig überwinterten Volk. Das Brutnest wächst mit der Jahreszeit und der Volksgröße in die untere Zarge. Das untersetzen beeinträchtigt nicht den Wärmehaushalt des Ablegers, das das Volk wird durch diese Erweiterrung des Brutraumes weder gestresst noch sonst irgendwie in seiner Entwicklung beeinträchtigt und ich muß mir die nächsten Wochen keine Gedanken machen. ( Achte auf den Futtervorrat. Solche gut entwickelten Ableger verbrauchen oft sehr viel. Wenn vorhanden hänge ich gleich zwei Futterwaben ein.)



    gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Ich habe bereits vor einer Woche eine Zarge mit Mittelwänden, in der Mitte mit 2 ausgebauten Wabemn bestückte, aufgesetzt. Bei dem Wetter gar kein kein Problem.
    Ab spätestens Ende März werden bei ALLEN Völkern das Absperrgitter eingelegt und der Honigraum aufgesetzt.
    Merke: Es gibt kein zu früh, nur ein zu spät :-)


  • Hallo Rainer. Der richtige Zeitpunkt für eine Erweiterung einzargiger Ableger ist immer und überrall in ganz Deutschland zur Weidenblüte. Dabei werden 2-3 ausgebaute Waben in die Zargenmitte gesetzt und jeweils eine links/rechts. Davor also an Position 2 und 9 kommt der Drohnenrahmen. Der Rest wird mit Mittelwänden aufgefüllt. Sind keine ausgebauten Waben vorhanden dann nur Mittelwände. Warum aufsetzen ? Mit der aufsteigenden wärme gehen die Bienen nach oben und dort wird einfach besser und schneller gebaut als unten. Zur Kirschblüte wird dann auch in ganz Deutschland der Honigraum aufgesetzt.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hab ich noch nie anders gelesen...
    War so, ist so, wird immer so sein: Zur Weidenblüte und zur Kirschblüte wird aufgesetzt.
    Oder man füttert Ableger gleich zweizargig ein, dann entfällt ein Termin und man muss nicht so sehr aufs Futter achten.

  • Hallo alle zusammen das passt ja prima, ich habe vor einer Woche meine ersten Bienen erhalten einzargig Zander, als ich sie holte waren 6 rähmchen 3/4 voll mit verdeckelter brut. Hab gestern kurz nachgeschaut und festgestellt das alle wabengassen proppe voll sind, bei Temperaturen um 10 grad hängt unten ein mäßiger Überhang an bienen. Wenn es Abend kälter ist ziehen sie sich in die Gassen zurück... Ich lese überall man soll eine/zwei offene Brutwaben oben einhängen... Mich sträubt der Gedanke etwas da es nachts noch sehr kallt Ist ca -2 grad tut das der brut nichts... Kann ich nicht nur mittelwände oben einhängen sie ausbauenlassen und sie selbst entscheiden lassen wann sie dann oben brut einbringen??? Ich habe noch keine ausgebauten mittelwände.. Bin euch für jeden Rat dankbar


    Gruß Kevin

  • Simon Hummel hat gerade ein schönes Video hochgeladen, da setzt er erst den Honigraum auf und später einen Brutraum unter.
    Bedenkt, dass die Bienen jetzt schon kräftig Nektar sammeln (zumindest in meiner Region)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Simon Hummel hat gerade ein schönes Video hochgeladen, da setzt er erst den Honigraum auf und später einen Brutraum unter.
    Bedenkt, dass die Bienen jetzt schon kräftig Nektar sammeln (zumindest in meiner Region)


    Das finde ich auch am sinnvollsten. Warum? Die Königin bestiftet in ihren besten Zeiten ca. 42000 Zellen in 21 Tagen. Das ist die Anzahl, die für die Königin reserviert sein muss. 1 Wabe DNM hat 5600 Zellen, bei 9 Waben stehen 50400 Zellen zur Verfügung. Die hohe Legeleistung kommt im Mai, jetzt noch nicht. Daher liegt der Bedarf jetzt noch unter 42000 Zellen. Eine Zarge ist deshalb jetzt genügend als Brutraum. Man sollte lieber dafür sorgen, dass die Völker ihren Honigkranz zeitig über dem Absperrgitter anlegen, das erleichtert die Schwarmprävention. Wenn man jetzt den Brutraum auf zwei Zargen erweitert, erzeugen die Bienen nur eine dicke Honigkappe über dem Brutnest statt mehr Brut.


    Gruß Ralph