Hühner und mehr

  • Rasen/Wiese und Hühner ist eh Blödsinn - zweigeteilter Auslauf und hochwachsende Stauden. Im Frühjahr den Stauden (Blutweiderich, Astern, Pfefferminze, Oregano ... alles was unten stabil und fast holzig ist oder sehr intensiv duftet) Entwicklungsvorsprung geben = Hühner für ein paar Wochen in den anderen Auslauf. Wenn die Stauden hoch genug sind (Ende Mai/Anfang Juni) Hühner in den zweiten Auslauf, im ersten Bienenweidemischung säen oder Gemüse anbauen oder so. Danach sind die Hühner glücklich über einen gut strukturierten Auslauf mit Greifvogelschutz nach oben, die Stauden wachsen gut gedüngt wie blöd und oben summts - perfekt.


    Wer Rasen will braucht Gänse, das können die gut und die mögen auch die offene Weite - also viel davon und möglichst als Strand/Ufer :-)


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Das mit dem zweiten Auslauf wäre sehr schön.


    Ich bräuchte dazu einen Gittertunnel über die Zufahrt unserer Nachbarn (so wie im Kölner Zoo für die Halbaffen! :D) rüber auf das große 2500 qm Brachgrundstück, wo die Bienen auch stehen.

    Leider latscht, rennt oder joggt dort der halbe Randwohnort und das oft mit Hundebegleitung Richtung Waldrundweg.

    Das dürfte den Hühnern erfahrungsgemäß auch eingezäunt nicht bekommen :(

    sehr schade!


    Ach:

    Beweisfoto in Nachbarsrichtung zB


    Es ist noch Wiese da! 8) UND es ist t r o c k e n . Man beachte die Scharrlöcher, dabei hat die Bagage die gesamte Stallfläche unter dem auf Stelzen stehenden Stall als Sandbad!

    Die Glucke mausert und hat nur noch eine Stoßfeder, was cartoonartig bescheuert aussieht zur Zeit. Und Frau Lohmann - halb im Bild - müsste mal endlich, die sieht nämlich verlottert aus, was das abgetragene Gefiederkleid angeht


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Der Thread heißt ja "Hühner und mehr". Daher mal eine Geschichte zu Rauchschwalben, die meinen Pferdestall zahlreich bevölkern:
    Durch den Regen mit der geänderten Luftfeuchtigkeit ist in der Nacht auf Samstag ein Nestchen abgestürzt mit 2 einigen Tagen alten Nestlingen. Was tun? Ich habe sie in eines der leeren Nestchen gesetzt, allerdings war dieses ein ganzes Stück in einer anderen Richtung entfernt (1.5 Meter). Banges Warten, nix mehr gehört, die Alten saßen im Stall rum...Abends sah ich dann einen Altvogel im Nest hocken. Und große Freude: Heute piepst es energisch und die Schnäbelchen sind zu sehen beim Betteln!

    Die anderen ungefähr 100 in meinem Stall aufgezogenen Schwalben üben fleißig das gemeinsame Fliegen!

    PS: Die Bienen lassen sie in Ruhe!

  • Schön! Interessant zu wissen


    Leider keine Schwalben hier am Haus.

    Meine Elternhätten ebenfalls gern wieder welche, was aber seit Jahrennicht funktioniert.


    Es gab mal die Überlegung zu einem Schwalbenhaus und Lockrufen. Den Start zum Selbstbau hat er aber immer noch nicht gemacht...

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Also mein Plan mit Hühnern ist dieses Jahr noch nicht aufgegangen.

    Dafür bin ich am vorbereiten :)

    Ich habe nun an Sundheimer gedacht da diese ja wohl kaum fliegen sollen.


    Nun stellt sich mir die Frage welches Hühnerhaus und vor allem wie mach ich dieses fit für den Winter?

    Muss man da noch etwas Isolation anbringen?


    LG

  • Hallo,

    wenn Du ein wenig selber machen kannst, dann schau eher nach einem einfachen Kinderspielhaus. Evtl Tür verändern, eine Legebox mit den Nester kann, muss aber nicht angebaut werden.

    Wir haben eine, entnehmen die Eier aber eigentlich nur durch die Tür.


