Zeigerpflanzen im Bienenjahr

  • Hallo,


    was sind denn für euch die Zeigerpflanzen, nach denen ihr euch richtet?
    Welche Pflanze soll blühen etc. wenn welche Maßnahmen angesagt oder empfohlen sind?


    Ich würde mich über möglichst viele freuen, auch nicht nur für das Frühjahr.


    Danke und Gruß
    Doro

  • Hallo Doro,


    ich denke, deine Frage ist schwer zu beantworten. Es kommt auf den Standort und nicht nur auf die eine Zeigerpflanze an, sondern vor allem darauf, was vorher und nachher kommt und wie das Wetter mitgespielt hat.


    Ein Beispiel bei mir:


    Im letzten Jahr gab's bei meinem Stand kaum Krokusse oder irgendwas großartiges vor der Weide. Deshalb war die Weide die erste richtige Aufbautracht. Auch das Wetter vorher war nicht gut, dass die Bienen Pollen sammeln können.


    In diesem Jahr habe ich viele wilde Krokusse und Winterlinge im ganzen Dorf und das Wetter war ab dem 05.02 ständig zwischen 6° und 16°, sodass die Bienen seit mehr als einem Monat viel Pollen schleppen konnten. Die Weide hat es gerade jetzt angefangen.
    Nun kommt eine Woche mit ständigem Flugwetter und nicht zu wenig Jungbienen, sodass ich einen erhöhten Nektareintrag schon von der Weide erwarte. Wahrscheinlich werde ich schon vor der Kirschblühte aufsetzen müssen.


    Es kommt also auf zwei Sachen an:
    a) Wie stark die Völker sind
    b) Welche Pflanze in welcher Umfang blüht und wie das Wetter mitspielt.


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Danke Salsero.


    Ich las hier vor Kurzem, man soll sich nicht nach dem Datum richten (völlig logisch)
    sondern eher nach den Zeigerpflanzen.


    Extreme Situationen oder Notfälle natürlich ausgenommen.
    Nur so als Anhaltspunkt, dass man das beobachten könnte.


    Was ja wohl nicht mehr gelten soll:
    Vor der Stachelbeerblüte macht man nicht die Beute auf. Oder doch?


    Was ist z.B. mit:
    Kirschblüte - Honigraum drauf


    Löwenzahnblüte - hab ich vergessen.....


    gibt es noch mehr?


    PS: Unsere Stachelbeere schiebt erste zarte Blattspitzen. Wenn ich da auf die Blüte warten wollte....
    Kätzchenweide ist puschelig, aber noch silbrig.


  • Was ja wohl nicht mehr gelten soll:
    Vor der Stachelbeerblüte macht man nicht die Beute auf. Oder doch?


    Was ist z.B. mit:
    Kirschblüte - Honigraum drauf


    Hallo Doro,


    es gibt viele Imker, die ihre Arbeit nach Stichtagen und eben auch nach Zeigerpflanzen einplanen. An solchen Anhaltspunkte kann man sich orientieren. Doch bei mir waren solche Anhaltspunkte viel zu grob. Das Wetter und der Zustand der Völker spielen die größere Rolle und diese sind jedes Jahr anderes, selbst bei gleichem Imker am gleichem Stand.


    Am selben Stand soll jeder seine Umgebung und Trachtangebot betrachten und sich danach Notizen machen. Doch was bei einigen Imkern vor der Kirschblüte zu früh sein mag, kann bei anderen schon zu spät sein, wenn an manchen Jahren von den Weiden schon Massen an Nektar rein kommt, da die Völker diese Tarcht ausnutzen können.


    Ich imkere aber nicht seit langem und habe nicht viele Völker. Vielleicht sind erfahrenere Imker andere Meinung.


    LG Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ich sehe schon, ich habe mich völlig unverständlich ausgedrückt.
    Bin eben kein Rhetoriker.


    Ich wollte einfach diese Kurzegeln sammeln.
    Es gibt ja auch Leute, die sammeln Bauernregeln und richten auch nicht ihr Leben danach aus.


    Vielleicht kann man diese Frage dann einfach löschen?


    Danke und Gruß
    Doro

  • Hallo Doro,
    ich hab´ das Gleiche vor einer ganzen Weile auch mal probiert. Ist auch nichts draus geworden. :wink:


    Ich fang trotzdem mal an:


    Phänologische Imkerregel № 1: Zur Weidenblüte, Mäusegitter ab.


