Hühner und mehr

  • Wir befinden uns in der Phase:

    morgens über die Hühnerleiter raus Glucke geht vor, 4 Flauschbällchen hinterher.

    Abends geht diese Glucke hier sogar sorgfältig von unten angefangen über die Hühnerleiter hoch,dann durch die Klappe rein (andere springen einfach oben auf die Hühnerleiter) aber dann läuft unten bei den Federbällchen nur das Programm: "Hilfe, Mama weg - wo ist sie bloß?" Heißt: Gepiepse und Gerenne, Glucke kommt schnell wieder raus. Probiert es nochmal, geht nicht.

    Man muss die Glucke fangen, reinstecken, mit Brett die Klappe zuhalten, damit die Furie nicht wieder rausgeschossen kommt und dann die dusseligen Küken einfangen.


    Die Erfahrung zeigt, dass in 3 bis 6 Tagen die nötigen Gehirnschlatungen vorliegen und auf einmal geht`s :lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Aller Anfang ist schwer!

    Warum sollte es Hühnern besser ergehen als den Menschen?

    Auch Imkerei will wie über eine Hühnerleiter erlernt werden...

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Gekaufte Hybridlegehennen, die im Stall aufgezogen noch nie draußen waren, zeigen übrigens gleiches Problem.

    Rauslaufen selbstständig aber nicht kapieren, wie es abends wieder reingeht. Zwei, drei Tage muss man die auch fangen und abends durch die Klappe reinstecken.

    Tiere aus Freihaltung mit ähnlichem Stall können das

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • So, Update Tag 8.

    Endlich, endlich scheint sich am heutigen Tage in den winzigen Schädeln der kleinen Scheißerchen Hirnzelle 258 mit 258 a verbunden zu haben!

    Sie sind heute nach langem Getschilpe alle auf eigenen Füßchen im Stall und unter der Mutti gelandet. Juchu


    Gestern war ein Drama geworden, die Flauschbälle einzufangen. Denn bereits früher sorgte Hirnzelle 215 und 216 in Verknüpfung offensichtlich dafür, dass der Lerneffekt "Menschen mit oder ohne Kescher kommen die Treppe rauf zum Hühnerauslauf => wir rennen los durch den Netzaun (jaaa, das past noch ca 2 Wochen!) und flitzen unter die Hecke" bereits auf der Festplatte gut etabliert war.

    Auch die Motorik funkioniert schon bestens, sprich, die sind so dermaßen schnell, Speedy-Gonzales ist nix dagegen...

    Und so stand wieder einmal die ganze Familie zur tagesabschließenden Guten Tat der Familienzusammenführung des Federviehs parat. Mit halbem alten Spannbettlaken zum draufwerfen und zweckentfemdeten großen Teleskop-Angelkescher.

    Tja, bingt aber nix. Mein Sohn meinte dann entschuldigend: "Mama, ich hau die doch sonst eventuell mit dem Kescher tot, wenn ich einfach schnell drauflos gehe" Auch wieder wahr...

    Mir gings ja nicht besser - man greift nach einem kleinen Speedy und will aber sowas zartes nicht zerdrücken und ist daher im letzten Moment nicht beherzt genug und schwupp - leer ist sie wieder die Hand. Das entfleuchte Kükenärschchen verschwindet derweil im Heckenblattwerk, aus dem es dann minutenlang piepst, dass die Nachbarn schon fragen, ob alles in Ordnung ist.


    Das Ganze jeweils immer erst ab dem Zeitpunkt, wo Mutterglucke EIN Küken bei sich hat und mit diesem hudernd im Nest sitzt, sich ab dann wie festzementiert nicht mehr rausbewegt aber noch eine ganze Weile lockt von innen.

    Das hilft aber rein gar nichts: die Küken piepsen weiter draußen herum, sitzen und rennen unter und um den Stall und kapieren einfach nicht, dass die Hühnerleiter das ist, worüber sie jeden Morgen mit Henne rausgelaufen sind, und es genauso bloß andersherum wieder rein geht ins Nest.


    Bis in die tiefe Dämmerung hatten wir drei von vier. Nr 4 plumpste die Böschung runter, landete demzufolge ganz, ganz bestimmt im Blumenbeet unten entlang dieser Böschung, musste also nur noch dort unter viel leichteren Bedingungen eingefangen werden. War aber nicht zu finden, saß geduckt unter einer Staude und nutzte den braungestreiften Rücken müde als Tarnung...:roll:


    Oh Mann, heute große Erleichterung, dass das abendliche Spektakel ab jetzt ein Ende haben wird. OK, die Nachbarn halten einen eh nicht mehr für ganz dicht...

    Bisher kennen wir das Ganze zwischen 4 und 7 Tagen. Und nie mit solchen Fangschwierigkeiten.:lol:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Willkommen im Club!