    Ich hab Sundheimer, inclusive Hahn.

    Seeeehr angenehme, gutmütige, freundlich-zutrauliche Hühner.


    Und nein: eine Isolierung brauchst Du nicht.

    Meist sorgt sie für Ritzen und Spalte für Milben oder wird gar vom Federvieh zerlegt oder angelockt, wenn innen erreichbar.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Leider muss man das auch erwähnen.

    Das Thema Milbe macht vor Hühnern nicht halt. Die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Und wehe, man schlunzt oder passt nicht auf...

    Dann gibt's auch noch Federlinge und Würmer gibt's auch :rolleyes:


    Ich war heute 2 Stunden Reiten und noch im Rinderstall auf dem Hof, da hatte ich schon irgendwas hartnäckiges an der Wange.

    Gerade eben hab ich mit Buch auf dem Sofa nach Dusche gedacht, ich spinnt jetzt rum:

    Es krabbelt am Kopf!!

    Hab mir eine Hirschlausfliege aus dem Nacken gepflückt.

    Baaaaaaahhhh - überall Parasiiitäään. Hilfe!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper


  • Platt wie Flunder und hartnäckig. Kaum abwischbar.

    Die hatte siegessicher schon einen Flügel abgeworfen...


    Zerdrücken mit dem Fingernagel:daumen:


    Gruß


    Marion, bald mit Verfolgungswahn

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Sind das diese gummiartigen Fliegen, die man nicht erschlagen kann? Die haben wir hier seit ein paar Jahren, weiß nur nicht, wie die heißen.

    Genau Hirschlausfliege. Kann man nur zwischen den Fingern zereiben. Erschlagen geht nicht. Gern in den Haaren. Ekelpack!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Moin zusammen!


    Leider muss man das auch erwähnen.

    Das Thema Milbe macht vor Hühnern nicht halt. Die kommen so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Und wehe, man schlunzt oder passt nicht auf...

    Dann gibt's auch noch Federlinge und Würmer gibt's auch

    ...oder man nimmt nach 2x fremdhundeüberfallbedingten Gesamtbestandverlusten (vom gleichen Tier!:mad::mad::mad: ein (!) einziges Mal ein Resthuhn aus einem vermeintlich bekannten und hervorragenden Bestand auf und holt sich damit Mykoplasmen in den mit Hängen und Würgen erworbenen neuen Bestand seiner Wunschrasse, den man danach nur noch komplett keulen kann. Abgesehen von der erforderlichen, in meinem Fall 2x durchgeführten Desinfektion des gesamten Außengeländes mit Branntkalk zzgl. der ebenfalls doppelten Desinfektion des Stalles mit übelster Chemie.


    Dann lässt man sich zum Neubeginn als sicherstmögliche Option aus Eiern einer ebenfalls gesunden und über Jahre bekannten Quelle brüten, zieht aus 25 Eiern, davon 19 befruchtet, 15 Küken (9 Hähner...:roll:) und stellt bei den ca. 3,4 Monaten alten Jungtieren fest, dass da "Irgendwas" nicht stimmt - Bauchgefühl, Erfahrung, whatever. Rennt wider besserem Wissen gefühlte 100x zum Tierarzt mit den Tierchen, der nach diversen Untersuchungen, bei denen man dank netten Praxispersonals immerhin sehr viel gelernt hat, Streptokokken, 2x Kokzidien und Bandwürmer diagnostiziert. Entwurmt wurde im Vorfeld selbstredend bereits.:eek::confused::roll::cry:

    O-Ton vom Doc am Dienstag: Wir machen jetzt das und das noch und wenn die dann nicht aus dem Knick kommen, alle in den Hühnerhimmel. Denn: Wenn die einmal "Einen weg haben", dann kriegste die nie mehr ohne stetige Medikation hin.

    Wusste ich EIGENTLICH auch vorher schon...15 Jahre Hühner gehabt ohne auch nur 1x Medikamente auch nur benötigt zu haben.

    Doch: "Hast du Scheiße am Schuh, hast du Scheiße am Schuh!"


    Trotzige, erfahrungssammelnde und nicht ansatzweise minder hühnerliebende Grüße

    vom

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!