    LG
    Mandy

    "Keine Rähmchen - keine Mittelwände - wenig Arbeit." (Émile Warré)

  • Das ist schwierig. Weil die Betriebsweisen recht unterschiedlich sind. Für die einzelnen Arbeitsweisen kann man wohl recht zuverlässige Angaben machen, aber für alle gültig...?
    Der Honigraum kann nicht zum gleichen Zeitpunkt aufgesetzt werden, wenn ich mit einem oder mit zwei Zanderbruträumen arbeite. Selbst bei einer Beutenart gibt es schnell mal Unterschiede. Überwintert der Imker in Dadant lieber viele kleine Völker oder eher weniger große? Sollte Dein Nachbarimker oder Pate mit dem gleichen System arbeiten wie Du selber, kann der bestimmt sehr zuverlässige Angaben hierzu machen. Am besten fragst Du mal in Deiner Gegend. Über eine solche Liste würde ich mich zwar auch freuen, aber sie muss dann mindestens von jedem angepasst werden. Bei mir passt das mit den Weißdorn/Schwärmen zum Beispiel sehr gut.

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • Schöne Morgen zusammen, um ein Viertel nach Sieben erschien also hier aufs 53 ste Breitegraad und 6 L.G.
    die Sonne oben Nibelungenlandschaft weil die Temperatuur sich am frúhen Morgen das Gefrierpunkt naht.
    Am Mittag steigt sie zum 14 C. Die Salweide blüht jetzt mit 20 % ihrer weibliche und männliche Kättlichartige Blumen.
    Eine meiner Fragen: Schadet die Nachtfrost nicht die weibliche Geslechtsorganen und die Nectariën ?
    Ich glaube dass die weisse sanfte Haren ihre biologische Dienst nach Zufriedenheit erfüllen. Sie auch ?


    Die zwote Frage: Der Regel: "Zur Weidenblüte, Mäusegitter ab". Ist damit gemeint, bei dem ersten Weidenblüte ?
    Es gibt frühe und späte Weidenarten. Die letzten blühen in ein normales Jahr in April.
    Ich hole jetzt morgendsfrüh die Mäusegitter ab und stelle sie am Abend wieder zurück. Sehr viel arbeit ! Warum , wozu ?
    Weil in März es so wenig zu essen gibt für die Spitzmäusen dass nur unsere Honigbienen ihr die einzige Überlebensmöglichkeit
    bieten. Imker sind bewusst oder unbewusst im Frühjahr Naturschützer weil sie an Insektenfresser wie Kohlmeisen
    und Spitzmäusen Gelegenheit bieten zum furagieren. Ich hab voriges lange grauwe kalte Frühjahr 2013 in jedem Beute
    Besuch gehat von verschiedene Arten Spitzmäuse. Die kleinste Art ist nur 2 cm lang. Ich versuche sie jedes Jahr lebend
    zu fangen und mindestens 1 km zu übersiedeln weil sie gesettzlich geschützt sind.
    Ich gebe also den Rat noch etwas zu warten mit abholen von das Mäusegitter. Jozef
    P.S. In 2013 hab ich vier Völker verloren durch Spitzmäusen.

  • Also mal zwei kurze Sätze:


    Zur Kirschblüte Honigraum aufsetzten.
    Zur Kirschblüte mit zweitem Brutraum erweitern.


    Ist das so hilfreicher als der erste Text, den ich geschrieben habe?

    Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)

  • prima, das wird doch noch was.


    Wir könnten ja erweitern, falls es nicht viel mit Blüten gibt.
    Kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen.
    Imker, Zeidler, die müssen doch Sprüche haben....


    Was gibt's denn noch?
    Mondphasen? :wink:
    Wenn der Kuckuck ruft? :wink:


    Wenn Geld da - neue Beuten kaufen. :wink:


    pscht, ruhig, das war'n Scherz :lol:

  • Hallo Doro,


    du stellst ja Fragen da muß man echt überlegen, normalerweise zeigen bestimmte Zeigerpflanzen ja die Beschaffenheit des Bodens an.
    Für den Imker würde ich sagen, das die Weidenblüte, den Anfang der explosionsartigen Entwicklung der Völker einleitet. Drei Wochen später beginnt oft die Kirschblüte und anschließend der Raps, dann sollte der HR drauf sein. Ein wichtiges Zeichen für das Aufsetzen des HR ist nicht eine Zeigerpflanze, sondern der ausgebaute erste Baurahmen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ja Drobi, so kannte ich den Begriff auch.


    Aber hier im IF hatte jemand diese Pflanzen so genannt und ich fand das ganz passend.
    Dachte, Imker sagen so :-D


    Danke für deinen Beitrag