    Der Gipfel sind heuer bei mir 4 Küken, jetzt schon fast Junghühner, die im Zwetschgenbaum nächtigen, unfangbar in 4 m Höhe. Als die Glucke nicht mehr huderte haben sie beschlossen dass das Hühnerhaus zu unsicher ist und sind jetzt Baumhühner ... und ja es waren schon mal mehr :-(


    Und ein Küken, Einzelkind, die Glucke starb als es eine Woche alt war, hat das ganz allein gepackt, zwischen den anderen Hühnern, ohne Adoptivmama.


    Nicht nur bienisch ein seltsames Jahr ...

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Ach herrjeh, das wäre was für mich.

    Da könnt ich nicht mehr schlafen ?(


    Ab jetzt wird es erfahrungsgemäß klappen, da kann man an schönen Sommerabenden Mal wieder was anderes einplanen als Kükenfang

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Abends rein jetzt einwandfrei als hätte es da nie ein Problem gegeben.


    Bei der Affenhitze wird das mit dem Hudern auch eine Seltenheit, eher mal, damit`s dunkel ist. Zunhmend interessiert das die Rasselbande nicht, die sind schon ganz schon flott und weit unterwegs.

    Wenn, dann höchstens mal als Mutti als Ausguck



    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Dieses bedauernswerte Wesen sitzt heute Tag 17 im un-isolierten Stall und brütet nicht - sie isoliert wohl eher die Eier vor der Umgebungstemperatur. Sie durfte auch nochmal, wartet nun auf drei.



    und wie man sieht, tut sie mir richtig leid - mittlerweile stehen dort noch zwei Becher mit kaltem Wasser daneben.


    OK, theoretisch sind auch Hühner dazu ausgestattet, mit dem Klima klarzukommen. Wir schließlich auch. Nur ob das für die denn einfach oder gar schön ist - wohl eher auch nicht.


    Generell hängt so ziemlich alles lethargisch in der Ecke, bis auf die 4 Küken, die relativ aktiv sind dabei. Es gibt viel Schattenplätze, ja, aber was hilft`s?


    Anderen Schutzbefohlenen ist`s auch warm, und die tun mir auch leid.

    Man sorgt also mal für Abkühlung, einmal mit kühlen Fliesen von unten und kaltem Handtuch aus der Gefriertruhe von oben :lol:

    Oder durch kalte Frischwasserzufuhr bei Nr 2, frischer geht`s nicht

    Bzw durch eine direkte Wasserprüfung mit Eintauchen und Schwimmprüfung: Premiere bestanden übrigens :daumen:


    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • :lol: das kann man sich vorstellen


    ... nur noch 5 x Duschen, dann ist Abend :roll::cool:

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    Hans Kasper

  • Moin

    also mir würde es tierisch stinken bei 39 Grad C. meine 12 Hühnerküken ein zu fangen.


    Ne Hand voll getrockneter Mehlwürmer, zweimal in die Hände Klatschen und alle sind im Stall und zwar von überall aus ihrem 2500m3 großem Auslauf.


    Man muss halt ne Woche bei jedem Füttern klatschen aber ich finde es lohnt sich.


    mfG. Nico

  • Moin

    also mir würde es tierisch stinken bei 39 Grad C. meine 12 Hühnerküken ein zu fangen.


    Ne Hand voll getrockneter Mehlwürmer, zweimal in die Hände Klatschen und alle sind im Stall und zwar von überall aus ihrem 2500m3 großem Auslauf.

    Das ist ja nun mal nicht groß:lol::lol::lol: 20m x 20m und ca. 6m hoch zum fliegen:daumen:

  • Moin

    also mir würde es tierisch stinken bei 39 Grad C. meine 12 Hühnerküken ein zu fangen.


    Ne Hand voll getrockneter Mehlwürmer, zweimal in die Hände Klatschen und alle sind im Stall und zwar von überall aus ihrem 2500m3 großem Auslauf.

    Das ist ja nun mal nicht groß:lol::lol::lol: 20m x 20m und ca. 6m hoch zum fliegen:daumen:

    😂😂😂😂

    Sehr schön!!

    Meine 19 Hühner (vom Antwerpener Bartzwerg bis zum westfälischen Totleger alle Größen vertreten) kommen erstaunlich gut zurecht bei der Hitze. Ich denke, es liegt daran, dass es gar nicht schwül ist. Die sind bei 33° trockene Hitze aktiver als bei 27°schwül. Es gibt täglich kalte Melone, viel Schatten und jeden Abend ihre Lieblingsplätze wässern. Die laufen erstaunlich viel herum. Glucken kommen in umgedrehte Hasenkäfige, Bauch vorher mal in kaltes Wasser getaucht. Und dann auf Wind hoffen😆.

    Ich hab mir, wie auch um die Bienen, die volle Sonne haben den ganzen Tag, Sorgen gemacht.

    Aber alle kommen gut klar.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....